Musik legal downloaden – Online Anbieter im Vergleich

Legale Möglichkeiten, Musik aus Internet herunterzuladen

Um heutzutage Musik zu hören, greifen viele User auf illegale Downloads zurück. Dennoch existieren durchaus zahlreiche Wege, um legal auf Musik aus dem Internet zugreifen zu können. Legaler Musikdownload geschieht schnell und sicher, sodass binnen kürzester Zeit die angesagtesten, neuesten Songs auf dem Computer oder Smartphone gespeichert werden können, ohne Angst vor Viren oder Konsequenzen haben zu müssen. Zahlreiche kostenlose sowie kostenpflichtige Alternativen und Musikplattformen bieten hierbei genügend Auswahl. Dennoch muss gleichzeitig das Recht von geschützter Musik und die Rechte beim Musikkauf beachtet werden.

Musik via Musikplattformen beziehen

Eine der beliebtesten und weit verbreitetsten Möglichkeiten, Musik aus dem Internet zu beziehen, sind sogenannte Musikplattformen. Inzwischen existiert eine Vielzahl an verschiedenen Anbietern dieser Plattformen im Internet. Zudem kommen in regelmäßigen Abständen immer wieder neue Portale hinzu, sodass das Angebot laufend größer wird. Zusätzlich zu den Musikplattformen existieren verschiedene Möglichkeiten, um Spielfilme und Serien legal aus dem Internet zu beziehen. Viele Musikplattformen sind jedoch nicht kostenlos, sodass manche User nach gratis Alternativen suchen. Die Kosten für die verschiedenen Dienste können zudem stark unterschiedlich ausfallen. Außerdem müssen gewisse technische Voraussetzungen beachtet werden, um die Dienste in Anspruch zu nehmen. Des Weiteren besitzt jede Plattform bzw. kostenlose Alternative ihre eigenen Vor- und Nachteile, wodurch der User selbst entscheiden kann, welches Angebot das richtige für ihn ist.

Kostenpflichtige Musikplattformen

Während illegale Downloadseiten die Lieder kostenlos anbieten, muss bei der Benutzung einer kommerziellen Musikplattform ein Entgelt gezahlt werden. Inzwischen existiert eine Vielzahl an unterschiedlichen Plattform und Plattformen, welche diese Dienste anbieten. Die Musik kann hierbei online angehört und zudem legal heruntergeladen werden, wenn das Entgelt bezahlt wird. Kommerzielle bzw. kostenpflichtige Plattformen richten ihr Angebot sowie ihren Service unterschiedlich aus. Anbieter wie beispielsweise Media Markt, Saturn, MusicLoad oder Amazon.de bieten einzelne Lieder oder ganze Alben zu einem Festpreis an, welche der Kunde kaufen und downloaden bzw. anhören kann. Der Download geschieht entweder über die Medienbibliothek des jeweiligen Anbieters oder direkt im Browser, sodass die Songs auf der eigenen Festplatte gespeichert werden kann. Eine Übersicht zu den Preisen sowie dem restlichen Service ausgewählter Anbieter bietet die nachfolgende Tabelle.

Hinweise zu den Nutzungsrechten sowie notwendige Anleitungen führt nahezu immer die Website des jeweiligen Anbieters an. Auch vor bzw. nach dem Kauf können notwendige Hinweise gegeben werden, sodass die Handhabung von jedem Anbieter selbst bestimmt wird. Die Nutzungsrechte sowie die Anleitungen geben an, in welchem Umfang die erworbene Musik im privaten Bereich verwendet werden darf. Auch wird hier angegeben, ob die Musik auf CDs bzw. DVDs. Gebrannt oder auf dem eigenen MP3-Player oder Smartphone abgespielt werden darf. Im Gegensatz zu Anbietern, welche einen Flatrate-Tarif führen, kann bei vielen Anbietern kein Testaccount in Anspruch genommen werden, sodass keine Möglichkeit besteht, das Angebot vor dem Kauf der Lieder zu testen.

Neben dem Angebot, ganze Alben oder einzelne Songs via kommerzieller Musikplattformen downzuloaden, bieten einige Online-Shops wie Amazon kostenlose Songs und Alben an. Diese stehen jederzeit zum sofortigen Download bereit, wodurch sie immer angehört werden können. Andere Anbieter wie beispielsweise Napster oder Spotify führen in der Regel eine monatliche Flatrate. Wird die Gebühr entrichtet, steht dem Kunden das gesamte Angebot des jeweiligen Anbieters bereit, welches er im vollen Umfang verwendet kann. Das Angebot fällt meist vielfältig aus, sodass unter anderem aktuelle Chart-Songs, Klassiker, Songs aus Online-Radios sowie weitere Musikangebote bereitstehen. Der Kunde bestimmt selbst, welche Songs er hören möchten. Einen Überblick über verschiedene Anbieter sowie ihren Service bietet folgende Tabelle.

 

Die dauerhafte Flatrate garantiert zwar einen Zugriff auf ein breites Musikangebot, kostet jedoch ab dem Zeitpunkt der Registrierung monatlich Geld. Um das Angebot ausgiebig zu testen, sollte deshalb darauf geachtet werden, dass die Anmeldung für einen kostenlosen Testaccount gegeben ist. Diesen bieten zahlreiche, aber nicht alle Anbieter an. Durch den Testaccount kann das Angebot der Musikplattform ohne Kosten und Vertragsbindung ausprobiert werden. Gefällt die Auswahl an Musik und der Service, steht es jedem Kunden offen, sich zu entscheiden, ob er das Angebot weiterhin nutzen möchte oder das Abo beendet werden soll. Der Umfang des Testaccounts ist ebenfalls bei jedem Anbieter verschieden, sodass die feste Laufzeit oder das Volumen nicht überschritten werden darf. Wird die Flatrate nicht gekündigt oder die Nutzungsdauer überschritten, erfolgt in vielen Fällen meist eine automatische Vertragsverlängerung. Möchte das Angebot nicht mehr in Anspruch genommen werden, kann sich die automatische Vertragsverlängerung als sehr ärgerlich entpuppen. Sind deshalb festgelegte Fristen vorhanden, muss dem Anbieter immer rechtzeitig eine Nachricht gesendet werden, um sicherzustellen, dass nach Ablauf des Testzeitraums keine weiteren Kosten anfallen. Bei ungewollter Vertragsverlängerung kann der Fall eintreten, dass hohe Kosten sowie eine Mindestlaufzeit entstehen, welche manchmal sogar sofort bezahlt werden muss. Ebenfalls kann es passieren, dass die Flatrate erst nach einer eventuellen Kündigungsfrist abbestellt werden kann.

Zusammenfassend bezüglich kommerzieller Musikplattformen gilt es zu sagen, dass jeder User zunächst gut überlegen soll, in welchem Ausmaß er das Angebot nutzen möchte. Möchten in unregelmäßigen Abständen einzelne Lieder oder Alben gekauft werden, bietet sich der Onlinehändler an, da er deutlich preiswerter ist. Wird aber oft Musik gekauft bzw. heruntergeladen, ist eine Flatrate bei verschiedenen Musikplattformen billiger. Der Einzelkauf von Alben und Liedern birgt keine zusätzlichen Kosten oder bestehende Gebühren, welche bei einer Flatrate allerdings durchaus anfallen können. Dennoch sollte vor dem Kauf bzw. der Vertragsabwicklung immer versucht werden, ein Testangebot in Anspruch zu nehmen, um den Service ohne teure Gebühren testen zu können. Zusätzlich bietet der Testaccount den Vorteil, dass viel Geld gespart und dennoch das Angebot im großen Umfang ausgiebig getestet werden kann.

Kostenlose Alternativen zu kommerziellen Musikplattformen

Kostenpflichtige Plattformen sind nicht die einzige Möglichkeit, um legal Musik aus dem Internet zu beziehen. Die Anzahl an kostenlosen Plattformen und Portalen wächst stetig, welche die Möglichkeit bieten, Musik online zu hören oder sogar legal downzuloaden. Am bekanntesten und weit verbreitetsten sind hierbei Streaming-Dienste. Obwohl sie keine reinen Musikdienste sind, treten sie häufig als Werbeplattform in Erscheinung, durch welche Musik ebenfalls bezogen werden kann.

Streaming-Dienste sind aber nur bis zu einem gewissen Grad legal, da viele User des Öfteren urheberrechtlich geschützte Musik via der eingebauten Upload-Funktion raufladen. Da nicht alle Portalbetreiber direkte Kontrollen durchführen, kann es deshalb passieren, dass eigentlich urheberrechtlich geschütztes Material öffentlich zugänglich wird. Hierbei wird der Besitzer bzw. der Urheber nicht um das Recht gebeten, dass der Upload geschehen darf. Viele Plattformen wie etwa YouTube sperren in der Regel illegale Uploads, sobald ein derartiger Verstoß erkannt wird. Andere Plattformen wie etwa MyVideo hingegen erwerben das erforderliche Lizenzrecht für das upgeloadete Material, wodurch der User legal aktuelle Streams inklusive Musikvideos anschauen kann.

Um die Streaming-Dienste in Anspruch zu nehmen, muss der User nichts bezahlen. Hauptsächlich finanzieren die verschiedenen Portale ihre Dienste durch unterschiedliche Werbeeinnahmen. Die Werbeschaltungen erfolgen in den meisten Fällen vor dem Abspielen des eigentlichen Videos. Damit sichergegangen wird, dass die Werbung auch angesehen wird, kann das Video entweder erst nach Ablauf einiger Wartesekunden übersprungen werden. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, dass sich die Werbeschaltung gar nicht überspringen lässt. Die dauerhaften Werbeeinblendungen geschehen ungefragt. Dennoch akzeptieren sie viele User, da sie den kostenlosen Zugang ermöglichen. In der nachfolgenden Tabelle werden die gängigsten Streaming-Dienste aufgelistet.

 

Da Streaming-Portale meist lediglich Musikvideos, aber keine einzelnen Musikdateien führen, stellen sie nicht jeden User vollkommen zufrieden. Als Alternative zu Streaming-Portalen bieten sich deshalb immer spezifische Musikplattformen, welche ihre Dienste kostenlos zur Verfügung stellen. Ein kleiner Nachteil der kostenlosen Musikplattformen ist ihr etwas geringeres Angebot an möglichen Musiktiteln, da nicht immer die aktuellen Charts vorhanden sind. Dennoch versorgen die kostenlosen Musikplattformen die User mit zahlreichen Musiktiteln. Einige ausgewählte kostenlose Musikplattformen zeigt die folgende Tabelle auf.

 

Wie bereits erwähnt, führen die Plattformen häufig keine bekannten Künstler oder Charthits. Dennoch bieten sie eine Vielzahl an verschiedenen Musiktiteln aus unterschiedlichsten Genre an. Vor allem für Musikentdecker bietet sich die Verwendung der kostenlosen Musikplattform an, da hier nicht selten neue Künstler oder Lieder gefunden werden. Neben den Plattformen können auch die Websites der Künstler besucht werden. Die Websites führen nicht nur weitere Informationen oder die Möglichkeit, die Titel direkt zu kaufen, sondern des Öfteren ebenso Songs oder Hörproben. Diese können ohne Kosten bezogen werden. Gefällt das Lied, kann es im Nachhinein gekauft werden. Die Suche nach kostenlosen Alternativen lohnt sich somit deutlich, auch wenn sie manchmal zeitaufwendiger ist als der Kauf von Liedern oder die Benutzung einer Flatrate.

Musik über das Usenet beziehen

Die auf Musik spezialisierten Plattformen bieten stets eine große Auswahl an möglichen Musiktiteln an. Alternativ zu ihnen existiert das Usenet mitsamt einer riesigen Datenbank. Über das Usenet kann jeder User unterschiedliche Dateien wie etwa Musik kostenlos downloaden. Insgesamt verfügt das riesige Netzwerk über mehr als 25.000 Terabyte Daten einschließlich einer gigantischen Anzahl an möglichen Liedern.

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Durch seine enorme Datenanzahl ist das Usenet ein besonders hoch geschützter Ort. Der Datenschutz der Datenbank steht an erster Stelle, sodass die Daten bei der Übertragung stets verschlüsselt werden. Zugleich werden sämtliche Daten mit einer extrem hohen Downloadgeschwindigkeit gedownloadet, wobei die Geschwindigkeit der eigenen Internetverbindung letztendlich die Übertragungsschnelligkeit bestimmt. Jedoch ist das Usenet nicht vollkommen kostenlos. Möchte ein User das Angebot testen, kann ein Testaccount angelegt werden. Der Testaccount bietet Zugang zu sämtlichen Dateien, welche ebenso sofort gedownloadet werden können. Topusenet.de listet hierfür weitere nützliche Informationen sowie Tests und Preisvergleiche von verschiedensten Usenet-Anbietern auf.

Bei vielen Usenet-Anbietern muss der User sich nicht zwingend registrieren. Das Angebot kann kostenlos in Anspruch genommen werden, wobei hier wesentliche Einschränkungen auftreten können. Beispielsweise ist das Datenvolumen stark beschränkt, wodurch nur wenige Daten heruntergeladen werden dürfen. Zugleich benötigt die kostenlose Benutzung keine Kündigung. Eine Anmeldung mitsamt kostenpflichtiger Benutzung bietet hingegen mehrere hundert GB Datenvolumen und eine schnelle Downloadrate.

Die Rechte bei jedem Musikkauf

Der Kauf von Musik bedeutet zugleich, dass gewisse Rechte erworben werden. Doch die Rechte können sehr unterschiedlich ausfallen. Im Internet kursieren zahlreiche Mythen und Halbwissen, welche verschiedenen Aspekte beim Kauf von Musik auftreten und welche Rechte letztendlich der Kunde besitzt. Hierbei wissen viele Kunden letztendlich nicht, wer der Rechtsinhaber der geschützten Musik ist oder welche Rechte sie selbst besitzen.

Wer besitzt die Rechte an geschützter Musik?

Beim Kauf von Musik besteht oft Unklarheit, wer nun tatsächlich der Inhaber der Rechte am jeweiligen Musikstück ist. Die Produktion von Musik wird nur durch die Beteiligung von zahlreichen Personen ermöglicht. Nicht selten sorgen große Organisationen für die Veröffentlichung von Musiktiteln. Zudem kostet eine gesamte Musikproduktion sehr viel Geld, sodass die Produktion nur durch die Finanzierung der Organisationen möglich wird. Für die Produktion von Musik müssen unter anderem das Tonstudio, die Instrumente sowie die digitale Nachbearbeitung bezahlt werden. Ebenso entstehen Kosten für Fernseh- und Filmwerbung oder die Erstellung von Musikvideos. Die Kosten bezüglich Alben steigen zusätzlich noch einmal an durch die Vermarktung in verschiedenen Musikgeschäften und Elektronikfachhandel.

Um überhaupt ihre Musik produzieren und veröffentlichen zu können, sind viele Künstler deshalb auf die Finanzierung von großen Unternehmen angewiesen. Diese Unternehmen kümmern sich letztendlich um die Veröffentlichung der Werke. Eines der bekanntesten Unternehmen ist die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrecht, besser bekannt als GEMA. Die Gesellschaft ist vielen Usern vor allem durch ihren Zusammenhang mit YouTube bekannt. Die GEMA vertritt die Urheberrechte von mehr als 65.000 Mitgliedern auf der gesamten Welt und sorgt dafür, dass die Rechte der Künstler stets geschützt wird. Somit besitzen trotz Kauf oder Online-Vervielfältigung noch immer die Urheber bzw. Künstler die Rechte an den Liedern, sodass der Käufer nie eine Rechtsübertragung erhält.

Alternativen zu kommerzieller Musik

Der Großteil der Anbieter in der Musikbranche verbreitet ihre Werke auf kommerziellen Weg, sodass die Lieder nur gegen Entgelt verfügbar sind. Dennoch muss nicht immer ein großes Label die Lieder produzieren oder für ihre Werke Geld verlangen. Viele Künstler sind zugleich selbstständige Musiker, welche ihre eigenen Werke eigenhändig produzieren und verkaufen. Aufgrund dieser Tatsache können sie auch selbst bestimmen, welche Rechte letztendlich der Kunde erhält. Viele große Labels beschränken meist stark die kommerzielle Verwendung und den Schutz der künstlerischen Arbeit. Unabhängige Künstler dagegen dürfen selbst bestimmen, wie ihre Werke verwendet werden. Beispielsweise dürfen die Lieder somit für Remixe oder eine andere Weiterverarbeitung benutzt werden. Auch die Veröffentlichung bzw. Verbreitung auf Plattformen wie YouTube können sie zustimmen oder ablehnen. Dasselbe gilt für die freie Verbreitung der Werke.

Um dem Kunden diese Rechte einzuräumen, bieten sich verschiedene Lizenzen wie die Creative Commons Lizenz an. Nach dem deutschen Recht ist es keinem Urheber gestattet, sein Persönlichkeitsrecht zu vermeiden und somit auf die automatisch besonderen Schutzrechte zu verzichten. Dritten können diverse Rechte, wie etwa die Verbreitung, Wiederverwendung oder Abänderung, nur durch die verschiedenen Lizenzmodelle eingeräumt werden. Die Creative Commons Lizenz beispielsweise legt genau fest, wozu letztendlich das Werk benutzt werden darf oder nicht. Ob die Musik kostenlos ist oder nicht, darf der Künstler selbst festlegen, sodass sie nicht immer automatisch kostenlos ist.

Weshalb viele unabhängige Musiker ihre Werke freistellen, ist von Person zu Person unterschiedlich. Zum Beispiel kann durch die freie Verbreitung eine höhere Popularität erzielt werden. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, dass die Musik lediglich als Freizeitbeschäftigung produziert wurde und somit jedem Hörer zur Verfügung gestellt werden soll. Die genauen Rechte für den User werden in den Bestimmungen auf der Website bzw. beim Künstler angeführt. Neben einem Kauf der Musik können manche Künstler nach freiwilligen Spenden fragen, damit ihre Werke unterstützt werden können. Freie Musik besitzt allerdings immer noch geltende Regeln und Bestimmungen, sodass bei einem Regelverstoß Konsequenzen auftreten können.

Die Rechte des Kunden

Zusätzlich zu den allgemeinen Urheberrechten sollte jeder Kunde die ihm eingestandenen Rechte kennen. Dies gilt ebenfalls für die Einschränkungen, welche der Erwerb der Musikstücke mit sich bringt. Die Rechte und Einschränkungen beginnen bereits bei der Wahl des Mediums. Der Kauf einer CD gesteht andere Rechte und Einschränkungen ein als der Online-Kauf. Generell darf der Anbieter entscheiden, welche Nutzungsrechte der Nutzer letztendlich erhält. Da beim Online-Kauf kein physischer Gegenstand involviert ist, sondern lediglich ein sogenanntes körperloses Produkt, entstehen besondere Regelungen.

Die genaue Erlaubnis wird im Regelfall in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen bzw. den AGB festgelegt. Der Kunde muss diese vor Kauf stets akzeptieren, um den Kauf abzuschließen. Fehlt die Akzeptierung, kann der Kauf nicht fortgesetzt werden. Der Großteil der AGBs ist äußerst lang und kompliziert verfasst, sodass nahezu kein Kunde sich diese genau durchliest und somit ebenfalls nicht weiß, welche speziellen Regelungen enthalten sind und bei der Akzeptierung geltend werden. Unwirksame bzw. überraschende Klauseln können zwar juristisch angefechtet werden. Jedoch dauert ein solches juristisches Verfahren sehr lang und mit hohen Kosten und großen Mühen verbunden. Um unnötige Überraschungen zu vermeiden, welche in den AGB angeführt werden, sollten die Regelungen deshalb stets beachtet werden. Auch das Urheberrecht stellt einen weiteren Aspekt, besonders beim Kauf von Musik-CDs.

Rechtlich erlaubt ist immer die Anfertigung von Privatkopien, insofern dies nicht ausdrücklich verboten wurde, sowie die Erlaubnis, die Werke im privaten Rahmen zu verteilen und vorzuführen. Der private Rahmen beschränkt sich hierbei immer auf Familienmitglieder und Freunde, sodass das Abspielen der geschützten Lieder auf privaten Feiern legal ist. Auch dürfen die Werke auf ein anderes Abspielmedium kopiert oder auf eine CD bzw. DVD gebrannt werden. Illegal und somit verboten ist das Abspielen der Werke im öffentlichen Raum. Dies gilt ebenso für eine öffentliche Verteilung der Lieder. Öffentliche Räume wie eine Videoplattform, beispielsweise YouTube, oder eine öffentlich zugängliche Disko dürfen nur Musik abspielen, deren Rechte sie erworben haben. Die illegale Vorführung von geschützter Musik gilt als Urheberrechtsverletzung, insofern der Urheber nicht der Nutzung zuvor zugestimmt hat. Ob die Kopien kommerziell genutzt werden sollen oder der Zugang kostenlos ist, ist hierbei völlig egal.

Werden die Werke via Download bezogen, muss der Kunde immer das Kleingedruckte beachten. In dieser Sektion regeln die Anbieter das Nutzungsrecht, welches im Urheberrecht festgelegt wird. Das Nutzungsrecht kann dabei teilweise oder sogar komplett eingeschränkt werden. Somit steht es jedem Anbieter frei, die Verwendung seiner Werke zu regeln und dadurch unter anderem Privatkopien zu verbieten. Zugleich ist die Regelung, welche den Weiterkauf von digital erworbenen Musikdateien bestimmt, nicht eindeutig ausgelegt. Einerseits wird ein Produkt mitsamt dem Recht auf einen Weiterverkauf erworben. Da jedoch kein wirklicher Gegenstand, sondern nur ein körperloses Produkt gekauft wird, kann auch nur das Lizenzrecht übertragen werden, welche die Nutzung des Musikstücks bestimmt. Wird das Werk weiterverkauft, entspricht dies einer unzulässigen Tat, da nur der Anbieter alleine das Recht besitzt, eine Übertragung der Lizenzrechte zu gestalten.

Da sich die Rechtsexperten bei digitaler Musik und ihren Lizenzbestimmungen nicht einig sind, entschied der Europäische Gerichtshof im Sommer 2012, dass digitale Software prinzipiell weiterverkauft werden kann. Dennoch existiert bis heute keine abschließende Antwort, welche sich mit dem Wiederverkauf von heruntergeladener Musik beschäftigt. Um sicherzugehen, dass der Wiederverkauf legal ist, sollte deshalb stets eine Nachfrage beim Kauf geschehen.

Tipps zum Download von Musik

Der Download von Musik im Internet ist für viele User leicht gestaltet. Dennoch sollten einige allgemeine Tipps eingehalten werden, damit keine überraschenden Kosten oder Folgen auftreten. Zunächst sollten bei einem Online-Kauf immer die Bestimmungen bezüglich Nutzungsrechte durchgelesen werden, da sich diese unterscheiden können. Der Käufer geht hierbei sicher, dass er bestimmte Rechte besitzt, welche mit der Verwendung der erworbenen Musikstücke einhergehen. Bei kostenlosen Downloadenseiten sollte zudem immer darauf geachtet werden, dass der Download tatsächlich legal geschieht. Viele Seiten vermerken eindeutig, ob sie die angebotenen Musikstücke legal oder illegal verbreiten oder beantworten allgemeine Fragen zur Legalität. Auch Erfahrungsberichte im Internet bezüglich des Anbieters können hier helfen, um illegale Downloads zu vermeiden.

Kostenpflichtige Anbieter sollten zudem immer über ein Testangebot ausprobiert werden, bevor ein Abo abgeschlossen wird. Hierbei muss der Testzeitraum unbedingt beachtet werden, da manche Anbieter eine kostenlose Nutzung binnen 14 Tage, andere wiederum sogar 30 Tage lang gestatten. Soll das Angebot nicht weiter benutzt werden, muss es rechtzeitig gekündigt werden, um unnötige Kosten zu vermeiden.

Kostenlose Angebote wie beispielsweise von Anbietern wie Amazon oder den Künstlern selbst ermöglichen den Download von legaler Musik ohne Kosten. Auf Streaming-Seiten sollte zudem die Bezahlung der Beiträge an die GEMA stattfinden. Obwohl das Streamen der illegalen Videos nicht strafbar ist, werden sie nach einiger Zeit gesperrt und stehen somit nicht ewig zur Verfügung. Zudem sollten keine Online-Dienste verwendet werden, welche ermöglichen, Videos oder Musik von den Streaming-Seiten downzuloaden, da dieses Angebot in der Regel illegal ist.

Fazit zum legalen Angebot an Musik im Internet

Das Internet bietet zahlreiche Möglichkeiten für Musikfans. Klassiker, Charts und alternative Musik werden auf zahlreichen Plattformen und Websites angeboten. Möchte das Angebot in Anspruch genommen werden, sollte jeder User zunächst überlegen, ob die Lieder nur angehört oder tatsächlich heruntergeladen werden sollen. Ebenfalls sollte klar sein, ob kostenlose Alternativen kostenpflichtigem Plattformen vorgezogen werden. Mit dem richtigen Angebot kann der persönliche Musikgeschmack leicht ausgelebt werden. Ein Testaccount bei Musikplattformen oder für das Usenet kann bei der Entscheidungsfindung eindeutig helfen.

Zugleich sollte kein User die Tatsache außer Acht lassen, dass der Erwerb von Musik aus dem Internet immer mit bestimmten Rechten verbunden ist. Nicht jedes Lied besitzt dieselben Benutzungs- und Verbreitungsrechte, sodass hier trotz legalem Erwerb eine illegale Tat stattfinden kann, falls die Lieder ohne Erlaubnis verbreitet oder abgespielt werden. Obwohl das Ansehen von illegal hochgeladenen Streams auf Streaming-Plattformen nicht verboten ist, darf kein Tool zum Download der Streams verwendet werden. Somit sind nur legale Streams und Musikwebseite bzw. -plattformen erlaubt, da die Benutzung keine Straftat darstellt.

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