Klassierung in Statistik leicht erklärt + Beispiel

Was ist eine Klassierung?

Als Klassierung oder Klasseneinteilung bezeichnet man die Einteilung von Daten in Klassen bzw. in Intervalle um eine bessere Übersichtlichkeit zu schaffen. Dies kann zum Beispiel in größeren Unternehmen bei den gezahlten Gehältern der Fall sein. Auf diese Weise funktioniert auch ein Notenschlüssel, welcher angibt für welche Punktebereiche man welche Note erhält. Die Klasseneinteilung gibt auch immer die Grenzen des Intervalls vor, wie zum Beispiel: Klasse 3 = [20.000; 30.000); Bei dieser Form des rechts offenen Intervalls gehört 20.000 noch zur Klasse 3, aber 30.000 schon zur nächsten Klasse.

Zur besseren Veranschaulichung der Daten wird meist ein Histogramm erstellt.

Hier ein Beispiel für eine Klassierung:

Ein 10 Mitarbeiter umfassendes Unternehmen zahlt folgende Jahresgehälter aus: 9.000 €, 18.000 €, 21.000 €, 23.000 €, 34.000 €, 36.000 €, 37.000 €, 38.000 €, 40.000 € und 41.000 €. Diese Gehälter sollen zur besseren Übersicht wie folgt in 5 Klassen eingeteilt werden.

  • Klasse 1: [0; 10.000) = 1 Mitarbeiter
  • Klasse 2: [10.000; 20.000) = 1 Mitarbeiter
  • Klasse 3: [20.000; 30.000) = 2 Mitarbeiter
  • Klasse 4: [30.000; 40.000) = 4 Mitarbeiter
  • Klasse 5: [40.000; 50.000] = 2 Mitarbeiter

Diese Einteilung bringt zahlreiche Kennzahlen einer Klassierung hervor. Zum einen die Klassenhäufigkeit oder Klassenbesetzung. Diese zeigt an, wie groß die Anzahl in der jeweiligen Klasse ist. Dann auch die Klassenbreite, diese gibt die Länge der Intervalle an. Als letzte Kennzahl gibt es noch die Klassenmitte welche sich aus dem Mittelwert der Anfangs- und Endsumme einer Klasse errechnet.

Vor- und Nachteile einer Klassierung

Ein großer Vorteil einer Klassierung ist die sehr gute Übersichtlichkeit. Die Nachteile liegen aber in der etwas geringeren Informationsqualität der Daten. Durch die Klassierung lassen sich keine exakten Durchschnittswerte mehr berechnen. Sollte man allerdings nur eine Klassierung zur Berechnung von Durchschnittswerten zur Verfügung haben, dann sollten zur Berechnung die Klassenmitten herangezogen werden.

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