Speisefarbe & Lebensmittelfarbe – was ist der Unterschied? Aufklärung

Speisefarbe & Lebensmittelfarbe

In Lebensmitteln sind verschiedene Bestandteile neben der Grundzutat enthalten. Konservierungsstoffe verlängern ihre Haltbarkeit, Geschmacksverstärker werten ihre eigenen Aromen auf. Daneben werden Lebensmittelfarben verwendet, um die natürliche Farbe des Produktes zu intensivieren. Zudem ist die Bezeichnung ‘Speisefarbe’ bekannt. Da beide Begriffe von ihrer Bedeutung her ähnlich erscheinen, sollen sie im folgenden Artikel erklärt werden. Nach der Definition gibt es Erläuterungen hinsichtlich ihrer Unterschiede.

Was ist Speisefarbe?

Mithilfe von Speisefarbe werden Speisen eingefärbt. Die Farbe gibt es in Supermärkten, dort kann man sie im pulverisierten Zustand beziehungsweise in Tuben abgepackt kaufen. Darüber hinaus werden sie im Fachhandel geführt.

Speisefarben eignen sich zum Kolorieren von rohem Kuchenteig. Man gibt das Pulver in die Teigmasse, sodass am Ende ein bunter und fantasiereich dekorierter Kuchen entsteht. Farbe aus Zuckerguss dient nicht dem Färben des Teiges, sondern zum Schmücken des fertiggestellten Backwerks. Sie wäre als Ersatz für die Speisefarbe nicht ergiebig genug.

Was ist Lebensmittelfarbe?

Durch Lebensmittelfarbe sollen die natürlichen Farben von Lebensmittelprodukten deutlicher hervorgehoben werden. Lebensmittelfarben sind entweder bereits in der Ware verarbeitet oder sie werden in flüssiger Form zum Kauf angeboten. Gelegentlich sind sie ähnlich wie Speisefarben ebenfalls in speziellen Tuben erhältlich.

Lebensmittelfarbe spielt zum Beispiel in der Herstellung von Fertigspeisen eine Rolle. Auf diese Weise soll die erhitzte Mahlzeit durch die klarer definierten Farben besonders ansprechend aussehen.

Was sind die Unterschiede?

Von der Verwendung her gibt es keinen Unterschied zwischen Speise- und Lebensmittelfarben. Beide werden zum Färben benutzt. Je höher der Anteil an künstlichen Farbstoffen ist, umso mehr fallen die Farben letztlich auf. Die Dosis bestimmt ihre Intensität.

Speisefarben braucht man vorwiegend beim Backen, sie lassen sich allerdings durch Lebensmittelfarben ersetzen. Für Fertigware wird in erster Linie bei der Herstellung zu Lebensmittelfarbe gegriffen. Vereinzelt eignen sich dafür sogar Speisefarben.

Vielfach gelangen Speisefarben als Pulver in den Verkauf. Teilweise wurden sie zuvor als dickflüssige Masse in Tuben abgefüllt. Letzteres gilt auch für Lebensmittelfarben. In größeren Mengen gibt es sie als flüssige Lösung, die zu den noch unfertigen Lebensmitteln dazugegeben wird.

Im Gegensatz zu Speisefarben wurden Lebensmittelfarben bereits während der Herstellung in die Produkte eingearbeitet. Eine Speisefarbe gibt man häufig später hinzu, wenn man selbst Speisen zubereitet. Lebensmittelfarben sollen die natürliche Farbgebung zusätzlich betonen, was beispielsweise bei Wurstwaren oft der Fall ist. Speisefarben können hingegen einem selbst hergestellten Erzeugnis Farbverläufe verleihen, die in der Natur nicht vorkommen. Diesen Effekt kann man bei einem Regenbogenkuchen beobachten.

Zwischen Speise- und Lebensmittelfarbe gibt es im Grunde keine nennenswerten Unterschiede. Ihre Wirkung in den essbaren Waren verläuft weitgehend unterschiedlich. Lebensmittelfarbe erscheint ‘näher am Ursprünglichen’ als Speisefarbe. Den Zweck, bestimmten Produkten Farbe zu verleihen und somit ihre Optik aufzubessern, teilen sie sich jedoch gleichermaßen.

Hat dir der Beitrag gefallen?

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here