Sind Baptisten eine Sekte? – Aufklärung

Definition des Wortes „Sekte“

Um die Ausgangsfrage beantworten zu können, erscheint es sinnvoll, zunächst einmal das Wort „Sekte“ zu definieren.

Vorweg sei erwähnt, dass es keine offizielle Definition bzw. eine wissenschaftlich anerkannte Erklärung für das Wort „Sekte“ gibt.

Nachfolgend deshalb ein Zusammenschluss von Meinungen bezüglich einer möglichen Definition des Wortes „Sekte“

Eine Sekte ist eine entweder religiöse oder philosophische oder aber politische Anhängerschaft. Des weiteren kann gesagt werden, dass Sekten Lehren und beziehungsweise oder Rituale vorweisen, die den vorherrschenden Überzeugungen widersprechen oder aber gar mit ihnen im Konflikt stehen. Darüber hinaus kann auch gesagt werden, dass eine Sekte, eine von der „Mutterreligion“ abgespaltete Gemeinschaft ist.
Zudem sollte erwähnt werden, dass das Wort Sekte eher als negativ angesehen wird. Aus diesem Grund entschied man sich auf die neutrale Bezeichnung „religiöse Sondergemeinschaft“. Verwendete Synonyme sind „neureligiöse Gemeinschaft“ oder aber auch „neue religiöse Bewegung“.

Verschiedene Merkmale können auf das Vorliegen einer Sekte zutreffen:

  • – Führungspersönlichkeit (die Hinterfragen der Aussagen dieser Persönlichkeit ist strengstens verboten)
  • – Viele, wenn nicht sogar alle Bereiche des Lebens werden von dieser Glaubensgemeinschaft reguliert
  • – Das Überwachen der Mitglieder
  • – Die Glaubensgemeinschaft sieht sich als elitär an
  • – Die Aussenwelt wird vollkommen abgewertet
  • – Endogamie (Verbot einer Liebesbeziehung mit jemanden außerhalb der Glaubensgemeinschaft)
  • – Hoher zeitlicher Aufwand für die Glaubensgemeinschaft
  • – Oftmals Inanspruchnahme von finanziellen Mitteln der Mitglieder

Baptisten gleich Sektenmitglieder

Aufgrund dessen was wir über den Baptismus wissen und der vorausgegangener Definition des Begriffes „Sekte“ kann abschließend die Aussage getroffen werden, dass der Baptismus keine Ähnlichkeit zu einer Sekte hat. Es ist lediglich eine Abspaltung von der Mutterreligion erkennbar. Alle anderen Punkte, die für eine Sekte sprechen, werden vom Baptismus nicht berührt.

1 KOMMENTAR

  1. wir dürfen in deutschland keine glaubensgemeinschaft verunglimpfen, das hat sicher auch mit der „braunen“ vergangenheit zu tun, doch sollte man es sich nicht ganz so einafch machen und deshalb alle „gemeinden“ als durchweg OK betrachten. man solte immer zwischen der sekte im „theologischen“ und im „soziologischen“ sinne differenzieren. theologisch ist den baptisten sicher kaum bis gar nichts vorzuwerfen, da sie nur „jesus“ anbeten und nach der bibel „rein „leben wollen. die „jesus-verniedlichung“ kann aber auch befremdlich sein, da jesus statt gott angebetet wird. aber gut, wem es gefällt. soziologisch sind sie m.E. nach eindeutig als sekte einzustufen, da die mitglieder bis ins hohe lebensalter in der gruppe bleiben können (gutes u. grosses soziales netz) und keine kontakte nach außen aufnehmen müssen, dadurch ensteht eine art soziales sektierertum mit klarer einteilung der ganzen welt in gut und böse. auch können persönliche defizite so gut kaschiert werden. dann das thema geld und glauben: auch wird durch die spendenaufkommen klar geregelt, wer in der hierarchie oben und wer ganz unten steht, so entsteht eine eigene kleine subkultur innerhalb der gemeinde, die auf macht und kontrolle fussen kann-mit allen folgen.

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