Sacherörterung schreiben – Beispiel & Aufbau/Gliederung

Die Erörterung

Bei der Erörterung werden Kausalzusammenhänge so dargestellt, dass der Leser die Beweisführung aufgrund der Art der Argumentation problemlos nachvollziehen kann. Ziel dieser schriftlichen Argumentationsform ist es, den Adressaten bzw. den Leser zu überzeugen oder ihn selbst zu einem fundierten Urteil kommen zu lassen, indem eine Fragestellung erörtert und am Ende auch beantwortet wird.

Was ist speziell eine Sacherörterung?

Bei der Sacherörterung liegt der Fokus auf den mit der Thematik einhergehenden Problemen. In einer Sacherörterung geht es also um ein spezielles Thema bzw. um eine Sache, die erörtert wird. Es werden Thesen aufgestellt, die in einer Betrachtung von Pro und Contra gegeneinander abgewogen werden.

In der Einleitung werden Fragen zur Ergänzung des Themas erarbeitet, im Hauptteil unter Einsatz von Thesen sämtliche Problematiken herausgestellt, wobei mit Argumenten und Beispielen gearbeitet wird, um den Leser so auf den Schluss vorzubereiten, sodass dieser für ihn nachvollziehbar wird.

Eine Sacherörterung wird genau so aufgebaut wie jede normale Erörterung. Aus diesem Grund empfehlen wir euch unseren Hauptartikel HIER zu diesem Thema durchzulesen.

Weitere Informationen zum Thema Erörterung

Bei der Erörterung handelt es sich um eine schriftliche Form der Argumentation, in welcher Kausalzusammenhänge nachvollziehbar dargestellt werden können, sodass Leser in der Lage sind, die Beweisführung nachvollziehen und unter Umständen ein eigenes Urteil zu bilden. Ein weiteres Ziel der Erörterung ist es oft, den Rezipienten zu überzeugen.
Ist die Erörterung linear oder steigernd, werden Argumente der Wichtigkeit entsprechend so geordnet, dass das stärkste Argument in der Regel zuletzt genannt wird. Hier sollte darauf geachtet werden, dass Argumente meist überzeugender wirken, wenn sie aufeinander aufbauen oder einen Bezug zueinander herstellen.

Handelt es sich um eine dialektische Erörterung, auch „kontroverse“ Erörterung genannt, werden zwei gegensätzliche Meinungen gegeneinander abgewogen, um ein begründetes Urteil fällen zu können. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass das Urteil auch für den Leser nachempfindbar ist.

Bei der Sacherörterung werden Argumente in einer Argumentationskette aufgebaut, nachdem in der Einleitung Fragen aufgesetzt wurden, welche die Thematik bereits erschließen sollten. Im Hauptteil werden Facetten der Problematik in Form von Thesen erschlossen, welche mit Beispielen und Belegen untermauert werden sollten, um ihre Aussagekraft zu verstärken. Diese klären den Sachverhalt in Hinsicht auf den Schlussteil, in dem der Autor zu einem Ergebnis kommt, welches für den Adressaten nachvollziehbar sein sollte. Der Schluss kann in Form einer persönlichen Stellungnahme, aber auch in Form eines offenen Schlusses formuliert werden. Der offene Schluss ermöglicht es, das Thema für weiterführende Fragestellungen offen zu halten.

Beispielaufbau

Einleitung:
Ergänzende Frage
Hauptteil:
These 1
Argument 1
Argument 2
These 2
Argument 1
Argument 2
Schluss:
Ergebnis oder weiterführende Fragestellung (offener Schluss)

Obwohl die Sacherörterung auch dialektisch, beziehungsweise „kontrovers“ geführt werden kann, bietet es sich abhängig von der Fragestellung meist eher an, Argumente sinnvoll aufeinander aufzubauen, die Erörterung also linear zu führen. So werden unnötige Verstrickungen durch konstruierte Widersprüche vermieden.
Beispiele für Themen einer Sacherörterung:

  • – „Das Internet als Lernplattform“
  • – „Massentierhaltung als Lösung für den Welthunger“

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