Selbstmitleid – Warum das schlecht für uns ist + 5 Tipps

Es kann guttun sich manchmal zu beschweren und sich selbst zu bemitleiden. Jedoch, schaden wir uns selbst damit, wenn er zur Gewohnheit wird.

Das Wort Selbstmitleid, ist eigentlich selbst sagend . Es bedeutet, dass wir uns selbst leid tun und uns bedauern.

Vielleicht haben wir eine schlechte Erfahrung gemacht, zum Beispiel eine Trennung oder Entlassung des Arbeitsplatzes. Man fühlt sich betrogen und hintergangen. Wir bedauern uns selbst.

Wir denken nun:

  • Wieso ausgerechnet ich? Wieso ist das Leben so fies und unfair zu mir?
  • Mir geht es so schlecht, keinem geht es nun so wie mir. Ich kann nicht mehr.
  • Womit habe ich das verdient? Ich habe nichts getan.
  • Wieso passiert das immer mir?
  • Alle haben ein tolles Leben nur ich nicht
  • Allen anderen fällt alles in den Schoß, außer mir
  • Das Leben ist nicht fair.
  • Ich hab doch etwas Gutes verdient

Aus dem Song Selbstmitleid von Christian Steiffen :

„… Selbstmitleid – komm, nimm dir einfach mal die Zeit
um richtig traurig zu sein
und ganz allein…“

 
Bemitleiden wir uns selbst, lecken wir unsere Wunden. Geschieht dies ab und zu, kann es sogar helfen Ungerechtigkeiten und Unrecht, welches uns wiederfahren ist, besser zu verkraften.

Achtung: Versinken wir dauerhaft in Selbstmitleid, landen wir rapide in der Selbstmitleidsfalle.

Durch das ständige Wiederholen unseres Leids , sprechen wir noch mit anderen oftmals darüber, werden wir immer denselben Schmerze spüren und nicht loslassen können.

Zu vergleichen ist es, mit einem ständigen Wiedereinstechen einer Wunde, die wir haben, anstatt, diese verheilen zu lassen.

Ratschläge von anderen, lehnen wir vehement ab, mithilfe der Ausrede, sie würden uns nicht verstehen. Sie können sich nicht in uns hinein versetzen. Wir antworten dann: „ Ach ist ja einfacher gesagt als getan, wenn man es nicht selbst durchmachen muss“.

Wir wehren jede Art der Veränderung damit ab, da wir nicht einsehen möchten, dass wir die Verantwortung für unsere derzeitige Situation tragen. Hierdurch kann sich nichts zum positiven verändern.

Wir haben das Hauptziel, von anderen bemitleidet, getröstet und umsorgt zu werden.

Da wir die Verantwortung für unser Schicksal an andere weitergeben, sehen wir es so, dass es nichts bringt etwas zu ändern, da wir auch nicht Schuld daran sind. Wir sitzen fest, in der Opfer –Falle.

Folgen von übertriebenem Selbstmitleid

Regelmäßiges selbst bedauern und selbst bemitleiden, schadet der Gefühlswelt.

Selbstmitleid kann langfristig zu Depressionen, Einsamkeit Angst und Ärger führen.
 
Wir isolieren uns von Menschen, die uns etwas bedeuten. Diese jedoch auch von uns, da sie unser Jammern nicht mehr ertragen können.

Es kann auch sein, dass wir zu Suchtmitteln greifen um unsere negativen Gefühle besser ertragen zu können.

Zusätzlichen müssen wir mit körperlichen Beschwerden rechnen wie zB. Schlafstörungen, Appetitmangel und Kraftlosigkeit.

Wir verpassen durch das ständige Selbstmitleid die schönen und positiven Dinge im Leben.

Durch Selbstmitleid wird man hilflos und es sorgt dafür, dass sich nichts zum Positiven wendet.

Selbstmitleid, ist wie, als ob man eine versalzene Suppe noch mehr versalzt, weil man ständig Salz hinein tut.

Lösungen bei Selbstmitleid

Tipp 1: Die Voraussetzung um unser Selbstmitleid überwinden zu können, ist dass wir uns klar machen, dass wir etwas ändern müssen.

Hierfür einige helfende Fragen:

  • Geht es mir gut oder schlecht wenn ich mich bei anderen über mein Leid beklage? Oder gar selbst darüber reflektiere.
  • Wie soll meine Zukunft aussehen? ( Neuer Partner?)
  • Hilft mir mein regelmäßiges Selbstmitleid ,beim Finden einer Lösung?
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Tipp 2: Reflektieren unserer Bewertung.

Unsere Bewertung muss nicht immer mit den Tatsachen übereinstimmen. Wir neigen oft zur Übertreibung des Ausmaßes von dem was uns wiederfahren ist.

Bei uns sehen wir nur das Negative im Leben bei anderen wiederum nur das Positive.

Unsere Bewertung können wir mit zwei Fragen überprüfen:

  1. Entspricht meine Einschätzung den Tatsachen? Ist es wirklich so, wie ich es sehe? Wie schätzen andere Menschen es ein?

Beispiel: Liebt mich wirklich niemand? Haben andere wirklich ein perfektes Leben? War ich immer nur Opfer?

Ist die Welt immer nur ungerecht zu mir? Muss ich mir ständig selbst leid tun? Müssen mich denn wirklich alle lieben?
Gibt es nicht auch andere Menschen denen Leid wiederfährt?

  1. Wenn dem so ist, wie ich es betrachte, kann es mir dann wirklich nie mehr besser gehen?

Tipp 3: Führen wir unsere Anschauung auf die guten Dinge in unserem Leben.

Womit bin ich zufrieden?
Welche Ziele habe ich erreicht?
Was lief alles gut in meinem Leben?
Wofür kann ich dankbar sein?

Tipp 4 :  Dankbarkeit

Ihnen passiert nicht nur Schlechtes. Es gibt auch gute Dinge. Schätzen Sie das was sie haben und lenken Sie ihre Blicke nicht nur auf die negativen Dinge. Das kann Sie aus der Mitleidsfalle locken.

Dankbarkeit ist ein positives Gefühl für Menschen. Sie können jederzeit dieses Gefühl verspüren. Lesen Sie auch meinen Beitrag über Dankbarkeit. Hier finden Sie einige Anregungen.

Fragen Sie Bekannte, Familienmitglieder und Freunde oder gar Menschen denen sie neu begegnen, wofür man alles dankbar sein kann und sollte.

Tipp 5 :  Zukunftsaussicht

Lenken Sie ihren Blick ganz auf Ihre Zukunft.

Wie soll meine Zukunft aussehen? Wer könnte mir helfen? Soll ich mir Hilfe holen? Damit es mir wieder besser geht in Zukunft.

Je mehr wir daran denken und Hoffnung setzen, dass es uns in der Zukunft besser gehen wird und wir glücklich werden, desto motivierter werden wir, etwas zu ändern.

Anstatt uns als Opfer zu sehen , können wir nur das Selbstmitleid hinter uns lassen und aktiv am leben teilnehmen.

Das Leben geht immer weiter, unabhängig davon was passiert ist, was passiert und was passieren wird.
 
Wenn wir nicht mehr weiter wissen, wir uns betrogen, belogen und hintergangen fühlen , ist die beste Medizin: AKTIV werden und dafür sorgen, dass sich schnell etwas ändert.

Werden sie aktiv! Leben Sie glücklich und dankbar! Es ist nicht alles schwarz- weiß. Lösungen gibt es immer, man wird Sie immer finden. Sobald man sich aus den Fesseln des Selbstmitleids gelöst hat.
 
 

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