Stückliste in BWL leicht erklärt + Beispiel

Begriffsbezeichnung Stückliste

Eine Stückliste wird auch Materialliste genannt und repräsentiert eine Liste oder auch Datensatz. Es ist immer dann von einer Stückliste die Rede, wenn ein Erzeugnis aus mehreren Teilen zusammengesetzt wird, wie Baugruppen und Einzelteile inklusive Kleinteile und die jeweils davon benötigte Stückzahl beziehungsweise Menge.

Beispiel Stückliste Fahrradherstellung

Stückliste Fahrrad: 1 Sattel, 1 Lenker, 1 Gepäckträger, 2 Felgen, 2 Schläuche, 2 Ventile ….

Welche Arten von Stücklisten existieren?

Materiallisten lassen sich bezüglich der Art danach unterscheiden, wie sie aufgestellt werden. Somit gibt es schlussendlich vier verschiedene Typen von Stücklisten. Eine Baukastenstückliste ist eine Auflistung von nur einer Produktstruktur, weshalb diese als einstufig kategorisiert wird, sie beinhaltet also nicht alle Bestandteile. Als Beispiel bei dem Fall Baugruppe „Rad“ wären dies Felgen, Schläuche, Ventile und für dieses gäbe es wiederum eine Stückliste.

So kommt es zu einem modularen Aufbau der Stücklisten. Zweitens gibt es sogenannte Strukturstücklisten, welche sehr komplex sind und viele Einzelteile sowie Baugruppen eines Erzeugnisses auflistet. Diese ist folglich eine Art Zusammenfassung aller Fertigstufen mit einer organisierten Struktur. Als Konsequenz dessen wird diese als mehrstufig charakterisiert. Außerdem gibt es den Typ der Mengenstücklisten, welche ohne eine Unterscheidung sämtlicher Einzelteile eines Erzeugnisses auflöst.

Kommen Teile mehrmals vor, so werden diese nur einmal in der Gesamtmenge mit aufgeschrieben. Als Folge dessen kommt hier die Baugruppe nicht vor. Werden die enthaltenen Mengen mit der Menge, die hergestellt werden muss, multipliziert, so erhält man die Auftragsstückliste. Der letzte Typ ist die Variantenstückliste, wobei mehrere einzelne Stücklisten zusammengefasst werden. Deren Einzelteile sind größtenteils identisch.

Zur Anwendung kommt dies, wenn beispielsweise von einem Produkt mehrere Farben hergestellt werden.

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Sonstiges Wissenswertes zur Stückliste

Stücklisten bilden die Basis für einen Einkauf und mit Hilfe dieser werden somit die benötigten Teile, die Kostenrechnung sowie die Produktionsplanung organisiert. Kommen Stücklisten im Zusammenhang mit einem Arbeitsplan vor, so wird gezeigt, wie die Herstellung eines Güter erfolgt. Außerdem ist zwischen einer Stückliste und einer Rezeptur (oder auch Zutatenliste) zu differenzieren. Wenn die Teile, die gebraucht werden keine Stückgüter sind, wie zum Beispiel Schrauben oder Reifen, dann ist eine Zutatenliste der Fall.

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Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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