Solidaritätszuschlag im Steuerrecht leicht erklärt + Beispiel

Bei dem Solidaritätszuschlag (SolZ) handelt es sich nicht um eine eigene Ertragssteuer, er wird mit 5,5% (§ 4 SolZG) auf die Körperschaftssteuer (§2 Nr.3 und §3 SolZ) und die Einkommenssteuer (§ 2 Nr1 und § 3 SolZG) aufgeschlagen. Wie die Kirchensteuer, gehört der Solidaritätszuschlag zu den Zuschlagsteuern oder Annexsteuern (§ 51 a EStG).

Beispiel Solidaritätszuschlag

Wenn die GmbH Körperschaftssteuer von 10.000€ zu zahlen hat, so fallen darüber hinaus 5,5% von 10.000€, also 550€ Solidaritätszuschlag an.

Genauso wie bei der Körperschaftssteuer, wird der anfallende Steueraufwand in der GuV unter Steuern vom Einkommen und Ertrag gebucht.

Dem Solidaritätszuschlag liegt ein eigenes Gesetz zu Grunde, das Solidaritätszuschlagsgesetz (SolZG). Die Steuern, die durch den Solidaritätszuschlag eingenommen werden, stehen dem Bund zu (Art. 106 Abs. 1 GG).

 

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