LiFo Methode in BWL leicht erklärt + Beispiel

Diese Methode ermöglicht die enorme Vereinfachung der Bewertungen und das Verbrauchsverfolgeverfahren. Dabei gilt stets die Annahme: „last in, first out“. Das bedeutet, dass man davon ausgeht, die zuletzt angeschafften Gegenstände zuerst zu verkaufen. Eine steuerliche Zulässigkeit ist außerdem statthaft. Die LiFo Methode ist auch unter der Bezeichnung des LiFo Prinzips bekannt.

Ein Beispiel zur LiFo-Methode

In den Monaten Januar und September wurde von einem Baumarkt jeweils ein Hammer gekauft. Die Einkaufsbeträge sind 10 Euro im Monat Januar und der Hammer kostets im September 12 Euro. Zum letzten Tag des Jahres ist noch ein Hammer auf dem Lager. Das bedeutet gleichzeitig, dass innerhalb des Geschäftsjahres ein Hammer verkauft worden ist.

Daraus ergibt sich die Problematik, dass zu klären ist, welcher Hammer in die Bilanz eingesetzt wird. Laut der Einzelbewertung können sämtliche Vermögensgegenstände, in diesem Fall der Hammer, durch die einfache Produktidentifikationsnummer unterschieden werden. So ist sich der Unternehmer sicher, welcher Artikel sich noch im Lager befindet und welcher Hammer bereits verkauft worden ist. Dennoch ist diese Methode sehr aufwendig, kostet viel Zeit und erfordert mehr Personal. Auch kann eine derartige Zuordnung nicht in jedem Fall garantiert werden.

Das LiFo-Verfahren

Das Unternehmen kann die besagte LiFo Methode anwenden und dabei von der Bewertungsvereinfachung profitieren. Daraus resultiert folgendes neues Bild. Der Hammer, welcher zuletzt gekauft worden ist, ging zuerst über den Ladentisch. Im Lager befindet sich laut dieses Modells also noch der Hammer für die investierten zehn Euro vom Monat Januar. Somit kommt es zu einer Vorrats-Bewertung von zehn Euro.

Es handelt sich um ein Umlaufvermögen der Vorräte. deshalb muss unbedingt auf das strenge Niederstwertprinzip geachtet werden. Steigende Einkaufspreise führen zu einer sinkenden Vorratsbewertung. Das zieht eine Durchschnittsbewertung nach sich oder es kommt zur FiFo Methode. Dabei käme es zu einer Bewertung von zwölf Euro, weil das Prinzip: „first in, first out“ greift.

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Die Durchschnittsbewertung gibt einen Bilanzansatz von elf Euro an. Dies geschieht daher, weil der eine Hammer die zehn Euro beträgt und der andere Hammer die zwölf Euro. Beide Werte werden addiert und anschließend durch die zwei Stück geteilt, was ein Ergebnis von elf Euro bedeutet.

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Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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