Quotenstichprobe in Statistik leicht erklärt + Beispiel

Grundlagen der Quotenstichprobe

Im Gegensatz zur Zufallsstichprobe findet bei der Quotenstichprobe die Auswahl der Elemente nach bestimmten Kriterien statt. Ziel der Quotenstichprobe ist es, nach bestimmten Kriterien die Grundgesamtheit widerzuspiegeln, sodass man von der Analyse der Quotenstichprobe auf die Grundgesamtheit zurückschließen kann. Dabei können die Kriterien Berufe, Altersgruppe oder das Geschlecht darstellen, wohingegen die Grundgesamtheit z.B. die Wahlberechtigten für eine Wahlprognose abbilden. Folgendes Beispiel sollt das Prinzip der Quotenstichprobe erläutern:

Für eine Wahlumfrage werden lediglich zwei Kriterien für die Quotenauswahl bestimmt: das Geschlecht und das Alter. Zur Vereinfachung wird das Alter in die Kategorien 18 – 40 Jahre und 40 + unterteilt.

Bei einer angenommenen Wahlberechtigung von 48 % Männer und 52 % Frauen, dann würde die Quotenstichprobe dieses Verhältnis wiedergeben.

Genauso verhält es sich, wenn man wüsste, dass 60 % der Wahlberechtigten älter als 40 Jahre sind und somit 40 % zwischen 18 und 40 Jahren wäre.

Würde die Quotenstichprobe nun 1.000 Befragte beinhalten, dann wären 480 davon männlich und 600 Wahlberechtigte wären 40 Jahre oder älter. Für die exakte Auswahl der Stichprobe gelten keine bestimmten Regeln. Die Personen, die die jeweiligen Kriterien entsprechen, können direkt ausgewählt werden, es Bedarf somit keiner Zufallsauswahl.
Der jeweilige Interviewer könnte daher auch in seiner Wohngegend die Menschen befragen, die den Kriterien entsprechen.

Daher gilt die Quotenstichprobe nicht unbedingt als repräsentativ, da die Wohngegend z.B. einen sozialen Brennpunkt darstellt oder extrem Wohlhabend ist. Dieser Beeinflussung könnte man entgegenwirken, indem man bei der Quotierung zusätzliche Kriterien, wie sozialer Status, durchschnittliches Jahreseinkommen etc. mit einbezieht. Somit besteht die größte Herausforderung in der Quotenstichprobe, die Kriterien zu finde, die das interessierende Ergebnis, in diesem Fall das Wahlverhalten, beeinflussen könnten.

Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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