Peter Bichsel – Biografie & Inhaltsangaben

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Der Schweizer Schriftsteller Peter Bichsel. © INTERFOTO / Anita Schiffer-Fuchs
Der Schweizer Schriftsteller Peter Bichsel. © INTERFOTO / Anita Schiffer-Fuchs

Der Schweizer Schriftsteller Peter Bichsel wurde am 24. März 1935 als Sohn eines Handwerkers in Luzern geboren. Im Jahre 1941 siedelte die Familie nach Olten im schweizerischen Kanton Solothurn um, wo er nach seinem Schulabschluss ein Lehrerseminar absolvierte, um später als Primarlehrer zu arbeiten, einen Beruf, den er bis 1968 ausübte. In den Jahren 1974 bis 1981 war er der persönliche Berater des Politikers Willy Ritschard, der 1978 kurzzeitig das Amt des Bundespräsidenten innehatte. Ab 1972 reiste er regelmäßig als Gastdozent in die USA.

Peter Bichsel war von 1956 bis zu ihrem Tod im Jahre 2005 mit der Schauspielerin Therese Spörri verheiratet. Aus der Ehe gingen eine Tochter und ein Sohn hervor. Seine ersten literarischen Werke veröffentlichte Bichsel 1960 in diversen Schweizer Zeitungen. Im Winter 1963/64 nahm er an einem Seminar des deutschen Schriftstellers und Literaturwissenschaftlers Walter Höllerer (*19. 12. 1922, † 20. 05. 2003) teil, welches nach eigenen Angaben sein weiteres Schaffen maßgeblich beeinflusste. Der literarische Durchbruch gelang ihm 1964 mit seinen Kurzgeschichten „Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennenlernen“.

Bichsel wurde über Nacht berühmt. Ein Jahr später wurde er in die „Gruppe 47“ aufgenommen, ein Treffen deutschsprachiger Schriftsteller, das auf Veranlassung Hans Peter Richters von 1947 bis 1967 alljährlich abgehalten wurde. Noch im selben Jahr verlieh ihm die Gruppe ihren begehrten Literaturpreis, was seinen Bekanntheitsgrad noch weiter steigerte. Im Jahre 1971 veröffentlichte er für das Schweizer Radio DRS sein erstes Hörspiel „Inhaltsangabe der Langeweile“.

Bichsel war auch mit dem Schweizer Schriftstelle Max Frisch bis zu dessen Tod am 4. April 1991 eng befreundet. Seit dem Jahre 1985 ist Peter Bichsel Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. Viele seiner Werke wurden von dem englischen Dichter Michael Hamburger ins Englische übersetzt. In den 1990er Jahren lehrte er kurzzeitig an der Universität von New York, bevor er 1996 zum Stadtschreiber nach Mainz berufen wurde.

In seinem kurzweiligem Werk hebt Bichsel immer wieder auf humorvolle, jedoch höchst anspruchsvolle Weise hervor, dass das Leben uns ausreichend Möglichkeiten gibt, uns vor Langeweile zu schützen. Drei seiner Werke – „Unser Lehrer“, „Elektronisches Tagebuch“ und „Zimmer 202, Peter Bichsel in Paris“ – wurden verfilmt und fanden beim Publikum großen Anklang.

Peter Bichsel wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, unter anderem mit dem Deutschen Jugendbuchpreis für „Kindergeschichten“, dem Literaturpreis des Kantons Bern, dem Johann-Peter-Hebel-Preis des Landes Baden-Württemberg, dem Gottfried Keller Preis und dem Großen Schillerpreis. Die Universität Basel verlieh ihm im Jahre 2004 die Ehrendoktorwürde.

Auswahl wichtiger Werke

  • Versuche über Gino
  • Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennenlernen
  • Das Gästehaus
  • Die Jahreszeiten
  • Des Schweizers Schweiz
  • Der Busant. Von Trinkern, Polizisten und der schönen Magelone
  • Irgendwo anderswo. Kolumnen 1980–1985
  • Möchten Sie Mozart gewesen sein? Meditation zu Mozarts Credo-Messe KV 257 / Predigt für die andern. Eine Rede für Fernsehprediger.
  • Die Totaldemokraten. Aufsätze über die Schweiz.
  • Doktor Schleyers isabellenfarbige Winterschule. Kolumnen 2000–2002.
  • Das süße Gift der Buchstaben. Reden zur Literatur.
  • Alles von mir gelernt. Kolumnen 1995–1999.
  • Das ist schnell gesagt. Sätze aus dem Werk
  • Über das Wetter reden.

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