Streubesitz in VWL leicht erklärt + Beispiel

Definition & Erklärung: Streubesitz

Streubesitz ist der Anteil von Aktien eines Unternehmens, der von Aktionären gehalten wird und an der Börse gehandelt werden kann. Der Rest der Aktien gehört dann dem Unternehmen, dem Management oder den Muttergesellschaften. Ein geringerer Streubesitz kann kursrelevante Informationen beeinflussen und den Kurs beeinflussen. Wenn weniger Aktien im Umlauf sind, sind Kursschwankungen oft in größerem Umfang zu erwarten. Diese frei handelbaren Aktienanteile werden als Freefloat bezeichnet. Der Festbesitz ist dazu das Gegenteil. Aktienpakete ab 5 % werden als Festbesitz bezeichnet.

Wie beeinflusst ein Streubesitz das Trading?

Die Volatilität einer Aktie ist geringer, je mehr Aktien im Streubesitz sind. Ein Unternehmen mit geringem Streubesitz hingegen weist größere Kurssprünge auf, da wenige Trades den Kurs stark beeinflussen können. Wenn eine Aktie länger als 6 Monate gehalten werden soll, dann gehört sie im Normalfall nicht mehr zum Streubesitz. Wenn mit diesen Aktien wieder gehandelt wird, dann werden sie dem Streubesitz wieder zugeordnet. Bei Unternehmen mit großem Streubesitz besteht bei Hauptversammlung die Schwierigkeit, keine klaren Entscheidungen erwirken zu können. Ist der Streubesitz kleiner, ist auch die Entscheidungsfindung wesentlich leichter. Durch den Streubesitz wird das Eigenkapital gesteigert, Gewinne umverteilt und es verschieben sich Managermachtbeziehungen.

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