Ruinöse Konkurrenz in VWL leicht erklärt + Beispiel

Einfach erklärt:

Ruinöser Wettbewerb tritt dann auf, wenn die Marktteilnehmer ihre Produkte und Dienstleistungen zu niedrigeren Preisen anbieten als sie in ihre Produktions- und Vermarktungskosten investiert haben. Es kann eine Strategie sein, die Unternehmen nutzen, um Konkurrenten loszuwerden und so eine beherrschende Stellung auf dem Markt zu erobern, ist jedoch aus wirtschaftsrechtlicher Sicht verboten.

Es gibt verschiedene Formen des Wettbewerbs, die eine solche Maßnahme möglich machen, auch wenn allen Teilnehmern klar ist, daß eine solche absichtliche Schädigung wirtschaftsrechtliche Folgen haben kann. Es gibt unterschiedliche Szenarien, wie dem Cut-Hold-Wettbewerb. In einem Cut-Hold-Wettbewerb bieten mehrere Unternehmen so niedrige Preise an, so daß dies zu einem Ende des Wettbewerbs führen soll.

Verdrängung von Mitbewerbern

Einige Unternehmen entscheiden sich dennoch bewusst für den harten Wettbewerb, um Konkurrenten zur Aufgabe zu zwingen, weil sie auf deren Nachlässigkeit und Mutlosigkeit spekulieren. Die Teilnehmer wollen unbedingt eine beherrschende Stellung im relevanten Segment erreichen und riskieren sogar ihr eigenes Unternehmen. Haben Sie die beherrschende Stellung dann erreicht, können sie den Preis und die Rentabilität fast beliebig verändern.

Gesamtwirtschaftliche Situation

Ruinöser Wettbewerb beruht auch auf rückläufigen Umsätzen in den relevanten Branche. Normalerweise reagieren Unternehmen auf eine solche Entwicklung, setzen eigene Kapazitäten herab und reduzieren die Kosten für ihre Produktion. Aber nicht alle Unternehmen haben die nötige Flexibilität, um auf den Wettbewerb zu reagieren.

Leitideen des ruinösen Wettbewerbs:

Preise liegen knapp unter den eigenen Kosten.
Wettbewerber sollen ausgeschlossen werden.
Oft ein Ergebnis der geringen Nachfrage.

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