Pigou-Steuer in VWL leicht erklärt + Beispiel

Was ist die sogenannte Pigou-Steuer?

Die Pigou-Steuer hilft dabei, nachteilige externe Auswirkungen, welche ihren Ursprung in der Herstellung oder im Verbrauch haben, zu internalisieren. Sie helfen dabei, dass der Verursacher diese Auswirkungen in seine Berechnung aufnehmen muss und auf diese Weise dann weniger Schadstoffe an die Umwelt abgegeben werden bzw. konsumiert werden.

Bei der Pigou-Steuer ist es so, dass der Urheber dieser nachteiligen externen Auswirkungen eine Steuer bezahlen muss, welche die Grenzkosten eines Herstellers oder Verbrauchers erhöht, weshalb diese externe Auswirkung sozusagen eine Gebühr erhält und auf diese Weise internalisiert wird.

Bestenfalls sollte es so sein, dass die Steuer genau mit dem Schadensersatzbetrag gleichgesetzt werden kann.

Nachstehend wird dies anhand eines Beispiels noch einmal verdeutlicht:

Wenn man sich vorstellt, dass die Kosten für Benzin nicht versteuert werden und es würde eine Festsetzung sowohl von Angebot als auch von Nachfrage erfolgen.
Der Verbrauch des Rohstoffs, welcher in dem Moment des Verbrauchs zu Grunde liegt, wird durch die Kosten des Benzins in einem marktwirtschaftlichen Sinn erstattet.

Gleichwohl besteht auch eine Verbindung zwischen der Belastung der Natur sowie dem Konsum der Treibstoffe. Wobei anzumerken ist, dass erst einmal keine Vergütung hinsichtlich der Umweltbelastung erfolgt (die externe Reaktion).

Wenn man sich dafür entscheidet, eine Pigou-Steuer für den Konsum der Ware zu berechnen (wie es beispielsweise bei einer Mineralölsteuer der Fall ist), welche dann einen Ausgleich zu dem entstandenen Schaden herstellt. Dies bedeutet aber gleichzeitig, dass man höhere Kosten für das Benzin ausgeben muss, wodurch der Konsument für diese externe Reaktion zahlen sowie mit diesen höheren Ausgaben rechnen muss (Es sollte überlegt werden, womit man beispielsweise eine Reise unternehmen soll: Eisenbahn oder eigenes Kfz).

Bei diesem Exempel wird einem auch aufgezeigt, dass man gewisse Angaben (wie beispielsweise wie hoch die Umweltschäden sind und bis zu welchem Teil der Straßenverkehr hierfür verantwortlich gemacht werden kann) zur Hand haben muss, damit man den genauen Betrag der Pigou-Steuer berechnen kann. Daneben ist die Einnahme der Pigou-Steuer aber auch noch kein Indiz dafür, dass diese Steuer auch hinsichtlich der Schäden in der Umwelt verwendet wird bzw. dass die Schäden der Umwelt überhaupt noch beseitigt werden können.

Das Pendant dazu ist eine sogenannte Pigou-Subvention, welche dann verwendet wird, wenn eine positive externe Reaktion vorliegt.

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Autor(in) des Artikels:

mm

Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.

Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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