Techniken, um Liedtexte, Akkorde oder Noten besser zu merken

Gedächtnis

Jeder Musiker kennt die Situation: Man hat große Auftritte oder ganze Touren vor sich und muss sich pro Konzert bis zu 100 Liedtexte, Akkorde oder Noten merken. Solange man jung ist und sein Gehirn ständig trainiert, kann man die Anstrengungen bewältigen. Dennoch gibt es bestimmte Techniken, die auch Profi-Musiker anwenden, um sich lange Liedtexte oder Reihenfolgen zu merken.

Im Folgenden möchte ich euch einige Techniken sowie Methodentrainings vorstellen, die es euch ermöglichen,  komplexe Anordnungen bzw. Zusammenhänge sehr einfach und zudem schnell sowie dauerhaft zu behalten. Gerade als Musiker wird man oft mit der Situation konfrontiert Sachzusammenhänge schnell und auch sicher behalten sowie wiedergeben zu können – beispielsweise bestimmte Akkorde, Noten oder auch Musiktexte.

  1. Einführung in die Mnemotechniken
  2. Die Methode der Orte („loci“)
  3. Die Methode der Verknüpfung

1.Einführung in die Mnemotechniken

Nach neusten empirischen Forschungen in der Lehr-und Lernpsychologie steigert die sogenannte Mnemotechnik dauerhaft die Chance  auch sehr komplexe Zusammenhänge und Anordnungen zu behalten. Führende empirische Studien belegen zudem einen wesentlich höheren Lernerfolg durch das Anwenden dieser ( vgl. Leutner/Universität Duisburg-Essen, 2011).

Die Lerntechniken können neben musikalischen Thematiken ebenso effizient  zum Auswendiglernen anderer Sachverhalte genutzt werden. Das “Geheimnis “ bei diesen liegt darin, dass diese neue Sachverhalte mit alten, bereits schon lange im Gehirn  gespeicherten Informationen verbinden, wodurch das neue Wissen effizienter und dauerhafter in diesem gespeichert wird, was mit der kognitiven Aufnahmestruktur des Gehirns zusammenhängt.

2. Die Methode der Orte

Das Prinzip dieser wohl bekanntesten Methode ist ebenso einfach wie effektiv. Wie im vorherigen Text bereits erwähnt, machen die Mnemotechniken es sich zu Nutzen, das neue Wissen mit bereits vorhandenem zu verbinden, wodurch der positive Effekt herbeigeführt wird.

Als Grundlage zur  Anwendung dieser Technik, benötigt ihr eine euch schon lange bekannte sowie festgelegte Anordnung oder Reihenfolge – gute Beispiele dafür sind der tägliche Weg zur Arbeit oder die räumliche Anordnung sowie Reihenfolge in einem euch bestens vertrauten Zimmer.  Nun  sucht ihr euch dort einen festen Startpunkt und verknüpft  jedes einzelne Element der zu lernenden Inhalte – beispielsweise die Reihenfolge der Songs während eines Konzerts mit dem nächsten Gegenstand der bereits bekannten Anordnung. In besonders wichtigen Fällen kann es ratsam sein, das jeweilige Element auf den Gegenstand zu schreiben bzw. zu kleben.

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Die fertige Anordnung, in welcher jeweils ein Gegenstand mit einem neuen Element in einer bestimmten Reihenfolge verknüpft ist, wiederholt ihr einige Male. Anschließend werdet ihr merken, dass ihr nur in Gedanken die bekannte Anordnung , beispielsweise euer Zimmer, in der gleichen Reihenfolge abgehen müsst und die mit jedem Gegenstand verknüpften neuen Sachverhalte werden euch bei dem jeweiligen Gegenstand ganz automatisch einfallen.

3.Die Methode der Verknüpfung

Diese zweite Methode funktioniert ebenso mit dem Prinzip der Verknüpfung von altem sowie neuem Wissen. Allerdings finde ich die Methode der Verknüpfung etwas umständlicher als die erstgenannte. Am  besten probiert ihr einfach einmal beide Methoden aus und bewertet anschließend, mit welcher ihr besser zurechtkommt. Weitere Informationen zu diesem komplizierten Thema findet ihr unter „Prüfung-Ratgeber.de“. Dabei handelt es sich um eine Webseite, auf der Tricks und allgemeine Tipps zum Lernen und Merken von wichtigen Sachen nachzulesen sind.

Bei dieser  Technik verknüpft ihr  jedes Element des neuen Wissens mit einem Bild anstatt mit einer vorher bekannten Reihenfolge. Aus dieser Anzahl von Bildern ( pro Element jeweils 1 Bild) denkt ihr euch anschließend eine Handlung bzw. Geschichte aus. Diese muss nicht logisch sein, sondern dient nur dazu die verschiedenen Bilder untereinander zu verknüpfen. Wenn ihr euch beispielsweise die englische Vokabel „Cart“ und deren deutsche Übersetzung  „Karren“ merken möchtet, denkt ihr dabei an einen Einkaufswagen. Diesen fügt  ihr zusammen mit allen anderen Elementen und den dazugehörigen Bildern in eine Handlung ein, welche ihr einige male wiederholt. Anschließend müsst ihr nur die Geschichte in Gedanken durchgehen und die neuen Thematiken werden euch automatisch einfallen.

So ich hoffe, dass dieser Ausflug in den wissenschaftlichen Bereich nun nicht zu kompliziert war und einigen von euch helfen wird.