Minecraft – ein Sandkasten für Erwachsene im Review


Mit ihrem Hammer-Titel Minecraft und dessen Tu-WasDu-Willst-Gameplay brach das unabhängige Entwicklerstudio Mojang alle Erwartungen. Bereits in der Beta verkaufte sich das Game über 4 Millionen Mal und weckte durch sein ungewöhnliches Spielkonzept ganz neue, unerwartete Seiten an seinen Spielern.

Es ist eine seltsame Welt, in der sich der Spieler beim ersten Start von Minecraft wiederfindet. Sie ist eckig, kantig und doch auf eine unverwechselbare Weise ästhetisch. Alles um den Spieler herum besteht aus rechteckigen Klötzen: Bäume, Berge und sogar Tiere sind aus groben Quadraten zusammengesetzt. Was auf den ersten Blick befremdlich wirkt, offenbart seinen tieferen Sinn im Spielprinzip.

Als Spieler hat man nämlich die Möglichkeit, jedes Klötzchen der Landschaft einzusammeln und an anderer Stelle neu zu platzieren. Für Dreck oder Holz werden dabei nur einfache Faustschläge benötigt, Stein oder festere Materialien benötigen Werkzeuge, die ebenfalls aus gesammelten Rohstoffen hergestellt werden können.

Das Spielprinzip von Minecraft

Das Spielprinzip ist denkbar einfach und schnell gelöst: Regelmäßig bricht die Nacht über die Spielwelt herein und entfesselt eine Schar tödlicher Monster, die dem Spieler ans virtuelle Leben wollen. Dieser sollte sich zur Abenddämmerung besser einen sicheren Unterschlupf gebaut haben, in dem er die Nacht ausharren kann.

Dämmert dann schließlich der rettende Morgen, offenbart Minecraft seine wahre Tiefe und weckt ein Verhalten im Spieler, dass dieser wahrscheinlich nicht einmal selbst von sich vermutet hätte.

Er betrachtet die kärglichen vier Wände, die ihm letzte Nacht als Schutz dienten, und denkt darüber nach, wie die Behausung wohl mit Fenstern aussehen würde. Also wird schnell ein wenig Sand gesammelt, zu Glas verarbeitet und das Haus damit verschönert. Fenster sind gut, doch wie wäre es mit einem zweiten Stockwerk? Warum nicht gleich ein größeres Haus? Eine Burg vielleicht? Eine Stadt oder die Minen von Moria?

 

Ehe man sich versieht, ist man angesteckt von der Suchtspirale, die Minecraft ausmacht. Immer höher, weiter, schöner. Es ist wie Lego für Erwachsene – alles ist möglich, ganz ohne Grenzen. Minecraft hat mit seinem ungewöhnlichen und freien Spielprinzip bereits an die 5 Millionen Spieler fesseln können – eine Verkaufszahl, von der selbst große Entwicklerstudios oft nur träumen können.

Und das, obwohl es erst im November vergangenen Jahres erschienen ist. Vorher verkauften die Jungs von Mojang Betazugänge, die bei Release automatisch und kostenfrei in das Vollpreisspiel umgewandelt wurden. Eine Strategie, die sich auszahlte, denn sie erlaubte es den Entwicklern, ungestört und finanziell unabhängig das Game zu vollenden und nach ihren Vorstellungen zu formen.

Internationales Interesse an Minecraft

Wie Minecraft-Erfinder Marcus „Notch“ Persson in einem Interview erklärte, sind bereits andere Größen der Spieleindustrie auf Minecraft aufmerksam geworden. Den kein geringerer als John Riccitiello, Präsident und CEO (Chief Executive Officer ) von Electronic Arts, hat sich die Ehre in Stockholm gegeben.

Das Ziel von Riccitiello war schnell klar: Er vertrat das Vorhaben, das 2009 von Perssons gegründete Unternehmen Mojang – und damit Minecraft – aufzukaufen. Doch Persson blieb hart seinen Fans treu.

Fazit

Minecraft ist jedem zu empfehlen, der einmal eine andere Art von Spiel ausprobieren möchte. Es gibt hier keine Ziel zu lösen außer denen, die man sich selbst gesteckt hat. Und die können gigantisch sein.

Hier geht es zur offiziellen Seite von Minecraft

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