Samuel Beckett – Biografie & Inhaltsangaben

Samuel Beckett (Foto von 1977). Quelle: Bibliothèque nationale de France
Samuel Beckett (Foto von 1977). Quelle: Bibliothèque nationale de France

Samuel Beckett, der Dichter und Dramatiker, wurde am 13. April1906 in einem Vorort von Dublin geboren. Seinen Vater, William Beckett, der ein wohlhabender Baukalkulator ist, liebt Samuel sehr. Das Aussehen hat er von seiner Mutter May vererbt bekommen. In seiner Kindheit ging Samuel sehr gerne mit seinem Vater wandern. Sportlich tätig war er im Schwimmen, in Tennis und im Schach. Zu dieser Zeit hat er sich nicht für Literatur interessiert.

Viel lieber beschäftigte er sich mit seinem Umfeld. Seine Mutter wollte ihn direkt nach seiner Pubertät zu einem vielversprechenden und finanziell abgesicherten Beruf lenken. Das hingegen gefiel Samuell gar nicht und ging auf das Trinity College in seiner Geburtsstadt Dublin. Dort studierte er moderne Sprachen und Geisteswissenschaften. In diesem Zeitraum holte er sich Wissen in Frankreich, in Italien und in Deutschland. Schließlich erhielt im Jahr 1927 sein Diplom. Doch die Vorstellung einer Karriere in der Universität versetzte ihn in einem Angstzustand. Stattdessen widmete er sich der Schreibkunst. Mit 22 Jahren zog Samuel nach Paris. Im Herzen Frankreichs lernte Samuel seinen vierundzwanzig Jahre älteren Landsmann James Joyce kennen. Samuel wurde eine lange Zeit der Sekretär von Joyce.

Regelmäßige Besuche in seine Heimat begleiteten ihm Panikattacken und Herzrasen. Er holte sich therapeutische Hilfe bei einem Doktor Bion in London. In diesen zwei Jahren begriff Samuel, dass seine inneren Stimmen die Basis für sein erstes literarisches Werk waren. Es entstand sein erster Roman „Murphy“. Aber der wurde gleich von 42 Verlagen abgelehnt. Sein Alkoholkonsum stieg. Im Jahr 1937 lernte Samuel, im Zuge eine abendlichen Gesellschaft, Peggy Guggenheim kennen. Sie war eine wohlhabende amerikanische Nachlassempfängerin und wurde für einen kurzen Zeitraum die Partnerin von Samuel.

Für Peggy schien Samuel nach und nach träge und willenlos. Paraell freundete sich Samuel mit den Malern van Velde an und machte für sie Übersetzungen. 1938 entkam Samuel dem Tod, als ein Zuhälter ihm ein Messer in die Brust stach. Die Pianistin Suzanne Dumesnil ging seit diesem Vorfall nicht mehr von ihm. Schließlich heirateten sie im Jahr 1961später. Beide gliederten sich zur Zeit des zweiten Weltkrieges der französischen Widerstandsbewegung an. „Watt“, sein vorerst letzter englischsprachiger Roman schrieb Samuel in Südfrankreich. Dort musste er, aufgrund seines Anschlusses in der Bewegung, untertauchen. Kriegsende war er als Lagerverwalter für das Irische Rote Kreuz tätig.

Danach ging Samuel zurück nach Paris. Dort fing er wieder an zu schreiben, jedoch in der französischen Sprache. Das Ehepaar Beckett legte keinen großen Wert auf ein luxuriösen Leben. Vielmehr mochten sie ein selbstbestimmtes Leben. Samuel schrieb 1949 den Roman „Warten auf Godot“. Seine Frau brachte seine Werke zu diversen Verlegern und stieß erfolgreich auf den Verleger Jérôme Lindon, der von den Romanen Becketts sofort angetan war. Die erste öffentliche Aufführung von Godot wurde zu einem der größten Theaterstücke in der Nachkriegszeit.

Das war der Wendepunkt der Becketts. Sie hatten von nun an keine Geldsorgen. Aber sie führten trotzdem ein bescheidenes Leben. Aus der ganzen Welt erntet Samuel Lob und Anerkennung. Den dafür verliehenen Nobelpreis und das dazugehörige Rampenlicht entsprachen nicht dem anspruchslosen Samuel. Das Preisgeld verschenkte er. Samuel bekam Angst vor dem immer größer werdenden Ruhm. Dennoch hatte er stets Platz für all die, die wirkliches Interesse an seinen Werken hatten.

Suzanne Beckett starb im Juli 1989. Samuel hatte große Beschwerden mit seiner Atmung und benötigte immer mehr zusätzliche Sauerstoffzufuhr. Eines Tages in Paris, Samuel wollte den Boulevard Saint Jacques überqueren und stürzte. Infolge dessen zog Samual in ein Altersheim nahe seiner Wohnumgebung. Am 22. Dezember 1989 starb Samuel Beckett und wurde neben seiner Suzanne begraben. Unzählige Blumen schmückten das Grab über Wochen.

Ein stillliebender Dichter und Dramatiker erhielt nach seinem Tod eine Biographie dazu.

Inhaltsangaben

  • Warten auf Godot –  Das 1949 entstandene Stück »Warten auf Godot« ( im Original: »En attendant Godot«)  von Samuel Becketts ,wurde im Januar 1953 in Paris uraufgeführt. Die Aufführung war so erfolgreich, dass sie Beckett beim Durchbruch als Autor half. Es handelt von zwei Protagonisten Estragon und Wladimir, welche auf eine Person namens Godot warten. Sie wissen selbst nicht weshalb sie auf ihn warten und ob er überhaupt kommt. … weiter lesen

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