Optimale Haltung und Atmung fürs Singen

Robbie Williams - singtSingen kann jeder, aber die richtige Technik in Haltung und Atmung kann die Gesangstechnik optimieren. Um einen guten Stimmklang beziehungsweise eine gute Stütze für die Stimme zu entwickeln, helfen einige nützliche Körperübungen wie Atem- oder Stimmübungen.

Die richtige Haltung beim Singen:

Eine gute profunde Haltung, die Erdung vermittelt, ist die Basis zu Beginn jeder Singeinheit. Das gute Wahrnehmen des festen Stands und etwas Durchlässigkeit in den Knien bildet eine gute Stütze, um den Oberkörper aufrecht halten zu können. Die Haltung eines Sängers ist optimalerweise aufrecht mit geradem Rücken, entspannt und mit geöffnetem Brustkorb. Für manche Sänger sind Dehnübungen vor dem Einsingen eine gute Möglichkeit, sich auf das bevorstehende Singen vorzubereiten. Eine gute Visualisierungsübung, um den Rücken gerade aufrichten zu können, ist die Vorstellung, ein Gewicht am Steiß hängen zu haben, das nach unten zieht und gleichzeitig einen nach oben ziehenden Faden am höchsten Punkt des Kopfes wahrzunehmen. Dadurch kann die Wirbelsäule in eine optimale Aufrichtung gebracht werden.

Die optimale Atmung beim Singen:

Die idealste Art der Einatmung sieht die Naseneinatmung vor, bei der sich automatisch der Bauch hebt. Dies ist die effizienteste, weil am wenigsten anstrengende, Atmung, die einfach und auch während längerer Passagen wie beispielsweise Koloraturen schnell viel Luft zuzuführen vermag. Klassische Übungen, um zur Bauchatmung zu finden sind beispielsweise das Gähnen, Seufzen oder Lachen, bei dem auch das Zwerchfell miteingesetzt werden darf. Auch kann durch ein intensives Ausatmen, bis keine Luft mehr in den Lungen ist, und dem darauffolgenden kurzen Einatmen durch die Nase die Bauchatmung geübt werden. Als Unterstützung ist es eine gute Idee, sich an eine Wand anzulehnen, während diese Übung durchgeführt wird. Bauchatmung ist fürs Singen eher kontraproduktiv.
Für die Ausatmung ist es wesentlich, den Ton gut zu stützen. Der Ton wird dann optimal gestützt, wenn der Beckenboden eingesetzt wird. Dafür ist keine große Bewegung notwendig, allerdings hilft es, sich beim Singen zu bewegen oder leicht in die Knie zu gehen, da dadurch der Beckenboden automatisch integriert wird. Eine gute Stütze ist vor allem bei hohen Tönen oder längeren Passagen sehr wichtig und macht letztlich einen schönen und kraftvollen Stimmklang aus.

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Gute Übungen, um den Atemstrom zu optimieren, liegen beispielsweise in der Aktivierung des Beckenbodens als auch des Zwerchfells wie beim Artikulieren von p-t-k oder auch f-s-sch. Durch das Wiederholen dieser harten Konsonanten werden Beckenboden und Zwerchfell automatisch angespannt. Eine weitere Übung, die einen “langen Atem” fördern können, ist folgende: Auf eine tiefe Einatmung durch die Nase folgt eine geräuschlose Ausatmung durch den Mund, der einen schmalen Spalt formt. So kann lange wenig Luft entweichen und dadurch ist eine tiefere und entspanntere Atmung erlernbar.
Beliebte Übungen für einen guten Stimmsitz sind Tonleitern mit Wörtern, in welchen o und a vorkommen wie beispielsweise Gloria oder das sogenannte Schleifen, das dann an Klänge eines Didgeridoos erinnern können: Mooooaaaaaaooooo.

Durch all diese sehr körperbezogenen Übungen wird es möglich, den Körper in seiner Ganzheit zu integrieren und bewusster wahrzunehmen. Ein hohes Körperbewusstsein ist immer von Vorteil beim Singen und stärkt zusätzlich die Freude daran, da der Gesang zu einem zusehends sinnlichen Abenteuer werden kann.

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