Mutationsarten in Genetik Übersicht – Beispiele für Biologie

Mutationsarten in Genetik Übersicht - Beispiele für Biologie

Es gibt unterschiedliche Mutationsarten, die dir hier vorgestellt werden. Dabei wird hier auch auf die Besonderheiten und die daraus resultierenden Auswirkungen eingegangen.

Allgemeines zu Mutationen

Das Wort Mutationen leiten sich von dem lateinischen Verb mutare ab, was so viel wie “verwandeln” oder “ändern” bedeutet. Mit Mutationen sind spontane und dauerhafte Veränderungen der DNA gemeint. Durch diese Veränderungen können neue Merkmale entstehen und der entsprechende Organismus wird dann als “Mutant” bezeichnet. Zunächst mutiert nur eine Zelle, diese gibt die Veränderung aber dann an ihre Tochterzellen weiter. Es wird zwischen verschiedenen Mutationsarten unterschieden und auch aufgrund unterschiedlicher Kriterien:

Unterscheidung aufgrund der Vererbung

Keimbahn-Mutation:

Diese Art der Mutation ist besonders wichtig für die Evolution von Tieren und Pflanzen. Denn diese Form der Mutation betrifft auch die Keimzellen, wodurch die Veränderungen auch an Nachkommen weitervererbt werden können.

Somatische Mutation:

Bei dieser Form der Mutation sind die Keimzellen nicht verändert, wodurch die Mutation zwar an Tochterzellen weitergegeben werden kann, aber keine Vererbung möglich ist.

Ein Beispiel zum Unterschied:

Susan wird von radioaktiver Strahlung getroffen, wodurch sich ihre DNA verändert. Jetzt kann sie sich unsichtbar machen. Dann hat eine (somatische) Mutation ihrer Zellen stattgefunden und die Zellen in ihrem Körper werden die Mutation immer an ihre Tochterzellen weitergeben. Wenn aber auch Susans Kinder sich unsichtbar machen können, dann handelt es sich um eine Keimbahn-Mutation.

Unterscheidung aufgrund der Ursache

Spontanmutation:

Diese Mutation tritt quasi zufällig auf, da sie nicht durch äußere Einwirkung ausgelöst wird.

Induzierte Mutation:

Diese Form der Mutationen wird durch ein sogenanntes “Mutagen” ausgelöst. Dabei handelt es sich beispielsweise um bestimmte Stoffe oder Strahlen.

Ein Beispiel zum Unterschied:

Wenn Ben auf einmal zu einem großen Steinmonster wird, dann wäre das eine spontane Mutation. Wenn diese Mutation jedoch durch radioaktive Strahlung ausgelöst würde, dann wäre das eine durch die Strahlung induzierte Mutation.

Unterscheidung aufgrund der Reichweite

Gen-Mutation:

Hierbei handelt es sich um die häufigsten Mutationen, welche nur ein einzelnes Gen betreffen. Dabei wird nochmal zwischen verschiedenen Arten unterschieden:

  • Punktmutation (1 Basenpaar in der DNA wird ausgetauscht)
  • Insertion (1 Basenpaar wird in die DNA eingeschoben)
  • Deletion (1 Basenpaar geht in der DNA verloren)

Chromosomen-Mutation:

Anders als bei der oben genannten Mutation ist hier ein komplettes Chromosom betroffen. Auch hier werden wieder verschiedene Formen unterschieden:

  • Insertion (Teil der DNA wird an einer falschen Stelle eingefügt)
  • Deletion (Teil der DNA wird gelöscht)
  • Inversion (Teil der DNA wird umgekehrt)
  • Duplikation (Teil der DNA wird verdoppelt)
  • Translokation (zwei Teile der DNA werden vertauscht)

Genom-Mutation:

Hierbei handelt es sich um die weitreichendste Mutationsart, da sie das komplette Genom betrifft. So ändert sich bei dieser Mutation die Anzahl der vorhandenen Chromosomen. Hierbei werden wiederum verschiedene Formen unterschieden:

  • Polyploidien (vielfacher anstatt doppelter Chromosomensatz)
  • Aneuploidien (unterschiedliche Anzahl einzelner Chromosomen, manchmal mehr oder weniger als zweimal vorhanden)

Ein sehr bekanntes Beispiel ist die Trisomie 21, welche auch als Down-Syndrom bezeichnet wird. Hier findet sich das 21. Chromosom dreimal anstatt zweimal.

Mutation können sowohl positive, negative als auch überhaupt keine Folgen haben. So kann der Organismus beispielsweise durch eine Mutation von einer besseren Gehirnfunktion profitieren, aber auch Krankheiten ausgesetzt werden.

Besonders bekannte Beispiele für Mutationen sind beispielsweise die Manx-Katze, welche keinen Schwanz haben oder auch die Sphynx-Katze, welche kein Fell aufweisen. Beide Tierarten sind durch natürliche Mutationen entstanden und haben sich dann weitervererbt.

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