Sonderausgaben im Steuerrecht leicht erklärt + Beispiel

Was versteht man unter dem Begriff „Sonderausgaben“?

Unter den Sonderausgaben versteht man Belastungen, welche zwar den privaten Bereich des Steuerpflichtigen betreffen und somit weder Betriebsausgaben noch Werbungskosten darstellen, aber dennoch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen reduzieren. Dabei gilt die Beachtung der wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des zu Besteuernden als einer der wichtigsten Grundsätze des Einkommenssteuerrechts. Die Sonderausgaben können demnach bei der Ermittlung des zu besteuernden Einkommens vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen werden und reduzieren dadurch die steuerliche Bemessungsgrundlage und somit auch die abzuführende Einkommenssteuer.

Zu den Sonderausgaben zählen z.B.: Unterhaltszahlungen, Beiträge zur gesetzlichen Altersvorsorge, Beiträge zur Krankenversicherung, Schulgeld, usw.

Die jeweiligen Sonderausgaben sind in den §§ 10 ff. EStG genau geregelt. Der Sonderausgaben-Pauschalbetrag liegt demnach bei 36 € bzw. 72 € bei einer Zusammenveranlagung.

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Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert. Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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