Motoröl & Getriebeöl – was ist der Unterschied beim Auto & Motorrad?

Motoröl & Getriebeöl -

Motoröl und Getriebeöl werden in Autos und Motorrädern verwendet. Die beiden Flüssigkeiten erfüllen unterschiedliche Aufgaben und verfügen auch über verschiedene Eigenschaften.

Getriebeöl: Spezialöl für den Achsantrieb und das Getriebe

Getriebeöl kommt im Getriebe und im Bereich des Achsantriebs zum Einsatz. Es muss deutlich niedrigen Temperaturen standhalten als Motoröl, welches direkt in den Verbrennungsmotor gelangt. Zudem ist es dünnflüssiger und weist eine niedrige Viskosität als Motoröl auf. Getriebeöl verfügt nicht über dieselbe Schmierleistung wie Motoröl. Getriebeöl muss lediglich einmal eingefüllt werden und verbleibt dann meist über die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs im Auto.

Unter Umständen kann jedoch Getriebeöl verloren gehen, welches dann erneuert werden muss. Dies gilt nicht nur für Fahrzeuge, die über eine klassische Gangschaltung verfügen. Auch Autos mit Automatik verlieren mit der Zeit Getriebeöl und müssen für den Ölwechsel in die Fachwerkstatt gebracht werden.

Motoröl: Schmierwirkung im Verbrennungsmotor

Motoröl kommt direkt im Motor zur Verwendung. Es verfügt über die notwendigen Eigenschaften, um den hohen Temperaturen im Verbrennungsmotor standzuhalten und den Motor optimal zu schmieren. Das Öl muss regelmäßig ausgetauscht werden, da es mit der Zeit verschmutzt und an Schmierwirkung einbüßt. Anders als Getriebeöl wird das Öl in jeder Werkstatt ausgetauscht. Der Service ist bei der Wartung des Fahrzeugs oftmals inbegriffen.

Unterschiedliche Inhaltsstoffe

Getriebeöl und Motoröl erfüllen nicht nur unterschiedliche Aufgaben, sie enthalten auch unterschiedliche Stoffe. Während in Getriebeöl unter anderem Butanol, Adipate und Antirostschutzstoffe enthalten sind, enthält Motoröl hauptsächlich Öl sowie die notwendigen Schmierstoffe. Ebenso sind Stoffe enthalten, welche die Motorleistung unterstützen und Probleme bei hohen Temperaturen reduzieren. Dadurch ist Motoröl die notwendige Ergänzung für den Motor des Autos oder Motorrads.

Unterschiedliche Zusätze und Viskosität

Sowohl Getriebeöl als auch Motoröl enthält Zusätze, welche Motor und Hydraulik schützen. Je nach Fahrzeug und Motor werden unterschiedliche Öle benötigt, um die Motorleistung auszureizen und Schäden an der Hydraulik zu vermeiden.

Generell weisen Getriebeöle eine geringere Viskosität auf, während Motoröl eine hohe Wärmebeständigkeit bietet. Motoröl ist zudem deutlich robuster gegenüber den chemischen Verbindungen, die bei Verbrennungsprozessen im Motor entstehen.

Getriebeöl und Motoröl sind zwei unterschiedliche Flüssigkeiten, die im Fahrzeug ihre ganz eigenen Aufgaben erfüllen. Deshalb darf Motoröl nicht mit Getriebeöl ersetzt werden oder umgekehrt.

Identisch ist lediglich die Entsorgung von Motoröl und Getriebeöl. Beide Öle gelten als Sondermüll und müssen an den jeweiligen Stellen abgegeben werden. Kfz-Werkstätten entsorgen das alte Öl nach der Wartung selbstständig. Wird das Motor- oder Getriebeöl in der eigenen Garage abgepumpt, muss es in geeignete Behälter abgefüllt und fachgerecht entsorgt werden.

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