Schäferzug & Narrenzug im Schach – so gehts

Schäferzug & Narrenzug im Schach

Schach ist das Spiel der Könige. Auf professionellem Niveau dauern Partien oft genug viele Stunden, wobei der Laie kaum eine Chance hat, sich in Strategie und Taktik der beiden Akteure hineinzudenken oder den einzelnen Zügen folgen zu können. Dafür ist das Spiel für Anfänger zu komplex. Jedoch erreichen nur wenige Spieler Großmeisterniveau. Hobbyspieler suchen manchmal nur nach ein paar Tricks, um ihre Kontrahenten auf einfache Weise matt zu setzen und sie mit der Schnelligkeit des Sieges zu verblüffen. Dazu gehört zweifellos das Schäfermatt, welches mit Abstand das häufigste Ende einer Schachpartie darstellt.

Wie funktioniert das Schäfermatt?

Grundsätzlich können Sie sowohl mit den weißen als auch mit den schwarzen Figuren ein Schäfermatt erzwingen, wobei es immer etwas einfacher ist, wenn man das Spiel beginnen kann. Das Schäfermatt kann auf verschiedene Arten erreicht werden, jedoch ist der erste Schritt stets der Zug des Königsbauern von e2 auf e4. Damit öffnen Sie den Weg für Ihre Dame und Ihren Läufer. Im nächsten Schritt ziehen Sie Ihren Läufer auf c4.

Mit diesem Zug greifen Sie den gegnerischen Bauern auf f7 an. Dies ist der schwächste Bauer, da dieser zu Beginn lediglich durch den König gedeckt ist. Für Ihren dritten Zug gibt es nun zwei Varianten. Entweder ziehen Sie die Dame auf h5 oder auf f3. Entscheidend ist der Druck auf den Bauern f7, der zusätzlich noch durch Ihren Läufer bedroht ist. Sofern der Gegner bis dahin keine wirksamen Verteidigungsmaßnahmen ergriffen hat, gewinnen Sie das Spiel nun mit dem Zug Dxf7.

Wie kann das Schäfermatt abgewehrt werden?

Gegen ein Schäfermatt ist grundsätzlich eine einfache Verteidigung möglich, selbst noch nach dem dritten Zug. Dafür bieten sich verschiedene Varianten an. Das Schäfermatt kann entweder durch Decken des “wunden Punktes” f7 abgewehrt werden oder aber durch das Blockieren der angreifenden Dame. Ein Decken ist möglich durch ein Ziehen des Springers auf h6, was aber kein idealer Zug ist, da Springer am Rand des Feldes etwas deplaziert sind.

Etwas besser wäre, die Dame auf f6 zu ziehen, wobei sie hier die Vorwärtsbewegung des Springers einschränkt. Ebenso würde ein Zug der Dame auf e7 den eigenen Läufer blockieren. Der beste Zug scheint die Bewegung des Bauers auf g6 zu sein, wo er die angreifende Dame nicht nur blockiert sondern sogar zum Rückzug zwingt.

Wer ein Schäfermatt versuchen möchte, sollte jedoch wissen, dass jemand, der diese Strategie durchschaut, schnell eine vorteilhafte Position erreichen wird. Es empfiehlt sich daher, dies nur gegen ungeübte Gegner zu wagen.

Das Narrenmatt

Das Narrenmatt oder 2-zügiges Matt hat in der Praxis keine Bedeutung und ist daher eine Konstellation von rein theoretischer Natur. Denn dies erfordert die kräftige Mithilfe des Gegners und ist denkbar einfach zu verhindern. Um ein Narrenmatt überhaupt zu ermöglichen, muss Weiß mit einem unsinnigen Zug des Bauern von f2 auf f3 oder f4 beginnen. Dies gilt eine der schlimmsten Eröffnungen, da es die Angriffslinie auf den eigenen König freigibt. Schwarz zieht dann den Bauern von e7 vor, um Platz für die Dame zu schaffen. Weiß müsste im Anschluss seinen Bauern von g2 auf g4 ziehen, womit er sich jeder Chance beraubt, die nun angreifende schwarze Dame auf h4 noch irgendwie zu blockieren. Weiß ist matt.

Um ein Narrenmatt zu verhindern, genügt es daher vollkommen, den eigenen Bauern auf der f-Linie nicht zu bewegen. Sofern dieser Bauer bleibt wo er ist, hat auch ein Großmeister keine Möglichkeit, ein Narrenmatt zu erzwingen. Übrigens kann ein 2-zügiges Matt nur mit den schwarzen Figuren erreicht werden. Weiß wird immer mindestens drei Züge benötigen, um den Gegner matt zu setzen.

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