Es kursieren diverse Rezepte für selbstgemachte Seifenlauge. So lustig der Spaß mit den schillernden bunten Blasen auch ist. Er ist meistens schnell vorbei. Kleine Kinder verschütten die Lauge oder brauchen diese in Windeseile auf. Wer eine Seifenblasenmaschine zu Hause hat, der sieht wie schnell die Seifenlauge aufgebraucht werden kann.

Der Gedanke mit einfachen Mitteln seine eigenen Seifenblasen herzustellen ist dabei besonders interessant. Aber kann das überhaupt funktionieren? Ein Phänomen, das maßgeblich für Seifenblasen verantwortlich ist, wird als Oberflächenspannung bezeichnet und ist dem einen oder anderen vielleicht noch aus der Schulzeit bekannt.

Die Oberflächenspannung

Durch die Oberflächenspannung ist es Insekten möglich übers Wasser zu laufen und die Bildung von Tropfen wird ermöglicht. Doch ein weiterer Nebeneffekt ergibt sich dadurch – es können Seifenblasen entstehen. Jedoch ist die Oberflächenspannung von Wasser zu groß. Seifenblasen zerplatzen dabei sofort. Das ist der Grund warum man Seifenwasser oder Spülmittel benötigt, um Seifenblasen herzustellen. Es verringert die Oberflächenspannung. Eine weitere Funktion der Seife ist es, dass sie den Vorgang des Verdunstens verlangsamt.

Zähflüssigkeit

Nur mit Wasser und Seife oder Spülmittel können noch keine Seifenblasen erzeugt werden. Das Gemisch ist noch zu flüssig. Am besten eignet sich für die richtige Konsistenz Glyzerin. Dieses ist in den Apotheken erhältlich. Wer kein Glyzerin bei der Hand hat und dennoch gleich loslegen will, der kann es auch mit Zucker versuchen. Doch Vorsicht: Dadurch wird das Gemisch sehr klebrig und sollte eher im Garten ausprobiert werden als im Haus.

Einfach versuchen!

Wenn Sie Spaß daran haben zu experimentieren, dann können Sie folgendes ausprobieren. Nehmen Sie ein Glas Wasser, tauchen Sie einen Strohalm ein, ziehen diesen dann wieder heraus und pusten hinein. Es wird nichts geschehen. Danach nehmen Sie Spülmittel und wiederholen den Vorgang. Dann erkennen Sie was Spülmittel bewirkt. Als dritten Versuch können Sie es mit Zuckerwasser (erstmal ohne Seife oder Spülmittel versuchen). Und schließlich ein Versuch bei dem alles vermischt wird. Dadurch bekommen Sie das richtige Gefühl für die Mengen die Sie benötigen.

Seifenblasenform

Seifenblasen sind im Übrigen immer rund. Egal durch welche Form sie gepustet werden, durch die Oberflächenspannung bildet sich die fast perfekte Kugelform. Mit Strohhalmen können nur kleine Seifenblasen erzeugt werden. Wer keine alte Seifenblasendose mit der Pustevorrichtung griffbereit hat, kann diese auch mit Küchenschnur und zwei Holzstangen selbst basteln. Das erfordert jedoch Geschick und Übung in der Verwendung. Eine weitere Möglichkeit ist die Pustevorrichtung mit einem Pfeifenputzer nachzubilden. Im Notfall kann auch Draht, umwickelt mit Wolle verwendet werden.

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