Neutrales Ergebnis in VWL leicht erklärt + Beispiel

Grundsätzlich wird zwischen neutralen Aufwendungen und neutralen Erträgen unterschieden, die beide nicht durch den eigentlichen betrieblichen Leistungsprozess erzielt werden. Das neutrale Ergebnis entspricht schließlich dem externen Betriebserfolg.

Beispiel

Ein Möbelhersteller legt einen Teil seiner liquiden Mittel in spekulative Wertpapiere an. Durch deren spätere Veräußerung erzielt er einen kleinen Gewinn. Außerdem spendet das Unternehmen kurz vor Weihnachten einige Tausend Euro an ein Kinderspital.

Sowohl die Erträge aus der Veräußerung von Wertpapieren als auch die Aufwendungen aufgrund der Spende zählen zum externen Betriebsergebnis. Sie dienen als neutrale Erträge und neutrale Aufwendungen nicht dem eigentlichen Unternehmenszweck. Die Produktionsaufwendungen zur Herstellung der Möbel stellen wiederum ein typisches Beispiel für einen Bestandteil des internen Betriebsergebnisses dar.

Buchhalterische Behandlung

Das neutrale Ergebnis wird gemäß § 275 HGB von der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit umfasst und ist daher nicht gesondert auszuweisen.

Kostenrechnerische Behandlung

Die separate Ausweisung des neutralen Ergebnisses erfolgt in erster Linie aus internen Zwecken. Schließlich ist dadurch eine bessere Beurteilung des betrieblichen Leistungsprozesses möglich. Im Betriebsabrechnungsbogen wird zur Gänze auf eine Berücksichtigung des neutralen Ergebnisses verzichtet.

Neutrales Ergebnis – Übersicht

  • Gegenüberstellung von neutralen Erträge und neutralen Aufwendungen
  • Dient nicht dem eigentlichen Unternehmenszweck
  • Separater Ausweis in der Kosten- und Leistungsrechnung

Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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