Sibylle Berg – Biografie & Inhaltsangaben

Sibylle Berg (2011). Foto: Udo Grimberg
Sibylle Berg (2011). Foto: Udo Grimberg

Die am 2. Juni. 1962 in Weimar geborene Schriftstellerin Sibylle Berg, welche mit dem Marburger Literaturpreis und dem Wolfgang-Koeppen-Preis ausgezeichnet wurde, schreibt aus dem Leben gewöhnlicher Männer und Frauen. Diese Ehrlichkeit der verheirateten deutsch-schweizerischen Autoren zahlt sich aus, denn ihre erfolgreichen Texte wurden bereits in 26 Sprachen übersetzt. Sie schreibt von Furcht und Verlangen in der Gleichförmigkeit des Lebens und der Beziehungen.

Sibylle Berg wuchs als Tochter eines Musikprofessors und einer Bibliothekarin in Weimar, in der ehemaligen DDR, auf. Nach ihrem Abitur absolvierte sie eine Lehre als Puppenspielerin und übte diese Fähigkeit als Angestellte im Naumburger Puppentheater aus, bis 1984 ihr Ausreiseantrag aus der DDR bewilligt wurde. Im Westen lebte sie zunächst in West-Berlin, bevor sie nach Hamburg ging, sich mit Aushilfsjobs über Wasser hielt und ihre schriftstellerische Karriere begann. Am Anfang schrieb sie Kolumnen und Magazinbeiträge, unter anderem für das „Zeit-Magazin“.

Durch ihr Werk aus dem Jahr 1997 „Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot“, welches im Leipziger Reclam Verlag untergebracht wurde, stieg ihre Bekanntheit und von dem Buch wurden um die 400.000 Exemplare verkauft. Darauf folgten viele weitere Romane in unterschiedlichsten Verlagshäusern. Ihr jüngstes Buch „Der Tag, an dem meine Frau einen Mann fand“ erschien 2015 bei Carl Hanser.

Die Schriftstellerin schrieb ihren ersten Roman zu einem Theaterstück um, welches 1999 in Stuttgart Premiere feierte. Seitdem ist die Theaterarbeit ein wichtiger Bestandteil in dem Leben von Sibylle Berg, was sich durch zahlreiche Einladungen zu den Mülheimer Theatertagen zeigte.

Ihr 2013 veröffentlichtes Werk „Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen“ wurde zum „Stück des Jahres“ von der Zeitschrift „Theater heute“ gekürt.

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In dem selben Jahr war die Theaterautorin Ko-Regisseurin in Stuttgart bei Ihrem Stück „Angst reist mit“. Nur zwei Jahre später machte sie als Regisseurin in Zürch bei ihrem Stück „How to sell a Murder House“ von sich reden. In der selben Stadt erhielt sie danach einen Lehrstuhl für Dramaturgie.

Der großen Öffentlichkeit wurde Sibylle Berg als Online-Kloumnistin bekannt. Ihre viel diskutierte Kolumne „S.P.O.N. – Fragen Sie Frau Sibylle“ wurde 2013 in einem Sammelband des Hanser Verlags unter dem Titel „Wie halte ich das alles nur aus?“ herausgegeben.

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