Klarheit und Übersichtlichkeit in ReWe leicht erklärt + Beispiel

Ein Grundsatz der ordnungsgemäßen Buchführung bezieht sich auf die Klarheit und Übersichtlichkeit der Buchführung. § 238 Abs. 1 HGB gibt hierüber Auskunft.

Die Buchführung ist dann klar und übersichtlich, wenn sich ein sachverständiger Dritter in einem angemessenen Zeitraum einen Überblick über die Lage des Unternehmens verschaffen kann. Auch der § 243 Abs. 2 HGB bezieht sich auf diesen Grundsatz und verlangt einen übersichtlichen Jahresabschluss.

Die Vorschriften die zur Gliederung der Bilanz (§ 266 HGB) und der Gewinn- und Verlustrechnung (§ 275 HGB) vorliegen, dienen ebenfalls dem Grundsatz der Klarheit und Übersichtlichkeit. Denn unabhängig vom Unternehmen, stehen die Bilanzposten immer an der gleichen Stelle.

So findet ein sachverständiger Dritter beispielsweise immer auf der linken Seite die Vermögensgegenstände in aufsteigender Liquidität angeordnet und auf der rechten Seite der Bilanz immer die Kapitalbeträge beginnend mit dem Eigenkapital, gefolgt vom Fremdkapital gegliedert in lang- und kurzfristiges Fremdkapital. Ebenso verhält es sich mit der Anordnung der Aufwands- und Ertragskonten sowie dem Ausweis von Gewinn oder Verlust beim Gewinn- und Verlustkonto (GuV).

Auch die Nachvollziehbarkeit der Entstehung und Abwicklung von Belegen, die im § 238 Abs. 1 HGB gefordert wird, gehört zum Grundsatz der Klarheit und Übersichtlichkeit. Da keine Buchung ohne Beleg erfolgen darf, sind jederzeit der Geschäftsfall und die Buchung nachvollziehbar.

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