Kreditabsicherung in VWL leicht erklärt + Beispiel

Eine Kreditabsicherung soll den Kreditgeber im Fall einer Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers schützen. Die Kreditabsicherung greift dann ein, wenn der Kreditnehmer sein Kredit nicht mehr ab bezahlen kann oder es einfach nicht mehr tut. Die Gründe dafür liegen oft in der Zahlungsunfähigkeit, beispielsweise aufgrund von Arbeitslosigkeit, aber auch aufgrund eines Ablebens des Kreditnehmers.

Aufgabe der Kreditabsicherung

Eine Kreditabsicherung besteht nicht bei jedem Kredit. Normalerweise enthalten nur Kredite mit einer sehr langen Laufzeit, über zehn Jahre, eine Kreditabsicherung. Zudem liegen diese Kredite meist im fünf- bis siebenstelligen Bereich. Eine Kredit-Absicherung darf jedoch nicht mit einer Kreditsicherheit verwechselt werden, da die Kredit-Absicherung nur einen Teil der Sicherheit darstellt.

Außer dem Kreditnehmer selbst, wenn dieser den Kredit nicht mehr zahlen kann, werden auch die Hinterbliebenen bei einem Tod durch die Kreditabsicherung abgesichert.

Wann greift die Kreditabsicherung?

Eine Kreditabsicherung wird von dem Kreditnehmer sowie von der Bank abgeschlossen. Die Gründe dafür können verschiedener Natur sein. Häufig wird die Absicherung im Falle eines Todes des Kreditnehmers oder wenn diese arbeitslos beziehungsweise berufsunfähig wird, abgeschlossen. In all diesen Fällen ist es nämlich nicht mehr möglich, dass der Kredit zurückgezahlt werden kann. Damit sowohl der Kreditnehmer finanziell nicht in einen Ruin Gerät und auch seine Hinterbliebenen nicht dafür haften müssen, gibt es dann die Kreditabsicherung. Die Versicherung zahlt dann auch die restliche Kreditsumme komplett ab. Wichtig dabei ist nur, dass der Vorfall, der dann zur Absicherung führt nachgewiesen werden kann.

Die Kreditabsicherung greift jedoch nicht dann ein, wenn sich der Kreditnehmer aus eigener Schuld überschuldet hat. Auch bei der Arbeitslosigkeit darf der Grund nicht beim Kreditnehmer selbst liegen. Nur wenn gekündigt wurde, oder er aufgrund von Krankheit nicht mehr weiter arbeiten kann, zahlt die Kreditabsicherung.

Die Formen der Kreditabsicherung

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um sich bei einem Kredit abzusichern. Generell haben sich jedoch zwei Möglichkeiten in der Praxis am wirkungsvollsten herauskristallisiert:

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Die Restschuldversicherung
Die Rechtschutzversicherung greift dann ein, wenn der Kreditnehmer in finanzielle Schwierigkeiten gerät, oder stirbt. Die Versicherung erlischt gleichzeitig mit der letzten Zahlung des Darlehens. Die Summe der Versicherung besteht dann in gleicher Höhe wie die Restschuld die dann noch besteht, sofern der Versicherungsfall eintritt.

Risikolebens- oder Kapitallebensversicherung
Eine andere Möglichkeit zur Absicherung, ist die Abschließung einer Risikolebensversicherung oder einer Kapitallebensversicherung. Diese Versicherungen sind nicht direkt an das Darlehen geknüpft, und können somit auch benutzt werden, wenn das Darlehen bereits bezahlt worden ist. Der Nachteil dieser Versicherung ist jedoch, dass sie eine nur im Todesfall schützen. Bei der Risiko Lebensversicherung handelt es sich nur um eine Kreditabsicherung. Dies bedeutet dass hier nur für die Kosten des Kredits aufkommen wird. Bei der Kapital Lebensversicherung, wird auch das restliche Vermögen versichert.

Die Versicherung kostet teilweise viel Geld, so dass vor dem Abschluss genau überlegen muss, ob diese sinnvoll und nötig sind. Vor allem bei der Rechtschutzversicherung, ist der Nutzen weiß nicht so groß, jedoch sind die Kosten entsprechend hoch.

Kreditabsicherung – Zusammenfassung

  • Die Kreditabsicherung kümmert sich um die Rückzahlung eines Darlehens, wenn dafür der Versicherungsnehmer unverschuldet nicht mehr in der Lage ist.
  • Der Versicherungsfall tritt bei Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfähigkeit und den Tod an.
  • Es gibt zur Absicherung sowohl eine Restschuldversicherung als auch eine Lebensversicherung.

Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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