Prozesskostenrechnung in BWL leicht erklärt + Beispiel

Prozesskostenrechnung Definition

Bei der Prozesskostenrechnung (bzw. Activity-Based-Costing) werden festgelegten Tätigkeiten (bzw. Prozessen) Kosten zugeordnet. Die dabei errechneten Prozesskostensätze sollen die Mängel der Zuschlagskalkulation einer klassischen Kostenrechnung beseitigen.

Folgende zwei Arten von Prozesskosten werden unterschieden:

  • leistungsmengenneutrale Prozesskosten: fallen unabhängig von der Menge an Kostentreibern an
  • leistungsmengeninduzierte Prozesskosten: verhalten sich proportional zur Menge an Kostentreibern

Beispiel

Ein Unternehmen weiß, dass jährlich 500.000 Euro an Kosten beim Verpacken der Produkte vor deren Versand anfallen. Insgesamt werden pro Jahr 25.000 Pakete (Kostentreiber) verschickt, was bedeutet, dass sich ein Prozesskostensatz in Höhe von 500.000 / 25.000 = 20 Euro ergibt.

Gemäß dem Prozesskostensatz für die Aktivität „Verpacken des Produktes“ wird jeder Versand mit 20 Euro belastet. Dies entspricht im Groben auch der realen Kostenverursachung, schließlich spielen die Größe des Pakets und dessen Inhalt eine untergeordnete Rolle.

Alternative Begriffe: activity based costing

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