Motivationsschreiben Aufbau für Master inkl. Beispiel / Muster

Der erste Eindruck ist meistens der wichtigste – außerdem kann man ihn nicht mehr rückgängig machen. In einem Motivationsschreiben geht es primär darum, einen tollen ersten Eindruck zu vermitteln. Im besten Fall sollte der Leser eine positive, überzeugende, aber dennoch nicht minder realistische Version deiner Stärken und Kompetenzen gewinnen und sich so darüber vergewissern können, dass du der ideale Kandidat für den gewünschten Studienplatz bist. Nicht bloß auf der Jobsuche ist ein Motivationsschreiben (hierbei in Form eines Bewerbungsschreibens) Pflicht, auch bei der Bewerbung zu dem Studium deiner Wahl ist dieses teilweise sogar obligatorisch notwendig.

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Das Motivationsschreiben – Aufbau und Inhalt

Nun gut, dass der wesentlichste Hauptinhalt des Motivationsschreibens die persönliche Note über dich und deine Talente ist, erscheint logisch. Doch wie ist ein solches Schreiben konkret aufgebaut? Wie bei jedem Schriftstück besteht die erste Zeile (Kopfzeile) vorrangig aus deinen Daten (Absender). Darunter sollte formgemäß der Zeilenblock für den Empfänger stehen (also die Universität/Hochschule). Nach der Adressatenzeile sollten Datum und Ort rechtsbündig zu sehen sein, eventuell kannst du dann (bevor du dein Schreiben mit der üblichen Grußformel „Sehr geehrte Damen und Herren!“ beginnst) auch noch eine Betreffzeile ergänzen.

Motivationsschreiben schreibenSo viel zu den formellen Eckdaten. Dein tatsächliches Schreiben besteht vom Aufbau her bestenfalls aus

  1. einer packenden Einleitung, die zum Weiterlesen einlädt,
  2. dem Hauptteil des Textes, der deutlich auf den Punkt bringen sollte, worum es in deinem Schreiben geht (weshalb du dich für diese Studienrichtung eignest, warum du eine Bereicherung für die Hochschule deiner Wahl darstellst, etc.) und
  3. einem Schluss – dieser dient vor allem der Zusammenfassung. Hierbei solltest du doch zumindest den förmlichen Rahmen für ein solches Schreiben beachten und deine Einleitung nicht ins Unermessliche ausdehnen: Ein Absatz genügt hier. Dein Hauptteil sollte auch kein elendslanger Roman werden.

Zu offensichtliche oder einfache Argumentationen werden schlichtweg überlesen – hier solltest du versuchen, möglichst präzise, kurz und knackig deine Wünsche und Argumente klar zu machen. Im Schlussteil kannst du deine Stärken nochmals zusammenfassen und prägnant in Erinnerung bleiben – allerdings solltest du dich keinesfalls zu sehr wiederholen und Dinge, die du im Hauptteil schon ausführlicher beschrieben hast, nicht nochmals erwähnen. Ist der Hauptteil schon lange genug, genügt auch eine höfliche Grußformel.

Tipps und Tricks für den Inhalt

Wie du dieses Motivationsschreiben inhaltlich ausgestaltest, steht dir und deiner Kreativität frei. Wichtig ist, dass du möglichst genau auf den Punkt kommst und nicht zu ausschweifend wirst, denn ein 5 Seiten langes Schreiben erscheint mitunter mühsam und der wesentliche Inhalt könnte dabei untergehen. Halte dich also an den formellen Rahmen und sei dir bewusst: Es ist kein Essay notwendig. Du würdest selbst bei einem endlosen Stapel von Motivationsschreiben froh sein, wenn die Bewerber sich kurz halten und aufs Wichtigste beschränken.

So ist es beim Einleitungssatz eine erfrischende Abwechslung, wenn auf allgegenwärtige Floskeln verzichtet wird und du schon in den ersten beiden Sätzen deutlich machst, warum du dich auf diese Hochschule und um den von dir angestrebten Studiengang bewirbst. Beeindrucke die Leser mit deinen Stärken und warte nicht bis zum Schlussteil, um diese anzudeuten.

Im Hauptteil baust du auf die Einleitung auf – hast du deine Stärken schon angedeutet, solltest du im Detail auf diese eingehen und bisherige Erfahrungen, berufliche Qualifikationen, Ausbildungen und generell Erfolge auflisten, die unterstreichen, dass du dich für das Master-Studium eignest. Hierbei ist dein Bachelor-Titel besonders wichtig, denn die Schwerpunkte zu deinem Bachelor-Zweig sollten natürlich zu dem gewünschten Master-Studium passen. Auch persönliche, charakterliche Eigenschaften, die deiner Meinung nach dafür sprechen, dass du den richtigen Studienzweig für dich gewählt hast, sollten im Hauptteil Platz finden und detailliert ausgeführt werden.

Zwar sollte kein Steckbrief aus deinem Schreiben werden, bei welchem du sämtliche Charakterzüge chronologisch aufzählst, aber in ein paar sinnvolle Sätze verpackt sollten deine Stärken schon zur Geltung kommen. Auch deine Vorstellungen für die Zukunft nach deinem Master-Studium solltest du deutlich machen. So sieht der Leser, dass du dich seriös mit dem Thema auseinandergesetzt hast und du eine ernsthafte berufliche Laufbahn nach dem Studium anstrebst.

Deine Hoffnungen und Vorstellungen für den Abschluss des Studiums und die Zeit danach könnten auch im Schlusswort Platz finden, wenn der Hauptteil schon zu ausführlich geworden ist. Im Schlussteil allerdings sollte nichts mehr wiederholt und vorgekaut werden: Hier ist es viel wichtiger, einfach positiv und sympathisch in Erinnerung zu bleiben. Eine höfliche Schlussformel wie: „Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung!“ oder „Ich danke vorab für Ihre Antwort und verbleibe mit freundlichen Grüßen!“ sollte unbedingt Platz finden.

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