Optimale Bestellmenge in BWL leicht erklärt + Beispiel

Was sind Optimale Bestellmengen?

Im Normalfall bestellt ein Unternehmen jährlich Tausende Rohstoffe, Zukaufteile usw, was für die Produktion gebraucht wird. Zwei wesentliche Dinge sind hierbei bezüglich der Ausgaben zu beachten:

Erstens, wenn das Unternehmen des Öfteren kleine Mengen einkauft, so sind zwar einerseits die Lager und damit die Lagerhaltungskosten (Kapitalbindung, Lagermiete, Lagerpersonalkosten) klein, jedoch andererseits dafür aber die Bestellkosten (inkl. Lieferkosten) beträchtlich.

Zweitens, wenn das Unternehmen hingegen eher selten Bestellungen aufgibt, dafür jedoch in einem größeren Maße, so sind als Folge die Lagerhaltungskosten höher, die Gelder für Bestellungen aber geringer.

Die Formel für die Optimale Bestellmenge

Die Andlersche Formal stell die Formel für die optimale Bestellmenge dar und löst diesen Zielkonflikt. Hierbei ist der Wert von 200 konstant, welcher zur Formel gehört.
Optimale Bestellmenge = √ [(200 × Jahresbedarf × Bestellkosten) / (Einstandspreis × Lagerhaltungskostensatz in Prozent)]

Beispiel zur Berechnung

Ein Reifenhändler gibt eine Bestellung für Reifen beim Großhändler auf. Folgende Daten sind der Fall:

Jahresbedarf: 10.000 Reifen eines Typs
Bestellkosten inklusive Anlieferung: 100 €
Einstandspreis (Preis eines Reifens beim Großhändler): 80 €
Lagerhaltungskostensatz: 10 %
Einsatz in die Formel (mit √ für Quadratwurzel):
√ [(200 × 10.000 × 100 €) / (80 € × 10)] = √ 250.000 = 500
500 Reifen ist dann die Anzahl der optimalen Bestellmenge. Als Konsequenz müsste der Reifenhändler 20 Mal diese Menge, in einem Jahr, ordern.

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