Meldebestand berechnen – Anleitung, Beispiel & Tipps

Meldebestand berechnen - Anleitung, Beispiel

Das Lager eines Unternehmens übernimmt eine wichtige Funktion. Es stellt im Idealfall jederzeit für den Verkauf oder die Herstellung benötigte Waren bereit. Das bedeutet, die Waren sind in ausreichender Anzahl vorhanden, um Engpässe zu vermeiden. Letztere führen in der Regel zur Unzufriedenheit der Kunden und schaden dem Unternehmen.

Lagerkennzahlen wie Meldebestand, Mindestbestand und Höchstbestand sorgen dafür, dass Waren rechtzeitig nachbestellt werden und ständig in ausreichender Menge verfügbar sind. Des Weiteren verhindern sie zu hohe Lagerkosten, indem sie ein Überschreiten des Höchstbestandes anzeigen. Kosten der Lagerhaltung lassen sich in vielen Betrieben nicht vermeiden und stehen mit der Menge der gelagerten Waren in direkter Verbindung.

Lagerkennzahlen – Meldebestand, Mindestbestand, Höchstbestand

Beim Meldebestand handelt es sich wie beim Mindestbestand und Höchstbestand um eine Lagerkennzahl. Bei erreichtem Meldebestand muss das Unternehmen Ware nachbestellen, um ständig die benötigte Menge im Lager zu haben.

Der Mindestbestand ist im Idealfall ständig verfügbar im Lager, um Engpässe zu vermeiden. Er ergibt sich aus dem Tagesverbrauch multipliziert mit der Risikodauer. Nach Eingang der optimalen Bestellmenge liegt im Lager der Höchstbestand vor. Die Überschreitung des Höchstbestandes gilt es wegen der überhöhten Lagerkosten zu vermeiden.

Meldebestand – Berechnung

Berechnen lässt sich der Meldebestand mittels der Faktoren Beschaffungsdauer und Tagesverbrauch. Weiterhin fließt ein Risikofaktor in die Berechnung des Meldebestandes ein. Die Formel zur Berechnung lautet wie folgt: Beschaffungsdauer in Tagen plus Risikodauer in Tagen multipliziert mit dem Tagesverbrauch.

Beschaffungsdauer, Risikofaktor und Tagesverbrauch

Bei der Beschaffungsdauer handelt es sich um den kompletten Zeitraum, den das Unternehmen für die Wiederbeschaffung der Ware benötigt. Das bedeutet, angefangen von der Bestellung durch den Einkauf bis zur Ankunft der Ware im Warenlager.

Der Risikofaktor oder anders ausgedrückt die Risikodauer entspricht dem Zeitraum vom Auslösen der Bestellung bis zu dem Zeitpunkt, indem aufgrund des Tagesverbrauchs keine Ware mehr vorhanden wäre. Bei einem Mindestbestand von 200 Stück und einem täglichen Verbrauch von 20 Stück betrüge die Risikodauer zehn Tage.

Beim Tagesverbrauch handelt es sich um einen durchschnittlichen Wert, der sich aus dem Jahresverbrauch dividiert durch die Anzahl der Arbeitstage desselben Jahres berechnen lässt.

Meldebestand berechnen – Beispiel und Tipp

Ein Unternehmen verkauft LED-Leuchten. Die Beschaffungsdauer liegt bei fünf Tagen, angefangen von der Bestellung der Ware bis zu ihrem Eingang. Die Risikodauer beträgt sechs Tage. Der Tagesverbrauch beträgt 120 Stück: Jährlicher Verbrauch (30000 Stück) dividiert durch Arbeitstage im Jahr (250).

Der Meldebestand in unserem Beispiel ergibt sich aus folgender Berechnung:

Fünf Tage (Beschaffungsdauer) plus sechs Tage (Risikodauer) multipliziert mit 120 (Tagesverbrauch). Das Ergebnis lautet: Meldebestand gleich 1320 LED-Leuchten.

Sind 1320 LED-Leuchten im Lager vorhanden, ist es wichtig, den Einkauf zu informieren, um ständig die ausreichende Anzahl Leuchten im Lager zu gewähren. Die Einkaufsabteilung nimmt die Bestellung vor und nach fünf Tagen kommt die Ware im Lager an.

Eine effiziente Lagerhaltung ist wichtig für Unternehmen. Der Trick besteht darin, die Lagerhaltungskosten möglichst niedrig und die Waren gut verfügbar zu halten. Auf diese Weise lassen sich Kosten senken und Kunden rechtzeitig bedienen.

Ein Tipp zum richtigen Lagermanagement: Die richtige Verpackung der Waren ist in der Lage, viel Lagerplatz zu sparen.

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