Korkenzieherweide schneiden – Anleitung & Tipps

Korkenzieherweide schneiden - Anleitung & Tipps

Ob im Kübel oder als dekorativer Blickfang im Garten – die Korkenzieherweide ist zu jeder Jahreszeit ein dekorativer Anblick. Mit ihren auffällig gedrehten Zweigen und Blättern wirkt ihre Silhouette geradezu bizarr. Die Blüten der Weide zeigen sich von März bis April und ähneln den Weidenkätzchen. Während junge Treibe am Anfang rötlich schimmern, färben sich die grünen Blätter in Herbst in ein leuchtendes Gelb. Korkenzieherweiden wachsen rasant von bis zu 1 Meter im Jahr und sind somit bestens geeignet Lücken im Garten auszufüllen.

Warum die Korkenzieherweide einen regelmäßigen Rückschnitt benötigt

Die Korkenzieherweide ist ein heimischer Zierstrauch und stammt von der Trauerweide ab. Diese wiederum kommt aus Ostasien und hat in hiesigen Parkanlagen und Gärten eine Heimat gefunden.

Wenn der Salix matsudana „Tortuosa“ mit seinem Standort zufrieden ist, braucht er kaum Zuwendung. Höchstens in heißen langen Sommermonaten muss sie gewässert werden. Nur das schnelle Wachstum und seine üppige Krone gilt es in Zaum zu halten, damit er nicht alle Dimensionen sprengt. Werden die Zweige regelmäßig geschnitten, fördert das ein gesundes Wachstum und einen regen Austrieb. Die Pflanze ist dankbar für jedes Auslichten und radikalen Rückschnitt und verträgt das im allgemeinen gut. Bevor Sie zur Astschere greifen, sind ein paar Regeln zu beachten.

Der beste Zeitpunkt zum Zurückschneiden

Die beste Zeit zum Schneiden ist der Frühling, der Spätherbst oder die Winterzeit. Wichtig ist nur, dass die Sonne nicht zu warm ist. Sonst kann sich h die Korkenzieherweide verbrennen.

Wer sich für den Frühling entscheidet, kann sich die formschönen Zweige als schöne Osterdekoration in eine Vase stellen. Auch ausgeblasene Eier oder Deko Eier machen sich gut an den gezwirbelten Zweigen. Ebenso setzen die Zweige dekorative Akzente in einem Blumenstrauß.

Im Herbst sollte der Zierbaum nur geschnitten werden, wenn er kein Laub mehr trägt. Ist die Weide laubfrei, lässt sich ihre Form viel besser erkennen. Natürlich geben ihre gedrillten Zweige auch eine hübsche Dekoration wie beispielsweise in Herbstkränzen oder Gestecken.

Wird hingegen der Rückschnitt erst an kalten Wintertagen vorgenommen, muss es ein frostfreier Tag sein. Sonst besteht die Gefahr, dass der außergewöhnliche Baum erfriert. Aber dafür bietet die Pflanze im Winter einen attraktiven Anblick.

Zuerst wird ausgelichtet

Korkenzieherweiden können bis zu 10 Meter und noch mehr in die Höhe wachsen. Schon allein das ist ein Grund mit einer Astschere auf die Leiter zu steigen. Ein zweiter Grund ist, wird das Gewächs nicht regelmäßig zurückgeschnitten, verliert sie ihre groteske Form und wächst, wohin sie will.

Bevor man die Weide auf die passende Größe stutzt, muss ausgelichtet werden. Man beginnt direkt in der Krone und arbeitet sich nach unten. So kann das Sonnenlicht tief in das Holz eindringen. Das ist wichtig, damit die Weide wieder neu ausschlagen kann.

So wird ausgelichtet

Es ist ausschließlich sauberes und scharfes Werkzeug zu verwenden. Ansonsten kommen Risse und Quetschungen an den Zweigen vor, die Baumkrankheiten durch Keime Tür und Tor öffnen. Damit die Korkenzieherweide formschön bleibt, sind alle abgestorbenen Triebe nah am Boden zu entfernen. Ferner sind alle kranken und kümmerlichen oder die über Kreuz wachsenden Äste abzuschneiden. Falls das Gewächs schon seit 5 Jahren im Garten steht, sind 3 bis 4 ältere Zweige komplett abzuschneiden. Dies wirkt wie eine ständige Verjüngungskur. Ist das Auslichten des Baumes abgeschlossen, wird mit dem eigentlich Rückschnitt begonnen.

Die Schnittführung muss stimmen

Bei der Schnittführung zeigt sich die Korkenzieherweide äußerst anspruchslos und genügsam. Selbst unerfahrenen Hobbygärtnern das Ziergehölz nicht gleich richtig schneiden, wachsen diese
ruck zuck wieder heraus. Dennoch sollte einiges beherzigt werden, um das markante Ziergewächs zu schneiden.

Der richtige Rückschnitt

Beim eigentlichen Rückschnitt geht es darum, der Korkenzieherweide die ästhetische Form zu erhalten. Für den Formschnitt werden alle Zweige auf die gewünschte Länge zurückgestutzt. Dabei wird die Astschere in kurzen Abständen angesetzt. Solange mindestens ein Blattknoten übrig bleibt, wird die Pflanze neu austreiben. Auf diese Weise kann man die Korkenzieherweide um rund ein Drittel ihres Umfangs kürzen. Während des Schneidens sollte man zwischendurch ein paar Schritte zurücktreten, um die gewollte Form im Auge zu behalten.

Anschließend braucht die Korkenzieherweide auf der Wurzelscheibe nur ein wenig Rindenmulch mit Kompost gemischt. Dadurch bekommt sie alle Nähstoffe die sie braucht, um im nächsten Jahr wieder gesund und dicht zu gedeihen.

Für Korkenzieherweiden im Kübel gelten dieselben Bedingungen. Allerdings sollte man die nach dem Schnitt umtopfen. Keine Sorge, auch die Wurzeln lassen sich problemlos radikal kürzen.

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