Laufwerk komprimieren, um Speicherplatz zu sparen?

Laufwerk komprimieren, um Speicherplatz zu sparen

Auch ohne zusätzliche Software ist das Betriebssystem Windows 10 ein ordentliches Programm, das jede Menge Speicherplatz auf der Festplatte schluckt: Nicht weniger als 9 GB, in der Regel aber inklusive Upgrades bis zu 20 GB groß, werden auf einer Festplatte allein durch das Betriebssystem blockiert.

Allerdings gibt es hier die Möglichkeit, das Laufwerk zu komprimieren, um Speicherplatz zu sparen. Hierbei werden nur die erforderlichen Teile des Betriebssystems tatsächlich in den Speicher geladen. Der Rest wird von einem systeminternen Programm, genannt CompactOS, zu einem kleinen Datenpaket zusammengepackt. Dieses nimmt deutlich weniger Platz auf der Festplatte in Anspruch.

Doch wie viel lässt sich durch eine Komprimierung wirklich einsparen?

Handelt es sich um ein System mit 32 Bit, können bis zu 1,5 GB gespart werden. Bei der 64-Bit-Variante sind es sogar bis zu 2,7 GB. Damit die Dateien, wenn nötig, schnell bereitgestellt werden können, braucht der PC zwar eine hohe Menge an Leistung, allerdings haben moderne Computer in der Regel keine Schwierigkeiten mit der Komprimierung. Sollten während des Vorgangs hintergründig Probleme mit der Performance des Computers auftreten, kann die Funktion natürlich auch einfach abgeschaltet werden.

Der erste Schritt: Prüfen, ob die Komprimierung schon aktiv ist

Ehe man damit beginnt, seinen PC für eine Komprimierung vorzubereiten, sollte zunächst geprüft werden, ob diese unter Umständen schon in Benutzung ist. Die Prüfung ist ganz einfach: Man klickt auf das Windows-Zeichen unten links und wählt im Menü die Eingabeaufforderung als Administrator an.

Jetzt muss nur noch die Sicherheitsmeldung, welche sofort aufleuchtet, bestätigt werden. In das nun erscheinende Textfeld wir dder Befehl “compact /g” eingegeben und mit Enter bestätigt. Jetzt kann man genau einsehen, ob und wie viele Systemdateien auf dem PC schon komprimiert worden sind.

Wenn nun die Dateien komprimiert werden sollen, reicht es, in das Textfeld den Befehl “compact /CompaxtOS:always” einzugeben. Nach einer kurzen Wartezeit erscheint dann ein Info-Fenster, das aufzeigt, wie viel Speicherplatz durch den Prozess eingespart wurde.

Lässt sich eine Komprimierung auch rückgängig machen?

Falls die Komprimierung des Betriebssystems den PC deutlich langsamer machen sollte, kann dies daran liegen, dass der PC erst einmal die erforderlichen Dateien aus einem Archiv laden muss, ehe er sie nutzen kann. Abhängig von der Leistung des Prozessors und des Arbeitsspeichers kann die Performance des PCs durchaus langsamer werden.

Sollte man damit nicht zurechtkommen, kann die Komprimierung auch ganz abgeschaltet oder sogar rückgängig gemacht werden. Dafür wird im Textfeld bei der Eingabeaufforderung der Befehl “compact /CompactOS:never” eingegeben – nun sollte sich die Performance wieder deutlich bessern.

Lohnt sich die Komprimierung des Laufwerks zum Einsparen von Speicherplatz wirklich?

Grundsätzlich ist es bei großen Festplatten mit einer Kapazität von bis zu 1 Terrabyte nicht unbedingt nötig, das Laufwerk zu komprimieren. Allerdings kann es natürlich trotzdem vorkommen, dass der Speicherplatz einmal knapp wird und man kurzfristig mehr benötigt. Hier kann die Komprimierung durchaus eine sinnvolle Lösung darstellen, um keine Dateien löschen zu müssen.

Wie sich prüfen lässt, ob die Komprimierung erfolgreich war

Um zu erfahren, wie viel Speicherplatz durch die Komprimierung des Laufwerks freigegeben werden konnte, sollte man im Vorfeld notieren, wie viel Speicherplatz vor dem Vorgang von den Dateien eingenommen wurde. Trotzdem lässt sich eine Analyse auch am PC anstellen: Hierfür öffnet man zunächst den Dateimanager bei gedrückter Umschalttaste mit der rechten Maustaste auf das jeweilige Laufwerk.

Nun muss die Eingabeaufforderung geöffnet und ein Befehl in das schwarze Befehlsfenster eingegeben werden: “compact” – und Enter. Jetzt wird eine Übersicht angezeigt, in der sämtliche Dateien inklusive aller Komprimierungsergebnisse angezeigt werden.

Wird hier ein Wert von 1,0 angezeigt, bedeutet dies, dass die Datei nicht verkleinert worden ist – bei einem höheren Wert fand die Komprimierung allerdings statt. Trotzdem sollte beachtet werden, dass nicht alle Dateien dafür geeignet sind. So lässt sich eine große TXT-Datei mit reinen Textzeilen beispielsweise sehr gut verkleinern, andere Dateien oder leere Dateiordner dagegen überhaupt nicht.

Die Alternative zur Komprimierung: Dateien als .zip verpacken

Dateien, die in das Format .zip gepackt, bzw. gezippt werden, werden zu einem kompakten Datenpäckchen geschnürt, bei dem keine Informationen verloren gehen. Diese sind aber deutlich kleiner als einzelne Dateien und können so beispielsweise auch gut verschickt oder auf externen Datenträgern gespeichert werden. Um einzelne Dateien öffnen zu können, muss der Ordner allerdings zunächst mit einer entsprechenden Software wie WinZip oder WinRar wieder entpackt werden.

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