Markenpiraterie in VWL leicht erklärt + Beispiel

Bei der Markenpiraterie geht es darum, dass das Markenrecht verletzt wird. Dies kann sowohl bei der Produktion als auch im Handel und im Vertrieb geschehen.

Grob zusammen gefasst bedeutet die Markenpiraterie, dass eine dritte Person, ohne das Recht des Erfinders oder Herstellers dieselben Produkte herstellt und diesen einen anderen Namen gibt beziehungsweise die Produkte unter einem anderen Label herstellt. In Den meisten Fällen sind diese neuen Produkte billiger als die des Originalherstellers. Dies kann zu einem großen finanziellen Schaden führen.

Die Markenpiraterie ist in den folgenden Bereichen am meisten vertreten:

  • Kleidung und Accessoires
  • Uhren
  • Elektronikartikel

Merkmale der Markenpiraterie

Der Erfolg der Markenpiraterie zeigt sich besonders bei Markenprodukten. Vielen Käufern von Produkten geht es weniger um die wirkliche Qualität der Produkte sondern vielmehr um das Symbol auf die Produkten. Dies kann auf bei Markenkleidung gesehen werden. Hier ist es für die Menschen wichtig, dass andere sehen, dass sich bestimmte Klamotten leisten können nicht ob diese wirklich Qualitätsstandard entsprechen.

Diesem Grund ist nicht ungewöhnlich, dass viele Menschen oft Opfer gefälschte Markenprodukte werden. Sie erkennen die Qualität beziehungsweise wie viele Qualität meistens nicht und achte nur auf das Label. Es geht dabei sowohl Kunden die sich absichtlich gefälschte Ware kaufen, da diese billiger sind aber oft auch unbeabsichtigt. Auch Geschäfte können rein theoretisch Opfer sollte ich mit hatte werden und diese erwerben und an ihre Kunden weiterverkaufen. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist jedoch gering, da die Produkte meistens vom Hersteller selbst oder Groß-Fachhandel erworben werden.

So wird gegen die Markenpiraterie vorgegangen

In Deutschland ist dieses Fälschen von geschützten Marken verboten. Im Urheberrechtsgesetz und in Markengesetz finden sich dazu alle Bestimmungen. Es kann eine Geldstrafe folgen oder es handelt sich um eine Freiheitsstrafe von 3-5 Jahren. Die Voraussetzung hierfür ist jedoch dass die Imitate auch verkauft und nicht nur für den privaten Gebrauch erstellt werden. Ist auch der Kauf von gefälschter Ware nicht strafbar.

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Welche Strafe verhängt wird, hängt auch von dem Produkt selbst ab. Auch das Patentgesetz und das Designgesetz enthalten weitere Informationen über die Markenpiraterie. Für die Unternehmen selbst geht es Recht zur Unterlassungserklärung.

Problematisch ist es für die Unternehmen dann, wenn die Hersteller der Imitate ihren Sitz im Ausland haben. In manchen Ländern, wie beispielsweise China, ist die Markenpiraterie nämlich erlaubt. Rechtlich gesehen lohnt sich der Kampf somit nicht, da die Erfolgschancen zu gering sind. Lediglich der Zoll kann bereits bei der Einfuhr der Imitate reagieren.

Unternehmen schützen sich selbst zusätzlich mit bestimmten Sicherheitsmerkmal, mit welchen die Echtheit erkennbar ist. Dies geschieht beispielsweise durch Hologramme oder spezielle Etiketten. Dennoch gibt es immer mehr Menschen die zu Imitaten greifen, da diese schlicht billiger sind.

Markenpiraterie – Zusammenfassung

  • Beschreibt die Fälschung von Markenprodukten.
  • Imitate haben Erfolg, dass sie billiger als die Originale sind.
  • Es findet oft ein bewusster Kauf gefälschter Ware statt.
  • Das imitieren von Produkten ist eine Straftat.
  • Bei der Herstellung im Ausland ist die Bekämpfung schwieriger.

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