Kochkakao & Backkakao – wo ist der Unterschied?

Kochkakao & Backkakao - wo ist der Unterschied

Was ist Kochkakao und wofür wird er verwendet?

Aus Kochkakao lässt sich zusammen mit Milch ein trinkfertiger Kakao beziehungsweise ein Milchmischgetränk zubereiten. Entweder wird die Mischung im kalten Zustand getrunken oder zuvor aufgekocht. Daraus ergibt sich der Name ‘Kochkakao’. Im Kochkakao sind bereits Zuckeranteile enthalten, die während der Verarbeitung hinzugefügt werden. Zudem findet der Kakao seinen Weg nicht nur in Getränke, sondern auch in Nachspeisen. Schokoladenpudding oder -quark wird oftmals mit Kochkakao versetzt. Die Kakaosorte gelangt in zumeist pulverisierter Form in den Verkauf.

Was ist Backkakao und wofür wird er verwendet?

Mit Backkakao werden Gebäckstücke sowohl farblich aufgewertet als auch aromatisiert. Ein klassisches Beispiel ist der Marmorkuchen. Für ihn wird der ebenfalls pulverartige Backkakao gebraucht, um eine Teighälfte braun einzufärben. Darüber hinaus lässt sich der rohe Teig für Kekse mit diesem Kakao aufbereiten.

Worin besteht der Unterschied zwischen Koch- und Backkakao?

Koch- und Backkakao haben gemeinsam, dass sie ausschließlich als Zutat für süße Getränke und Speisen eine Rolle spielen. Beide Sorten werden aus der Kakaobohne gewonnen und zu Pulver verarbeitet. Dennoch bestehen Unterschiede. Zunächst unterscheiden sich die beiden Varianten des Kakaos in ihren Verwendungszweck. Zumeist bildet Kochkakao die Grundlage für Getränke, wohingegen Backkakao in Kuchenteig verarbeitet wird.

Darüber hinaus sind ihre geschmacklichen Merkmale verschieden. Im Gegensatz zum Backkakao schmeckt Kochkakao wesentlich süßer. Somit entfällt die Hinzugabe von Zucker. Backkakao weist eine geschmacksintensive, mitunter bittere Komponente auf, sodass er nachgesüßt werden muss/kann. Seine Farbe ist tiefbraun, Kochkakao wirkt im Vergleich heller.

In der Regel wird Backrezepten zusätzliches Süßungsmittel beigefügt. Deshalb ist der etwas herbe Backkakao üblicherweise als Zutat angegeben. Würde stattdessen Kochkakao genommen werden, könnte das Gebäck am Ende zu süß werden. Backkakao lässt Süßspeisen nach Schokolade schmecken. Kochkakao ersetzt teilweise den Zucker.

Backkakao fühlt sich leicht ölig an, Kochkakao hingegen trockener. Dies ist auf die Weiterverarbeitung zurückzuführen. Dem Backkakao wird dabei eine geringere Menge seines Öls entzogen. Aus diesem Grund bleibt er relativ fetthaltig. Bei Kochkakao liegt der Ölanteil deutlich niedriger, da er üblicherweise in Milch eingerührt wird. Mit zu viel Öl im Kakaopulver könnte das Heißgetränk Geschmackseinbußen erleiden, denn die Milch ist bereits fetthaltig. Dies ist gerade bei Vollmilch der Fall. Deshalb wird der Kochkakao im Vorfeld stärker entölt.

Hinweis: Die Verwendungsbereiche von Back- und Kochkakao sind nicht festgelegt. Aus Backkakao kann ein heißer Trinkkakao angesetzt werden, aufgrund seines herben Geschmacks wird er anschließend mit Zucker versetzt oder nach Belieben ohne süßende Zusätze getrunken. Kochkakao kann durchaus anstelle von Backkakao als Zutat für Torten, Kuchen, Plätzchen etc. benutzt. Vor allem dann, wenn der Teig besonders süß schmecken soll. Aus diesem Grund gilt es letztlich als variabler Richtwert, ob ein Rezept mit Koch- oder Backkakao anzufertigen ist.

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