Periodenabgrenzung in ReWe leicht erklärt + Beispiel

Die Periodenabgrenzung gehört zu den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) und wird im § 252 Abs. 1 näher beschrieben.

Ziel der Periodenabgrenzung ist es, Erträge und Aufwendungen, die das nächste Geschäftsjahr betreffen, entsprechend auszuweisen.

Dabei kann die Abgrenzung mit den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (ARAP) oder den passiven Rechnungsabgrenzungsposten (PRAP) erfolgen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten (ARAP)

Aufwendungen, die das nächste Geschäftsjahr betreffen, werden in der Bilanz als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Dies können beispielsweise Aufwendungen für Löhne, Gehälter, Miete, Zinsen oder ähnliches sein. Der Rechnungsabgrenzungsposten wird dann im nächsten Geschäftsjahr durch Umbuchung auf das entsprechende Aufwandskonto ganz oder teilweise aufgelöst.

Buchungssatz

Der Buchungssatz bei Entstehung der Abgrenzung lautet:
ARAP an Finanzkonto
Der Buchungssatz zur Auflösung im nächsten Jahr lautet:
Aufwandskonto an ARAP

Beispiel ARAP

Das Unternehmen zahlt Darlehenszinsen von 600 Euro jeweils für sechs Monate im Voraus. Die Abbuchung erfolgt im November Das heißt 200 Euro Zinsaufwand beziehen sich auf dieses Geschäftsjahr, die anderen 400 Euro auf das nächste Geschäftsjahr. Dieser Betrag muss abgegrenzt werden.

Buchung November: Zinsaufwand 200 Euro und ARAP 400 Euro an Bank 600

Auflösung mit jeweils 100 Euro von Januar bis April: Zinsaufwand an ARAP

Passive Rechnungsabgrenzungsposten (PRAP)

Erträge, die das nächste Geschäftsjahr betreffen, werden in der Bilanz als passive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Dies können beispielsweise Miet- oder Zinserträge sein. Der Rechnungsabgrenzungsposten wird dann im nächsten Geschäftsjahr durch Umbuchung auf das entsprechende Ertragskonto ganz oder teilweise aufgelöst.

Buchungssatz

Der Buchungssatz bei Entstehung der Abgrenzung lautet:
Finanzkonto an PRAP
Der Buchungssatz zur Auflösung im nächsten Jahr lautet:
PRAP an Ertragskonto

Beispiel PRAP

Das Unternehmen erhält für einen untervermieteten Büroraum 200 Euro Miete jeweils für sechs Monate im Voraus. Der Zahlungseingang von 1.200 Euro ist im September. Das heißt 800 Euro Mietertrag beziehen sich auf dieses Geschäftsjahr, die anderen 400 Euro auf das nächste Geschäftsjahr. Dieser Betrag muss abgegrenzt werden.

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Buchung September: Bank 1200 Euro an Mietertrag 800 Euro
an PRAP 400 Euro

Auflösung mit jeweils 200 Euro im Januar und Februar: PRAP an Mietertrag

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