Konsolidierungskreis in BWL leicht erklärt + Beispiel

Als Konsolidierungskreis wird der Kreis der Unternehmen bezeichnet, die in den Konzernabschluss einzubeziehen sind (§ 294 HGB). Dazu gehören das Mutterunternehmen und alle einbeziehbaren Tochterunternehmen.

Per Quotenkonsolidierung müssen auch Gemeinschaftsunternehmen einbezogen werden. Mittels der Equity-Methode werden assoziierte Unternehmen einbezogen.

Welche Methode angewandt werden muss und wie die jeweiligen Unternehmen in den Konzern einbezogen werden, wird durch den Grad der Einflussnahme der Muttergesellschaft bestimmt.

Die Tochterunternehmen, bei denen die Muttergesellschaft beherrschenden Einfluss hat, werden per Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Bei Gemeinschaftsunternehmen (joint ventures), die durch zwei oder mehrere Unternehmen gemeinschaftlich geführt werden, besteht Wahlrecht zwischen Quotenkonsolidierung oder Equity-Methode.

ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN

(auf die durch Mutter- oder Tochtergesellschaft maßgeblich Einfluss genommen wird, durch einen Stimmrechtsanteil von mindestens 20 %) werden per Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Beteiligungen werden lediglich in der Konzernbilanz bilanziert. Es liegt keine echte Konsolidierung vor. Beteiligungen werden nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen.

BEISPIELE FÜR DIE EINBEZIEHUNG IN DEN KONSOLIDIERUNGSKREIS

VOLLKONSOLIDIERUNG:

Das Mutterunternehmen „Beispiel AG“ hält 65 % der Anteile am Tochterunternehmen „Muster GmbH

QUOTENKONSOLIDIERUNG:

Mutterunternehmen „Beispiel AG“ und Tochterunternehmen „Muster GmbH“ führen mit jeweils 50 % das Unternehmen „Tat GmbH“. Dieses Gemeinschaftsunternehmen wird bei den Jahresabschlüssen der führenden Gesellschaften ausgewiesen und im Konzernabschluss. Hier wäre auch die Equity-Methode möglich gewesen.

EQUITY-METHODE:

Das : Mutterunternehmen „Beispiel AG“ hält 22 % der Anteile an Tochterunternehmen“ Beispiel 2 GmbH“. Somit wird vom Mutterunternehmen ein maßgeblicher (über 20 % Stimmrecht), aber kein beherrschender Einfluss vermutet. Die Beispiel 2 GmbH gilt somit als assoziiertes Unternehmen, das per Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wird.

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