Produktlebenszyklus in BWL leicht erklärt + Beispiel

Das Konzept des Produktlebenszyklus ist ein Prozess, der sich von der Markteinführung bis zur Nachlaufphase erstreckt. Die Zwischenphasen führen entsprechende Marketing- und Managementmaßnahmen mit sich, die je nach Verlauf adäquat angepasst werden müssen.

Die Phasen des Produktlebenszyklus:

Einführungsphase

Die Einführungsphase beginnt in der Regel mit der Einführung eines Produktes auf den Markt, welches von Werbekampagnen begleitet wird. Nicht selten sieht man jedoch Einführungsphasen, die bereits vor der Markteinführung eines Produktes für das Produkt werben. Dadurch wird die Antizipation der potentiellen Kunden gehoben.

Am Anfang der Einführungsphase sind in den meisten Fällen keine Gewinne zu erwarten, da die Kosten für die Entwicklung, die Marketingmaßnahmen und die Produktion erst gedeckt werden müssen. Der Break-even-point (auch Gewinnschwelle genannt) tritt eher gegen Ende der Phase ein, wodurch sich der Produktlebenszyklus in die zweite Phase bewegt.

Wachstumsphase

Die zweite Phase des Produktlebenszyklus beginnt unmittelbar nach dem Break-even-point. Es werden also Gewinne erzielt. Die Kosten für die Marketingmaßnahmen sind in dieser Phase genau so hoch wie in der Einführungsphase. Das Hauptmerkmal der Wachstumsphase ist das starke Wachstum und die Erhöhung der Gewinne.

Reifephase

Die profitabelste und längste Phase des Produktlebenszyklus ist die Reifephase. Sie kann als Übergangsphase zwischen der Wachstumsphase und der Sättigungsphase gesehen werden. In dieser Phase können kaum noch Abnehmer gefunden werden und der Markt ist kurz vor der Sättigung. Da der Marktanteil jedoch immer noch hoch ist, kann eine Stagnation durch Erhaltungsmarketing kurzzeitig verhindert werden.

Sättigungsphase

Diese Phase ist durch das fehlende Marktwachstum gekennzeichnet, wodurch sowie die Gewinne, als auch die Umsätze zurückgehen. Die vollständige Sättigung kann durch Produktvariationen weiter zurückgedrängt werden. Dies gelingt jedoch nur in den seltensten Fällen.

Rückgangsphase

Als Rückgangs- oder Degenerationsphase wird die in den Regel letzte Phase des Produktlebenszyklus genannt. Es sind starke Umsatzrückgänge zu beobachten, die auch mit Hilfe der Marketingmaßnahmen nicht aufgehalten werden können.
An dieser Stelle steht der Hersteller vor der Entscheidung, ob das Produkt vom Markt genommen wird oder eine Repositionierung/Modifizierung des Produktes stattfindet.

Nachlaufphase/End-of-Life

Diese ist die endgültige Phase im Produktlebenszyklus. In dieser beschäftigt sich das Unternehmen mit den Garantieleistungen, der Versorgung des Produktes mit Ersatzteilen und der Entsorgung der Altprodukte.

Die Länge der Phasen variiert von Produkt zu Produkt. So haben Fahrzeuge einen deutlich längeren Produktlebenszyklus als zum Beispiel ein Spielzeug.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here