Nutzungsänderungsantrag beantragen – Anleitung & Tipps

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Jeder, der seine Räumlichkeiten oder sein Gebäude anders nutzen möchte als ursprünglich geplant, wird sich mit einem Nutzungsänderungsantrag auseinandersetzen müssen. Der Antrag muss von der Bauamtsbehörde genehmigt werden. Damit die bewohnbaren Siedlungen in den Dörfern und den Städten und die Entwicklungsstruktur besser geplant werden können sowie die Landschaftsplanung optimal erfolgen kann, wurde in Deutschland das sogenannte Baugesetzbuch erschaffen.

Dies bedeutet, wenn jemand den Nutzen eines Raums oder eines Gebäudes ändern möchte, muss dieser das zuständige Bauamt aufsuchen. Dieser Artikel soll Sie über den Nutzungsänderungsantrag aufklären, sodass Sie anschließend kein Problem mehr damit haben werden, diesen Antrag zu stellen.

Welches Material wird für den Antrag benötigt?

Für den Antrag werden der Bauplan, der Lageplan, der Bauantrag, die Nutzungsänderungsbeschreibung sowie eine Erklärung über das Veränderungsvorhaben benötigt.

Welche Kategorien gibt es?

Es sollte jedem klar sein, dass vor dem Bau eines Gebäudes eine Genehmigung von dem Bauamt eingeholt werden muss. Dies resultiert daraus, da vor einem Bau viele Aspekte berücksichtigt werden müssen. Unter anderem sind dies die Flächennutzung, die Flächenbesiedlung und die Landschaftsplanung.

Erst unter Berücksichtigung dieser Aspekte kann beschlossen werden, ob der Bauantrag abgelehnt oder genehmigt wird. In weiterer Folge bedeutet dies, dass bestimmte Nutzungsvoraussetzungen berücksichtigt werden müssen. Soll es sich bei dem Bau um einen Landwirtschaftsbetrieb, einen Wohnraum oder einen Geschäftsbetrieb handeln? Diese Frage ist wesentlich. Das Bauamt entscheidet, ob die gewählten Landflächen als Bauland gelten sollen oder nicht.

Als Innenbereich zählen laut Paragraph 34 des Baugesetzbuches bebaute Ortsteile. Unter dem Paragraphen 35 werden alle Bauten zusammengefasst, welche sich außerhalb des Bebauungsplans aufhalten. Das Bauamt entscheidet auch darüber ob es sich um sonstige oder privilegierte Bauten handelt. Unter privilegierte Bauarten fallen garten-, land- und forstwirtschaftliche Betriebe, welche zweckgebunden sind. Es ist direkt zu erkennen, welche Nutzungsart erfüllt wird. Dies bedeutet, der Bauantrag wird unter den jeweiligen Voraussetzungen genehmigt oder nicht.

Aufgrund dessen muss ein Nutzungsänderungsantrag gestellt werden, wenn sich der Nutzen ändern soll. Es können sich Wertbestimmungswerte, Erschließungskosten oder individuelle Grundbesitzabgaben ergeben. Diese sind von der Nutzungsart abhängig. Ein Antrag kann zwischen 1.000 Euro und 4.000 Euro kosten. Die Gebäudenutzungen werden aufgrund der Abgabenhöhe in unterschiedliche Kategorien eingeteilt.

Es gibt medizinische Bereiche, landwirtschaftliche Bereiche, Gewerbebereiche, Wohnbereiche und Verwaltung und Dienstleistungsbereiche. Wenn ein Gebäude zweckentfremdet wird, können sich Nutzungskonflikte zwischen den Eigentümern und Bürgern ergeben. Aufgrund dessen ist es sehr wichtig, bei dem Bauamt einen Nutzungsänderungsantrag vorzulegen, bevor eine Änderung in den Räumen oder dem Gebäude erfolgt. Es kann auch zu Mischnutzungsmöglichkeiten kommen.

Wie kann ein Nutzungsänderungsantrag gestellt werden?

Es ist sehr wichtig, dass nach der Nutzungsänderung des Gebäudes ein Bauantrag sowie die zusätzlich vorhandenen Unterlagen bei dem Bauamt eingereicht werden. Unter anderem sollten in diesen Unterlagen die geplante Umsetzung, die Begründung sowie die Nutzungsänderung sehr detailliert beschrieben werden. Das Bauamt stuft das Projekt dann als volles oder vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren ein.

Dies ist natürlich von der Änderung abhängig. Dem Bauamt muss ein Lage- und Bauplan von dem Grundstück vorgelegt werden. Dieser Plan muss mit den Stellplatznachweisen sowie den Abstandsflächenmaßen ausgestattet sein. In den Unterlagen sollten außerdem die neuen und alten Bauzeichnungen, Brandschutzkonzepte, Grundrisse und Ansichten enthalten sein. Wenn eine Nutzungsänderung bei einem landwirtschaftlichen oder gewerblichen Betrieb vorgenommen werden soll, werden zusätzlich eine Betriebsbeschreibung und die geplanten Herstellungskosten verlangt.

Es ist sehr wichtig zu wissen, dass eine Meldepflicht für einen Zu-, Um- oder Neubau eines Gebäudes besteht. Weiters ist es auch meldepflichtig, wenn das Gebäude höher oder tiefer gelegt wird. Jeder, der nicht der Eigentümer des Grundstücks ist und eine Änderung vornehmen will, braucht zwingend das Einverständnis von dem Eigentümer sowie auch von den Nachbarn. Die Bauunterlagen sollten am besten Fall in zweifacher oder dreifacher Ausfertigung im Bauamt eingereicht werden.

Wie soll bei einem Nutzungsänderungsantrag vorgegangen werden?

Um das Ganze praktisch anzugehen, sollte vorab in der Gemeinde oder dem Katasteramt nachgefragt werden, welche Bauvorschriften einzuhalten sind. Weiters sollte sich darüber erkundigt werden, ob spezielle Vorschriften, wie zum Beispiel eine Abwasserregelung, vorhanden sind. Diese Aspekte sollten im Vorhinein eingeplant werden. Wenn eine Veränderung der Nutzung von Räumen im Gebäude oder gar eine komplette Änderung des Gebäudes vorliegt, sollte das Ganze mit den Nachbarn abgesprochen werden. Am besten ist es, wenn die Nachbarn eine schriftliche Zustimmung ausstellen, da das Bauamt die Zustimmung von den Nachbarn benötigen wird. Grundsätzlich gilt es zu empfehlen, einen Architekten zu beauftragen.

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