Laptop Akku kalibrieren – Anleitung & Tipps

Laptop Akku kalibrieren

Der Akku eines Laptops ist für den mobilen Einsatz unverzichtbar. Damit das Gerät aber lange verfügbar ist, benötigt der Akku eine dementsprechende Laufzeit. Durch eine Kalibrierung gelingt es jedem Besitzer, die Laufzeit seines Laptopakkus in nur wenigen Schritten wesentlich zu verlängern. Die nachfolgende Anleitung mitsamt Tipps verrät, wie jeder User den Akku eines Laptops richtig kalibriert.

Verschiedene Möglichkeiten für ein Ergebnis

Bei der Kalibrierung eines Laptops existieren mehrere Möglichkeiten, um zum selben Ergebnis zu kommen. Zunächst steht die klassische Variante einer Kalibrierung bereit. Hierzu wird der Akku des Laptops komplett geladen, nur um anschließend wieder komplett entladen zu werden. Ebenfalls besteht die Variante, die Kalibrierung mittels Software durchzuführen. Die Hersteller des Laptops bzw. Akkus vertreiben die entsprechende Software per CD oder liefern sie auf einer Festplatte mit. OEM-Geräte weisen die benötigten Programme sogar häufig bereits vorinstalliert auf. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass sich auch im BIOS eine passende Funktion befindet. Je nach Gerät kann die Funktion unter einem anderen Namen aufscheinen. Laien sollten allerdings von Änderungen im BIOS absehen, da diese das Betriebssystem beeinflussen können.

Den Akku schrittweise kalibrieren

Jeder Hersteller eines Laptops empfiehlt eine andere Methode, um den Akku zu kalibrieren. Acer und HP beispielsweise raten zur nachfolgenden Variante, mit welcher der Akku schrittweise kalibriert wird. Die Anleitung funktioniert zugleich ebenso gut für Geräte anderer Hersteller.

Zunächst muss der User den Akku des Laptops vollständig aufladen werden. Am besten wird das Gerät hierfür eingeschalten. Während des Aufladens lässt sich das Gerät ganz normal benutzen. Sobald der Akku auf 100 Prozent aufgeladen wurde, muss der Computer ausgeschalten oder neu gestartet werden. Die Anzeige am unteren Bildschirmrand verrät, wie weit der Akku bereits geladen ist. Danach muss der Laptop wieder gestartet werden. Beim Start muss immer wieder hintereinander die Taste [F8] gedrückt werden. War dies erfolgreich, zeigt sich ein schwarz-weißes Menü.

In diesem Menü muss der „Abgesicherte Modus“ oder der „Systemstart im abgesicherten Modus“ ausgewählt werden. Anschließend wird der Laptop von der Stromversorgung getrennt. Das Gerät läuft nun dank Akku. Sobald der Akku vollständig leer ist, schaltet sich das Gerät von selbst ab. Je nach Akku kann es mehrere Stunden dauern, bis der Akku komplett leer ist. Durch diesen Vorgang wird der Akku letztendlich kalibriert, wodurch er wieder den korrekten Ladestand zuverlässig anzeigt. Schafft es der User nicht, den abgesicherten Modus zu aktivieren, findet er online dazu entsprechende Anleitungen hierzu.

War die Kalibrierung erfolgreich, kann der Laptop wieder an den Strom angeschlossen werden. Der Akku lädt sich nun erneut auf. Der abgesicherte Modus wird zudem nicht mehr benötigt, wodurch er im normalen Modus hochgefahren wird. Ob der Akku nun den korrekten Ladestand anzeigt, wird wiederum an der Leiste am linken Bildschirmrand vermerkt.

Tipps zur Kalibrierung

Die Kalibrierung ist nicht von Anfang an notwendig. Wird der Laptop aber viel vor allem mit Stromzufuhr verwendet, lädt sich der Akku unregelmäßig auf. Um die Lebenszeit des Akkus von Beginn an zu verlängern, sollte er nie komplett geleert werden. Bei ständiger Überladung sowie bei einer extremen Tiefenentladung bei unter 10 Prozent kann der Alterungsprozess des Akkus wesentlich verstärkt werden. Aus diesem Grund sollte der Akku rechtzeitig aufgeladen werden. Mit dieser Methode lässt sich eine Kalibrierung hinauszögern bzw. vermeiden.

Die Kalibrierung rettet letztendlich den Akku, sodass er sich länger benutzen lässt. Wird der Laptop ausschließlich mit Akku eingesetzt, benötigt er keine dauerhafte Stromzufuhr. Arbeitet der User aber am Stromnetz, erhält der Laptop zugleich ausreichend Strom vom Akku und vom Netzteil. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, den Akku aus dem Gerät zu nehmen. Die eingebaute Elektronik verhindert zwar, dass sich der Akku überlädt. Das ständige Aufladen durch die Stromanbindung jedoch sorgt dafür, dass der Akku nicht mehr feststellen kann, wann er jetzt letztendlich geladen ist. Der Akku darf zugleich nur im ausgeschalteten Zustand entfernt werden, da sonst ein Systemabsturz und als Folge eine Beschädigung der Hardware eintreten könnte.

Ergänzend lässt sich der Akku bereits beim Kauf trainieren. Durch das Training behält der Akku seine volle Kapazität. Direkt nach dem Kauf muss der Akku lediglich zwei- bis dreimal komplett entladen werden. Danach wird er wieder vollständig aufgeladen. Dieser Vorgang trägt im Fachjargon den Begriff Zykeln. Damit der Vorgang erfolgreich ist, wird der Laptop ohne Netzteil benutzt, wodurch er sich nach einer gewissen Zeit wieder ausschaltet. Die Wiederaufladung erfolgt wiederum in aller Ruhe, sodass er am besten gar nicht in Gebrauch ist. Folglich funktioniert das Training ähnlich wie die Kalibrierung mit der Ausnahme, dass das Gerät nicht verwendet werden sollte.

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