Push-Pull-Marketing in BWL leicht erklärt + Beispiel

Push-Marketing und Pull-Marketing bezeichnen zwei unterschiedliche Vertriebsstrategien. Ziel beider Strategien ist es, ein Produkt oder eine Dienstleistung im Markt zu platzieren. Dabei hat jede Strategie ihren eigenen Ansatz.

Push-Marketing

Entsprechend der wörtlichen Übersetzung aus dem Englischen bedeutet push = drücken. Genau so ist diese Marketingstrategie angelegt. Das Unternehmen „drückt“ sein Produkt in den Markt. Das bedeutet, die Nachfrage entsteht beim Push-Marketing erst dann, wenn der Konsument das Produkt im Laden entdeckt. Es ist also erst das Produkt da, dann die Nachfrage.

Das Unternehmen bewirbt das Produkt bei der Push-Strategie bei den Zwischenhändlern (Groß- oder Einzelhandel). Es hat keinen direkten Kontakt zum Konsumenten – weder werblich noch vertrieblich.

Pull-Marketing

Die Pull-Strategie ist gegensätzlich aufgebaut. Auch hier hilft die wörtliche Übersetzung aus dem Englischen: to pull = ziehen. Es wird also dafür gesorgt, dass erst die Nachfrage entsteht und der Konsumenten ein bestimmtes Produkt im Handel verlangt. So „zieht“ er das Produkt in den Markt.

Die Werbung bei der Pull-Strategie ist direkt auf den Konsumenten ausgerichtet, um dort die Nachfrage zu wecken und ihn dazu zu bewegen, das Produkt im Handel anzufordern.

Beispiel

Eine neue Biolimonade durch massive Fernsehwerbung in den Fokus des Verbrauchers gesetzt. Die Werbestrategie spricht das Bedürfnis nach Erfrischung mit Coolness-Faktor beim Verbraucher an und mündet in der Nachfrage im Handel.

Push- und Pull-Strategie im Internet

Bezieht man die Push- und Pull-Strategie auf das Internet, so gehört offensive Werbung per Banner oder Social-Media-Anzeigen zur Push-Strategie obwohl direkt der Konsument angesprochen wird. Durch die offensive Werbung wird das Produkt in die Online-Welt und somit in die Wahrnehmung der Verbraucher „gedrückt“.

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Recherchiert der Konsument selbstständig über eine Suchmaschine ein Produkt ist dies mit der Pull-Strategie gleichzusetzen. Denn hier „zieht“ der Verbraucher das Produkt in den (Online-)Markt.

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