Massengut in VWL leicht erklärt + Beispiel

Das Massengut definiert ein Produkt, das in sehr großem Maße produziert, transportiert und gelagert wird. Anders als ein individualisiertes oder personalisiertes Produkt, gibt es beim Massengut wenig Variation, da das Hauptaugenmerk auf der Absatzmenge und nicht der Preis pro Produkt im Vordergrund steht.
Während der industriellen Revolution standen die Massengüter im Vordergrund und spielten eine wichtige Rolle.
Mittlerweile hat sich die Bedeutung dieser Güter eingependelt.

Kurz und knapp: Massengüter zeichnen sich durch eine sehr große Produktionszahl gleichartiger Waren aus. Massengüter sind meistens ohne Besonderheiten oder Varianten.

Primärindustrie und Sekundärindustrie – Output

Um sich ein Bild von Massengütern machen zu können, stellt man sich am besten einen langen Güterzug vor. Tausend Tonnen des selben Guts werden hergestellt und von verschiedenen Branchen weiterverarbeitet. Auch in der Nahrungsindustrie gibt es diese Massengüter, beispielsweise in Form von Getreide oder Weizen.

Die Vorteile des Massenguts

Das Hauptmerkmal des Massenguts ist die Verwertbarkeit und der Grundnutzen. Meistens sind sie Vorprodukte die weiterverarbeitet werden. Das Image oder ein Zusatznutzen ist meist nicht angestrebt. Daher die geringe Möglichkeit zur Individualisierung.
Die Qualität der Massengüter untersteht strengen Regelungen, da dies für die Weiterverarbeitung von großer Wichtigkeit ist.

Kleiner Wertschöpfungsbeitrag und geringe Umsatzrendite

Individuell hergestellte Produkte oder angebotene Dienstleistungen erreichen einen weit höheren Preis als Massengüter. Da Massengüter Grundgüter sind, wird ihr Preis oft runter gefeilscht oder sie werden in Sonderaktionen zu niedrigem Preis erworben.
Die Umsatzrenditen betragen bei den meisten Unternehmen nur wenige Prozent, bleiben aber in der Regel im einstelligen Bereich.

Massengüter – Zusammenfassung – Definition und Erklärung

  • Massengüter sind Produktionsergebnisse von der Primärindustrie und Sekundärindustrie.
  • Es gibt wenig Spielraum für Individualisierung.
  • Hauptaugenmerk wird auf die Produktionszahl gelegt.
  • Die Bereitschaft einen hohen Preis für das Produkt zu zahlen sinkt durch fehlende Individualität des Produkts.

Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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