Kostenvergleichsrechnung in BWL leicht erklärt + Beispiel

Eine Kostenvergleichsrechnung ist nun eine statische Investitionsrechnung, welche sich ausschließlich auf die Kosten von alternativen Investitionen bezieht. Ein Beispiel: Ein Kostenvergleich zwischen einem Diesel-PKW und einem Benzin-PKW.

Am Ende ist die Investition am vorteilhaften mit dem die geringsten Kosten entstehen.

Eine Kostenvergleichsrechnung kann nun:

  1. periodenbezogen sein
  2. stückbezogen sein

Die Arten von einer Kostenvergleichsrechnung

Man unterscheidet nun 2 Arten von einer Kostenvergleichsrechnung:

Die Periodenberggenen Kostenvergleichsrechnungen

Eine periodenbezogene Kostenvergleichsrechnung vergleicht nun die Kosten von mehreren Investitionsalternativen auf einer Basis von den durchschnittlichen Kosten von einem Jahr.

Die Stückbezogene Kostenvergleichsrechnungen

Eine Stückbezogene Kostenvergleichsrechnung vergleicht nun die Kosten von mehreren Investitionsalternativen auf einer Basis von den durchschnittlichen Kosten je Stück, also pro Leistungseinheit.
Diese wird also dann angewendet, wenn sich nun eine Kapazität der Investitionsalternative unterscheidet.

Ein Hinweis

Sofern sich eine Kapazität nicht gänzlich unterscheidet, führen nun periodenbezogene, sowie stückbezogene Kostenvergleichsrechnungen zu demselben Ergebnis.

Ein Beispiel für periodenbezogene Kostenvergleichsrechnungen

Eine Firm beabsichtigt nun, sich einen Kopierer anzuschaffen. Nun liegen jeweils zwei Alternativen mit folgenden Daten vor:

– Kopierer 1 Anschaffungskosten 10.000 € und Betriebskosten pro Jahr 2.500 €
- Kopierer 2 Anschaffungskosten 12.000 € und Betriebskosten pro Jahr 2.000 €

Eine Nutzungsdauer beträgt also für die beiden Kopierer insgesamt 5 Jahre, ein Abschreibungsverlauf sei dabei linear. Für eine Finanzierung vom Gerät soll nun ein Bankdarlehen zu jeweils 6 Prozent pro Jahr aufgenommen werden, eine Tilgung soll dabei entsprechend ihrer Nutzungsdauer ebenfalls über die 5 Jahre in einem gleichen Tilgungssatz erfolgen.
Eine periodenbezogene Kostenvergleichsrechnung stellt nun sich wie folgt dar:

Die Periodenbezogene Kostenvergleichsrechnung

– Kopierer 1 hat eine Abschreibung von 2.000 €, bei den Kapitalkosten 300 €, Betriebskosten 2.500 €, ergibt eine Summe von 4.800 €
- Kopierer 2 hat eine Abschreibung von 2.400 €, bei den Kapitalkosten 360 €, Betriebskosten 2.000 €, ergibt eine Summe von 4.760 €

Eine Erläuterung von den Zahlen an dem Beispiel von dem Kopierer 1:
Die Formel: Abschreibung mit dem oder ohne dem Restwert
eine jährliche Abschreibung berechnet sich 10.000 €/5 Jahre = 2.000 € im Jahr

Eine Abschreibung mit dem Restbuchwert

Würde nun für den Kopierer nach einem Ablauf von den 5 Jahren noch ein Restbuchwert in einer Höhe von rund 1.000 € erwartet werden, dann beträgt die Abschreibung im Jahr nur:
Die Abschreibung, also (10.000 € – 1.000 €) / 5 Jahre, das ergibt rund 1.800 €.

Eine Formel für Kapitalkosten oder Zinsen

Durchschnittliche jährliche Kapitalkosten berechnen sich nun mit (10.000 € / 2) × 6 Prozent das sind gleich 300 €. Ein Zinssatz wird nun mithilfe von einer durchschnittlichen Kapitalbindung errechnet, da ein Kredit über eine Laufzeit gleichmäßig getilgt werden muss.

Eine Berechnung einer durchschnittlichen Kapitalbindung in einer Höhe von rund 5.000 € also (10.000 € / 2), damit liegt somit die Annahme zugrunde, dass dieses Darlehen über eine Laufzeit von einem Investitionsprojekt Gleichmaßen getilgt wird.

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Eine Erläuterung:
Ein Darlehen beträgt zu einem Jahresanfang rund 10.000 € und wird dann gleichmäßig bis zu seinem Jahresende in einer Höhe von rund 2.000 € auf 8.000 € getilgt.
Ein durchschnittlicher Darlehensbetrag ist im ersten Jahr somit 9.000 €, dafür sind die 540 € Zinsen also (9.000 € × 6 Prozent) auszuzahlen.
Addiert man nun die berechneten Zinsen für die jeweiligen 5 Jahre zusammen, ergeben sich dann Summen in einer Höhe von rund 1.500 €, im Durchschnitt heißt dies jährlich 300 €.

Die durchschnittlichen Kapitalbindungen mit seinem Restbuchwert

Würde man nun für diesen Kopierer nach dem Ablauf von 5 Jahre noch den Restbuchwert in einer Höhe von rund 1.000 € erwarten, so erhöht sich eine durchschnittliche Kapitalbindung:

Die durchschnittliche Kapitalbindung ist nun gleich (10.000 € + 1.000 €) / also 2 = 5.500 €.

Diesem liegt nun eine Annahme zugrunde, dass dieser Kredit über die 5 Jahre nicht bis auf die Summer 0 € getilgt werden, sondern lediglich nur bis auf rund 1.000 € und diese restlichen 1.000 € dann erst durch einen Verkaufserlös vom gebrauchten Kopierer getilgt werden. Also ist die jährliche Tilgungsrate geringer und damit auch die durchschnittliche Kapitalbindung höher.

Ein Ergebnis einer periodenbezogenen Kostenvergleichsrechnung
der zweite Kopierer ist nach seiner Kostenvergleichsrechnung eine vorteilhaftere Alternative, da dieser durchschnittliche jährliche Kosten unter denen vom ersten Kopierer liegen.

Eine Anmerkung

Ob man nun jetzt den Berechnungsaufwand im diesem Falle von dem Kopierer betreibt, sei jetzt nun dahingestellt. Nun stelle man sich aber hier die Entscheidung über den 1.000 € Kopierer, für nun alle Niederlassungen von der Firma.

Ein Beispiel für stückbezogene Kostenvergleichsrechnungen

Dieses Beispiel sei nun dahingehend abgewandelt, so dass diese Kapazitäten von den beiden Kopierern unterschiedlich sind.
Während nun der erste Kopierer 100.000 Kopien pro Jahr bewältigt, kann der zweite Kopierer nur 80.000 Kopien pro Jahr schaffen.
So eine stückbezogene Kostenvergleichsrechnung zeigt sich nun wie folgt dar:

Die Stückbezogenen Kostenvergleichsrechnungen

Kopierer 1, Abschreibung 2.000€, Kapitalkosten 300 €, Betriebskosten 2.500 €, ergibt sich eine gesamte Summe von 4.800 €, daraus folgern sich Stückkosten von 0,048 €
Kopierer 2, Abschreibung 2.400€, Kapitalkosten 360 €, Betriebskosten 2.000 €, ergibt sich eine gesamte Summe von 4.760 €, daraus folgern sich Stückkosten von 0,06 €

Diese Stückkosten ergeben sich nun durch, dass diese Summen von den jährlichen Kosten durch die Produktionsmenge, entscheidend sind hier die Anzahl von den Kopien welche geteilt worden. Am diesem Beispiel vom ersten Kopierer : 4.800 € / 100.000 Stück = 0,048 €/Stück.

Das Ergebnis von den stückbezogenen Kostenvergleichsrechnungen

Der erste Kopierer ist nun nach der stückbezogenen Kostenvergleichsrechnung eine durchaus vorteilhaftere Alternative, da die durchschnittlichen Stückkosten nun geringer sind, als die vom zweiten Kopierers.

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