Produktionsgüter & Konsumgüter – was ist der Unterschied? + Beispiele

Produktionsgüter & Konsumgüter

Rohstoffe und Maschinen zur Herstellung von Produktionsgütern

Produktionsgüter sind Güter, die zur Herstellung von Waren benötigt werden. Der gesamte industrielle Prozess würde ohne sie nicht funktionieren. So braucht die Wirtschaft beispielsweise Lacke, Schmierstoffe oder auch Rohstoffe für die Produktion einer Ware. Das können Autos oder Textilien ebenso wie unter anderem Möbel oder auch Haushaltsartikel sein. Für den Prozess der Herstellung werden diese Güter benötigt, ihre Menge nimmt während des Prozesses ab.

Deshalb werden sie auch Verbrauchsgüter genannt. Sie sind Mittel zum Zweck, aber auch nur ein Baustein, der für die Herstellung der Produkte notwendig ist. Denn um eine vollständige Produktion durchführen zu können, brauchen Sie auch die entsprechenden Gebrauchsgüter.

Dazu gehören Maschinen und Werkzeuge. Im Gegensatz zu den Verbrauchsgütern können sie mehrfach genutzt werden. In dem Prozess der Herstellung von Produkten werden sie unterschiedlich stark beansprucht. Aufgrund von Abnutzungserscheinungen, nach größeren Defekten oder auch durch die Anschaffung von neuer Technik erfolgt der Austausch der Maschinen. Das geschieht zwangsläufig, um entweder noch effektiver produzieren zu können oder die Produktion der Güter überhaupt am Leben halten zu können.

Endverbraucher kaufen Konsumgüter

Während Produktionsgüter für die Unternehmen die Voraussetzung zur Herstellung von Waren darstellen, sind Konsumgüter all die Dinge, die für den Endverbraucher produziert werden. Dazu können zum Beispiel Lebensmittel der verschiedensten Art gehören. Ob der Joghurt, die Flasche Bier, der Käse oder auch eine Schachtel mit leckeren Pralinen, alles sind Artikel für den Endverbraucher. Das gilt auch für die Couch, den Tisch und anderes Mobiliar. Selbst die teure Uhr, das Auto oder das Parfüm fallen unter die Kategorie der Konsumgüter. Wichtig ist dabei immer, dass diese Waren für den privaten Haushalt bestimmt sind und dort eingesetzt werden. Sofern das der Fall ist, fallen sie unter die Kategorie der Konsumgüter. Hier gibt es die Unterscheidung zwischen Verbrauchs- und Gebrauchsgütern.

Einmalige Verwendung von Verbrauchsgütern

Bei Verbrauchsgütern ist nur eine einmalige Verwendung möglich. Beispiele dafür wären Medikamente oder auch Nahrungsmittel, wo nach der Einnahme bzw. dem Verzehr Ersatz für diese Waren in Form eines Neukaufs notwendig wird. Der verbrauchte Strom in der Leitung oder das zu Ende gegangene Öl der Heizung fallen ebenfalls unter die Verbrauchsgüter. Bei Gebrauchsgütern ist hingegen eine mehrfache Nutzung gegeben. Das kann der Computer ebenso wie das Kleidungsstück sein, das nicht nur ein einziges Mal getragen wird.

Sobald Artikel für die Weiterverarbeitung verwendet werden, handelt es sich nicht mehr um typische Konsumgüter. Diese Veränderung von Konsum- zu Produktionsgütern tritt immer dann ein, wenn Unternehmen auch die für den privaten Haushalt bestimmten Waren beziehen, sie dann jedoch nicht wie Endverbraucher nutzen und stattdessen ihnen als Hilfsmittel für die Produktion dienen.

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