Mahatma Gandhi leicht erklärt – Wer ist das?

Einer der heutzutage wohl bekanntesten Personen, welche sich für den Weltfrieden und Gerechtigkeit eingesetzt haben, ist Mahatma Gandhi.. Doch wer war er und was macht ihn so besonders?

Wer war Mahatma Gandhi?

Er ist einer der größten Vorbilder der Menschheitsgeschichte. Denn mit seinen gewaltlosen Widerstand wurde er zum Idol vieler. Auch spätere Bürgerrechtsbewegungen, wie bei Martin Luther King in den USA, nahmen sich ein Beispiel an Mahatma Gandhi.
Er setzte sich vor allem für die Unabhängigkeit Indiens ein, welches bis 1947 unter einer britischen Kolonialherrschaft geleitet wurde. Sein Wille ohne Gewalt gegen die britschen Soldatenvorzugehen, obwohl diese oftmals gewalttätig wurden, war einer der Gründe, warum viele Inder ihn verehrten und Gandhi den Ehrentitel „Mahatma“ gaben, was so viel wie „große Seele“ bedeutet.

Sein Leben

Gandhi wurde am 2. Oktober 1869 in der indischen Stadt Porbandar geboren. Diese würde heut zutage im indischen Bundesstaat Gujara liegen. Er wurde als sechstes Kind einer wohlhabenden, angesehenen und sehr gläubigen Familie geboren. Er wurde, so wie es damals in Indien üblich war im Alter von 13 Jahren bei einer geplanten Hochzeit verheiratet.

1888, als er 18 Jahre alt war brach Gandhi auf einem Schiff nach London in England auf, um dort zu studieren. In der Zeit, in welcher er Rechtswissenschaften studierte, hatte er vor allem an Anfang Schwierigkeiten sich in der westlichen Welt einzuleben. In dieser Zeit setzte er sich näher mit dem Hinduismus, dem Islam und dem Christentum aus einender. Er begann religiöse Texte zu lesen und fühlte sich immer verbundener mit dem Hinduismus. Andere Religionen erkannte er trotzdem an.

1893 nahm Gandhi einen Anwaltsposten in Südafrika bei einer indischen Firma an. Als er dort ankam, wurde er wegen seiner Herkunft uns seiner Hautfarbe diskriminiert. Damals war es Farbigen nicht erlaubt im Zug in der ersten Klasse zu fahren. Diese war hauptsächlich für reisende Europäer bestimmt.

Gandhi kaufte sich aus Gewohnheit trotzdem ein Ticket für die erste Klasse und wurde während der Zugfahrt gebeten sich umzusetzen und sich in den Gepäckwaagen zu begeben. Als er sich jedoch weigerte, dies zu tun wurde er gewaltsam aus dem Zug entfernt.
1914 kehrte Gandhi endgültig wieder nach Indien zurück. Einige Jahre später als er am 6. April 1919 sich erstmals für die Unabhängigkeit seines Heimatlandes Indien einsetzte, wurde er von dem Volk bejubelt als wäre er ein Heiliger.

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Die Spinnrad-Kampagne

Während der Zeit, in welcher er für die indische Freiheit gegenüber Briten einsetzte, startete er auch einige Kampagnen. Eine seiner wohl bekanntesten ist die Spinnrad-Kampagne. Gandhi fordert hierbei Leute auf, sich vor allem nicht von der britischen Textileinfuhr abhängig zu machen. Stattdessen sollten sie sich die alte Heimspinnerei wieder anwerben und sich damit unabhängig machen. Er reiste durch das Land und brachte Leuten das Spinnen bei. Außerdem sammelte er Spenden, um Spinnräder für Bauern kaufen zu können. Gandhi selbst trug ab diesen Zeitpunkt nur noch Kleidung, welche er selber gesponnen hatte, und verbrachte sehr viel Zeit am Spinnrad. Das Spinnrad wurde schnell ein Symbol des indischen Widerstands und ist auch noch heutzutage auf der indischen Flagge zu finden.

Der „Salzmarsch“

Eine weitere Aktion, durch welche Gandhi noch berühmter wurde, ist der Salzmarsch. Die Briten belegten das Salz mit viel zu hohen Steuern und machten es für die indischen Bürger illegal selber Salz zu gewinnen oder zu verkaufen. Dieses Recht hatten nur die Briten selbst.

Gandhis Bitte an den englischen Vizekönig, die überhöhten Steuern zu senken brachte nichts. Daraufhin machte er sich am 12. März 1930 auf den Weg zu dem 400 Kilometer entfernten Meer. Hunderttausende Menschen schlossen sich ihm an. Dort angekommen ließen sie das salzige Meerwasser in ihren Händen verdunsten, bis nur noch Salz in ihren Händen übrig war. Kurz darauf kam es zu einer Massenverhaftung.

Sein Tod

1947 wurde Indien endlich unabhängig und Mahatma Gandhi hatte sein Ziel erreicht. Das Land verfiel jedoch kurz darauf in den Krieg, da es zwei unterschiedliche Religionen gab. Gandhi begann einen letzten Hungerstreik. Da jedoch weder die Hindus, noch die Muslime für seinen Tod verantwortlich sein wollten, kam es zum Waffenstillstand.
Nur ein Jahr nach der indischen Unabhängigkeit wurde Mahatma Gandhi von einem seiner Gegner in seinem Garten in Neu-Delhi ermordet.

Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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