Stufenleiterverfahren in BWL leicht erklärt + Beispiel

Stufenleiterverfahren

Bei der Durchführung des Stufenleiterverfahrens zur innerbetrieblichen Leistungsverrechnung werden idealerweise jene Hilfskostenstellen ganz links angeordnet, an die keine Leistungen anderer Hilfskostenstellen verrechnet werden.

Beispiel

In einem Unternehmen bestehen 2 Hilfskostenstellen: Strom und Wasser. Während die Hilfskostenstelle Wasser Leistungen von der Hilfskostenstelle Strom erhält, findet der umgekehrte Fall nicht statt. Aus diesem Grund wird Strom auf der 1. und Wasser auf der 2. Stelle angeordnet.

In der Hilfskostenstelle Strom werden mit 5.000 Euro primären Gemeinkosten insgesamt 20.000 kWh Strom produziert. Der Verrechnungssatz beträgt daher 5.000 / 20.000 = 0,25 Euro pro kWh.

In der Hilfskostenstelle Wasser wird 4.000 kWh Strom von der Hilfskostenstelle Strom bezogen. Darüber hinaus hat sie eigene Gemeinkosten in Höhe von 10.000 Euro und produziert 5.000m3 Wasser. Der Verrechnungssatz beträgt daher (4.000 x 0,25 + 10.000) / 5.000 = 2,2 Euro pro m3 Wasser.

Auch wenn die Hilfskostenstelle Wasser geringe Leistungen an die Hilfskostenstelle Strom liefern würde, würde die Reihenfolge beibehalten werden. In diesem Fall erfolgt keine Verrechnung von rechts nach links, sondern ein Abzug der gelieferten Leistung bei der Ermittlung des Verrechnungssatzes der Kostenstelle Wasser. Beispiel (bei der Lieferung von 200m3 Wasser an die Hilfskostenstelle Strom): Verrechnungssatz = (4.000 x 0,25 + 10.000) / (5.000 – 200) = 2,29 Euro pro m3 Wasser.

 

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