Schweißerschein machen – Kosten, Dauer & Tipps

Schweißerschein machen

Ein Schweißer kann als Fachkraft in verschiedenen Branchen tätig sein – sei es in Schlossereien, im Metallbau oder bei der Herstellung von Werk- und Fahrzeugen. Die Anwendungsgebiete sind dabei vielfältig – unter Berücksichtigung verschiedener Schweißverfahren können zum Beispiel Objekte aus Metall repariert oder neue Baustücke konstruiert werden.

Auch im Privatleben können erworbene Fähigkeiten im Bereich des Schweißens von Vorteil sein, da Ihre Sicherheit bei jeder handwerklichen Tätigkeit an erster Stelle stehen sollte.
Um beruflich als Schweißer tätig sein zu dürfen oder auch im privaten Rahmen Schweißarbeiten sicher durchführen zu können, ist der Besitz eines Schweißerscheins jedoch unerlässlich.

Nicht umsonst wird gesagt, dass jeder Handwerksberuf gelernt sein muss – und dazu gehört auch der eines Schweißers.

Der Weg zum Schweißerschein:

Um einen Schweißerschein zu erlangen, muss zuvor ein Schweißkurs erfolgreich absolviert werden. Hierfür stehen mehrere Optionen zur Verfügung. Grundsätzlich kann ein Schweißerschein im Rahmen einer Berufsausbildung oder Weiterbildung erlangt werden. Allerdings gibt es auch die Möglichkeit, einen privaten Kurs in Anspruch zu nehmen, der häufig von Schweißerwerkstätten angeboten wird. Des weiteren bieten auch einige Volkshochschulen Seminare im Rahmen eines Abendkurses an.
Wenn Interesse an einem Schweißkurs in ihrer Nähe besteht, dann können Sie sich an die Handelskammer wenden.

Für den Erhalt des Schweißerscheins muss eine Prüfung abgelegt werden – diese differenziert sich sowohl in einen praktischen als auch in einen theoretischen Teil.
Während der praktischen Prüfung erhält der Prüfling meist zwei bis drei Rohlinge, die dann unter Anwendung verschiedener Verfahren verschweißt werden müssen – der Prüfer untersucht diese im Anschluss auf Mängel und Fehler.

Für die theoretische Prüfung erhalten die Prüflinge Fragebögen mit mehreren Antwortmöglichkeiten, aus der sie wählen können. Hier werden nicht nur fachliche Kenntnisse geprüft, sondern auch das Wissen zur Unfallverhütung und zur Arbeitssicherheit.

Die Prüfungsergebnisse erhalten die Prüflinge in der Regel nach einer Woche. Die bestandene Prüfung berechtigt dann zum Schweißen von annahmepflichtigen Bauteilen.

Wie lange dauert ein Schweißkurs?

Erfahrungsgemäß erstreckt sich der Grundkurs über 5 Tage mit jeweils 8 Stunden. Die Dauer ist allerdings variabel und abhängig von den Fähigkeiten der Teilnehmer.

Welche Fertigkeiten kann ich im Schweißerkurs erwerben?

Im Rahmen eines Schweißkurses erlangen Sie Wissen in der korrekten Einstellung und Absicherung des Schweißgerätes und über verschiedene Schweißtechniken. Des weiteren werden Kenntnisse bezüglich der Arbeitssicherheit und Unfallverhütung erworben. Auch Aspekte wie die Qualitätssicherung und Werkstoffkunde werden thematisiert.

Werden Vorkenntnisse im Schweißen benötigt?

Zwar sind handwerkliche Fähigkeiten von Vorteil, allerdings keine Voraussetzung. Sie können also auch ohne Kenntnisse einen Schweißschein machen.

Welche Kosten fallen für den Erwerb eines Schweißscheines an?

Die Kosten sind immer abhängig davon, für welchen Bereich der Schweißerschein erworben werden soll.

Wer eine Ausbildung zum geprüften Geländer-Schweißer anstrebt, muss mit Kosten von 1.400 Euro rechnen. Dazu kommen in der Regel noch Prüfungsgebühren von rund 300 Euro.

Ein Schweißerschein für den Kfz-Bereich läuft meist auf 300-400 Euro hinaus, für den Nutzfahrzeugbau auf ungefähr 590 Euro.

Hierbei handelt es sich allerdings um grobe Richtwerte – grundsätzlich sind die Kosten auch davon abhängig, welche Vorkenntnissen bestehen und wo genau die Ausbildung absolviert wurde.

Tipps und Tricks:

Häufig kommt es vor, dass der Arbeitgeber bereit ist, einen Teil oder auch die gesamten Kosten zu übernehmen, wenn Sie bereits in einem handwerklichen Beruf tätig sind.
Des weiteren besteht auch die Möglichkeit einer Kostenübernahme durch das Arbeitsamt oder auch im Rahmen einer staatlichen Förderung. Diese wird auch Bildungsgutschein genannt.
Bevor sie unnötige Kosten selber tragen, sollten sie die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten in Betracht ziehen und sich diesbezüglich informieren.

Was ist zu beachten?

Wichtig zu erwähnen ist, dass es unterschiedliche Schweißverfahren gibt. Abhängig davon, welche Art des Schweißens Sie erlernt haben, wird dies auch in Ihrem Schweißerschein vermerkt werden. Mögliche Schweißvefahren sind zum Beispiel das Kunststoffschweißen, das Gasschweißen oder das Lichtbogenhandschweißen. Sie sind also nur zur Durchführung von den genannten Schweißarbeiten berechtigt, wenn diese auch in Ihrem Schein aufgeführt sind.

Auch müssen Sie im Hinterkopf behalten, dass ein Schweißerschein nur für eine begrenzte Zeit gültig ist. Nach zwei Jahren müssen das Wissen und die Fachkenntnisse aufgefrischt werden, da der Schein andernfalls nicht verlängert werden kann.

Hat dir der Beitrag gefallen?

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here