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Satzglieder bestimmen – wie geht das & welche gibt es? – Übersicht

Satzglieder bestimmen

Satzglieder sollten ein Begriff sein, der jedem etwas sagt. Sie sind der Grundbaustein beim Umgang mit Sprache. Wer anfangen möchte, selbst zu schreiben, benötigt Satzglieder genauso sehr wie Schüler im Sprachunterricht. Dementsprechend kann es für jeden nützlich sein, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und in Erinnerung zu rufen, was Satzglieder sind und wie man damit umgeht.

Satzglieder sollten ein Begriff sein, der jedem etwas sagt. Sie sind der Grundbaustein beim Umgang mit Sprache. Wer anfangen möchte, selbst zu schreiben, benötigt Satzglieder genauso sehr wie Schüler im Sprachunterricht. Dementsprechend kann es für jeden nützlich sein, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und in Erinnerung zu rufen, was Satzglieder sind und wie man damit umgeht.

Was sind Satzglieder überhaupt?!

Satzglieder sind sogenannte Satzbausteine. Das bedeutet, dass sie, unabhängig davon, wie der Satz umgestellt wird, immer zusammen bleiben. Satzglieder können gleichermaßen aus einem Wort oder aber auch aus vielen Wörtern bestehen. Mithilfe der Umstellprobe lässt sich schnell bestimmen, welche Satzglieder zusammen gehören. Dazu ein Beispiel:

Der Satz „Mein Bruder gibt mir seine Schokolade“ lässt sich auch zu „Seine Schokolade gibt mein Bruder mir“ oder „Mir gibt mein Bruder seine Schokolade“ umstellen. Dementsprechend wird deutlich, dass die Satzglieder folgendermaßen aufgetrennt werden müssen: Mein Bruder | gibt | mir | seine Schokolade..

Welche Satzglieder gibt es – und wie lassen sie sich bestimmen?

Bevor es an das Bestimmen von Satzgliedern geht, ist es wichtig, dass man überhaupt alle Satzglieder kennt. Um gut mit den Satzgliedern umgehen zu können, ist es wichtig, dass man die Satzglieder auch alle kennt und bestimmen kann. Daher sollte sich mit einer Übersicht immer ausführlich auseinandergesetzt werden.

Das Subjekt ist der Kern eines jeden Satzes. Der Rest des Satzes beschreibt lediglich, was das Subjekt tut oder mit dem Subjekt getan wird. Das Subjekt erkennen kann man mit der Frage „Wer oder was…?“. In der Regel sind Subjekte Substantive oder Pronomen. Ein Subjekt bestimmt immer die Personalform des Prädikats. Ein Beispiel für ein Subjekt:
In dem Satz „Ich kaufe mir ein Eis“ würde nach dem Subjekt folgendermaßen gefragt werden. „Wer oder was kauft sich ein Eis?“. Die Antwort dieser Frage, in diesem Fall „Ich“, ist das Subjekt.

Das Prädikat ist ebenfalls in jedem Satz vorhanden. Ein Prädikat ist in jedem Fall ein Verb, das ein- aber auch zweiteilig sein kann. Ein Prädikat ist daran zu erkennen, dass es immer das zweite Satzglied in einem Hauptsatz ist. Bei Fragesätzen kann es auch passieren, dass das Satzglied an erster Stelle steht. Das Prädikat bestimmt immer den Fall, in dem ein Objekt stehen muss. Eine Unterstützung, zum Finden des Prädikats, kann es sein, sich zu fragen, was das Subjekt macht. Dazu ein Beispiel:

Aus dem Satz „Fridolin gibt Karla ein Geschenk“ lässt sich die Frage „Was macht Fridolin“ ableiten. Die Antwort auf diese Frage lautet „etwas geben“. Somit wird klar, dass in diesem Satz das Prädikat „gibt“ lautet.

Mit dem Objekt wird es etwas komplizierter. Anders als bei Subjekt und Prädikat gibt es mehrere Objekte. Grundsätzlich gilt, dass Objekte aus einem Substantiv und einem Begleitwort oder einem Pronomen bestehen. Dort enden allerdings auch schon die Gemeinsamkeiten, weshalb die Objekte ansonsten einzeln behandelt werden müssen.

Das Genitivobjekt ist das Objekt, das vermutlich am seltensten benutzt wird. Durch das Aussterben des Genitivs wird allerdings auch das Genitivobjekt immer weniger und es hört sich fast schon etwas altertümlich an. Erfragen lässt sich das Genitivobjekt mit der Frage „Wessen“. Wie der Name schon erahnen lässt, steht das Genitivobjekt immer im Genitiv. Ein Beispiel für ein Genitivobjekt:
„Ich bin mir der Folgen bewusst.“ Um das Genitivobjekt zu erfragen, wird die Frage „Wessen bin ich mir bewusst?“ gestellt. Die Antwort darauf lautet „der Folgen“.

Auch das Dativobjekt orientiert sich an dem Fall, nach dem es benannt wurde. Also steht das Objekt im Dativ. Mit der Frage „Wem oder was“ wird es erfragt. Auch hierfür ein Beispiel:
Der „Ich gebe Simone ein Stück Kuchen“ wirft zwecks der Bestimmung die Frage „Wem oder was gebe ich ein Stück Kuchen“ auf. Die Antwort auf diese Frage lautet „Simone.“

Das letzte Objekt, das aus einem der vier Fälle geschlossen werden kann, ist das Akkusativobjekt. Zu erkennen ist es daran, dass es im Akkusativ steht.
Dementsprechend lautet auch die Frage, um ein Akkusativobjekt ausmachen zu können „Wen oder was…?“. Akkusativobjekt und Dativobjekt können schnell verwechselt werden, daher ist es da umso wichtiger, darauf zu achten, dass die Frage richtiggestellt wird. Dafür ebenfalls ein Beispiel:
Der Satz „Tim schenkt Bianka einen Stift“ besitzt ein Akkusativobjekt. Dieses wird mit der Frage „Wen oder was schenkt Tim Bianka?“ erfragt. Die Antwort auf diese Frage lautet „einen Stift“. Damit ist das Akkusativobjekt gefunden.

Das letzte Objekt, das es gibt, ist das Präpositionalobjekt. Anders als die anderen Objekte ist es nicht an einen der vier Fälle gebunden. Dafür erkennt man ein Präpositionalobjekt daran, dass es immer aus einer Präposition gebildet wird. Um ein Präpositionalobjekt zu erfragen, muss man also eine Präposition finden und „wen?“, „wem?“ oder „was?“ fragen können. Zur Veranschaulichung ein Beispiel:

In dem Satz „Er erzählt von seinen Büchern“ steckt zum Beispiel ein Präpositionalobjekt. Mit der Frage „von was erzählt er?“ wird deutlich, dass das Präpositionalobjekt „von seinen Büchern“ lautet.

Die letzte große Gruppe der Satzglieder ist die der adverbialen Bestimmungen. Auch hier gibt es vier verschiedene Adverbiale Bestimmungen. Daher wird auf alle einzeln eingegangen. Adverbiale Bestimmungen können auch Nebensätze sein, in so einem Fall werden sie dann als Adverbialsätze bezeichnet. Die Art, wie man adverbiale Bestimmungen erfragt, variiert immer danach, welche adverbiale Bestimmung man finden möchte. Häufig sind adverbiale Bestimmungen, nähere Erklärungen. Bezüglich der Wortarten lassen sich adverbiale Bestimmungen nicht näher eingrenzen.

Die adverbiale Bestimmung der Art und Weise beschreibt, wie der Name schon erahnen lässt, die Art und Weise, wie etwas ist. Der lateinische Fachbegriff dafür lautet modal adverbial. Um eine adverbiale Bestimmung der Art und Weise zu erfragen, gibt es zwei Möglichkeiten. Je nach Inhalt des Satzes fragt man entweder „Wie?“, „Auf welche Art und Weise?“ oder „Womit?“. Aufgrund der unterschiedlichen Möglichkeiten, wie so eine adverbiale Bestimmung aussehen kann, gibt es in diesem Fall leider keine Faustregel. Aber auch hier ein Beispiel:

„Du kannst mich gerne zum Arzt begleiten.“ In diesem Satz befindet sich eine adverbiale Bestimmung der Art und Weise. Fragt man „Wie kann ich dich zum Arzt begleiten“ lautet die Antwort „gerne“. Dementsprechend ist „gerne“ die adverbiale Bestimmung der Art und Weise.

Die nächste adverbiale Bestimmung ist die adverbiale Bestimmung der Zeit. Sie beschreibt einen Zeitpunkt näher. Der lateinische Fachbegriff dafür lautet temporal adverbial. Um diese adverbiale Bestimmung zu erfragen, fragt man „Wann?“, „Wie lange?“ oder „Wie oft?“. Da es auch hier schwer ist, die adverbiale Bestimmung genauer zu definieren, muss sich auf diese Fragen verlassen werden. Ein Beispiel für eine adverbiale Bestimmung der Zeit:
Durch den Satz „Wir müssen morgen unbedingt einkaufen gehen“ kann die Frage „Wann müssen wir unbedingt wieder einkaufen gehen?“ gestellt werden. So stellt sich schnell heraus, dass die adverbiale Bestimmung der Zeit in diesem Satz „morgen“ ist.

Der lateinische Begriff für die adverbiale Bestimmung des Ortes lautet lokal adverbiale. Bei dieser adverbialen Bestimmung wird der Ort näher definiert. Auch hier gibt es unterschiedliche Fragewörter. Mit „Wo?“, „Wohin?“ und „Woher?“ lässt sich nach dieser adverbialen Bestimmung fragen. Zur Verdeutlichung dessen auch hiervon ein Beispiel:

„In den Ferien fahre ich ans Meer.“ Um die adverbiale Bestimmung in diesem Satz zu finden, muss gefragt werden „Wohin fahre ich in den Ferien?“. Die Antwort auf diese Frage lautet „ans Meer“, somit ist die adverbiale Bestimmung des Ortes „ans Meer“.

Zuletzt folgt noch die adverbiale Bestimmung des Grundes. Sie wird auch kausal Adverbiale genannt und beleuchtet einen Grund näher. Um nach der adverbialen Bestimmung des Grundes zu fragen, muss „Warum?“ oder „Wozu?“ gefragt werden. Auch in diesem Fall kommt es wieder auf den genauen Kontext an. Um das deutlicher zu machen, ein letztes Beispiel:

„Es gibt Regeln, damit das Zusammenleben funktioniert.“ In diesem Beispiel zeigt sich neben der adverbialen Bestimmung des Grundes auch, dass adverbiale Bestimmungen auch Nebensätze sein können. Um die adverbiale Bestimmung des Grundes in diesem Beispiel zu finden, muss gefragt werden „Warum gibt es Regeln?“. Die Antwort darauf lautet, „damit das Zusammenleben funktioniert.“

Mit diesem Handwerkszeug sollte es für jeden möglich sein, adverbiale Bestimmungen kennenzulernen, besser einschätzen zu können und damit einfacher arbeiten zu können. Besonders durch die Beispiele wird hoffentlich deutlich, wie sich die einzelnen Satzglieder bestimmen lassen.

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