Rap schreiben lernen – Anleitung

I love Rap MusikJeder der gerne Rap Musik hört, vielleicht leise versucht mitzurappen und sich schon immer gewünscht hat, einmal einen eigenen Rap zu schreiben, kann sich jetzt freuen! Denn jeder kann es lernen, so etwas zu schreiben! Dazu bedarf es zwar ein bisschen Übung, doch insgesamt ist es gar nicht so schwer. Mit ein paar einfachen Tipps wird es gelingen, einen tollen Song zu kreieren. Das Gute daran ist, dass man mit jedem Lied besser wird, das man schreibt. Es gibt also eine wirklich steile Lernkurve. Der Schreiber des Songs merkt nämlich meistens schon von alleine, worauf er beim nächsten mal achten muss bzw. welche Fehler er vermeiden sollte.

Ein paar grundlegende Hinweise zum Songwriten:

Die Sprache bzw. Wortwahl ist bei einem Rap maximal durchschnittlich, meistens jedoch deutlich darunter. Komplizierte grammatikalische Konstruktionen oder Fremdwörter haben in einem Rap nichts verloren! Der Inhalt eines Raps ist ebenfalls von Einfachheit geprägt. Es geht zwar um ein bestimmtes Thema, welches von allen Seiten beleuchtet wird, doch geschieht dies nicht auf einer wissenschaftlichen Ebene, sondern aus der persönlichen Sicht des Songwriters. Ganz wichtig: Es wird kein Blatt vor den Mund genommen! Alle Empfindungen und Gefühle des Interpreten werden im Verhältnis eins zu eins in den Rap eingebaut. Denkt der Schreiber des Raps beispielsweise ein übles Schimpfwort, so wird dieses Wort auch genau so in den Rap übernommen.

Um den Text eines Songs richtig gut rappen zu können, muss der Text flüssig sein. Es dürfen keine holprigen Worte eingebaut werden. Die Sätze müssen sehr kurz sein und sollten nicht permanent mit Bindewörtern verbunden werden. Stattdessen sollte der Schreiber eines Songs lieber einen Punkt setzen und einen weiteren kurzen Satz anfügen.

Auch die Satzanfänge sind bei einem HipHop-Song alles andere als poetisch: Die Sätze beginnen abrupt und plötzlich, ohne Einleitungen wie beispielsweise „Es war einmal…“ oder andere Worte wie „zuerst, dann, als Nächstes, anschließend“ usw.

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Der Sänger bringt mit seinem direkten Einstieg in das Geschehen ganz deutlich zum Ausdruck, dass genau das jetzt aktuell seine Situation ist, die auf irgendeine Art und Weise verarbeitet werden muss. Da die Inhalte eines Raps meistens provokant sind, bleibt kein Platz für dichterische Ummalungen. Je direkter die Sprache, umso verständlicher ist der Inhalt für den Hörer. Denn der Schreiber muss sich darüber im Klaren sein, dass der Text mit hoher Geschwindigkeit gerappt wird, sodass dem Hörer nicht viel Zeit zum Nachdenken bleibt, was eventuell gemeint sein könnte. Aus diesem Grund müssen auch grammatikalische Konstruktionen wie zum Beispiel verschachtelte Sätze vermieden werden und stattdessen in kurze Sätze mit klarer, eindeutiger Botschaft umgewandelt werden.

Wer sich mit Texten von Raps auseinandersetzt wird merken, dass manche Raps das Stilmittel des Reims nutzen. Andere hingegen kommen völlig ohne dieses Stilmittel aus. Dem Schreiber  bleibt es selbst überlassen, ob er Reime einbauen möchte oder nicht. Verwendet er jedoch Reime, so sollte sich der Text auf gar keinen Fall durchgängig reimen wie in einem Gedicht. Stattdessen ist darauf zu achten, dass sich hin und wieder das letzte Wort einer Zeile mit dem letzten Wort der darauf folgenden Zeile reimt.

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1 KOMMENTAR

  1. Ähm, zu „Die Sprache bzw. Wortwahl ist bei einem Rap maximal durchschnittlich, meistens jedoch deutlich darunter. Komplizierte grammatikalische Konstruktionen oder Fremdwörter haben in einem Rap nichts verloren!“

    Siehe BlaDesa

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