Tipps zur Verbesserung der Ladezeit in WordPress-Blogs

Die Ladezeit eines WordPress-Blogs spielt eine immer wichtigere Rolle, da immer mehr Internetnutzer mit dem Smartphone oder Tablet-Computer unterwegs sind und nur eine mobile Internetverbindung haben, die nicht so schnell ist wie eine herkömmliche. Aus Webmaster-Sicht verliert man wichtige Nutzer, sobald die Webseite zu lange braucht, um vollständig geladen zu werden. Außerdem ist die Ladezeit der Webseite inzwischen auch ein direktes oder indirektes Ranking-Kriterium in den Google-Suchergebnissen. In meinem Artikel möchte ich meine wichtigsten Erfahrungen mit der Optimierung der Ladezeit meiner Webseite aufschreiben.

Folgende Faktoren wirken sich auf die Ladezeit deines WordPress-Blogs aus

Server/Webspace + Anbindung

Ein häufiger Grund für langsame Ladezeiten ist der Server bzw. die Anbindung des Servers/Webspaces. Wenn man seinen Blog zum Beispiel auf einem Virtual-Server oder auf einem billigen Webspace hostet, dann teilt man sich oft die Anbindung mit sehr vielen weiteren Nutzern. Bei billigen Anbietern passiert es dann schnell, dass die Verbindung oder der Server selbst überlastet wird und nur langsam arbeitet.

Für meine großen Webseiten miete ich immer einen getrennten Server, um solche Probleme zu vermeiden.

Theme des Blogs

Eine sehr häufige Ursache für langsame Blogs sind meiner Erfahrung nach ihre schlecht programmierten Themes. Ich habe auch ab und zu die Erfahrung gemacht, dass kostenlose Themes in dieser Hinsicht nicht unbedingt schlechter sind als gekaufte. In meinem Blog habe ich aktuell zum Beispiel das kostenlose Theme “Afterburner von Rockettheme” installiert. Es wird von Rockettheme als das schnellste Theme aller Zeiten angepriesen und es ist wirklich simpel gestaltet, sodass nicht viele Features und Bilder geladen werden müssen. Manchmal haben aber selbst einfach-aussehende Themes lange Ladezeiten, weil sie einfach nur schlecht programmiert wurden.

Bevor ich ein neues Theme installiere, teste ich die Ladezeit dieses Themes mit Hilfe von z.B. http://www.pagespeed.de/

Bilder und WordPress-Smileys

Viele unerfahrene Blogger laden oft Bilder in Übergröße hoch und stellen einfach die Breite und Höhe kleiner ein, sodass die Bilder auf den ersten Blick klein aussehen. Dabei werden im Hintergrund die großen Bilder geladen, sodass eine große Datenmenge übertragen werden muss. Stattdessen sollte man seine Bilder am besten bereits vor dem Hochladen mit Hilfe von Programmen wie TinyPic minimieren und verkleinern. Einige Blogger empfehlen auch das WordPress-Plugin “WP-Smush.it“. Ich habe dieses Plugin zwar auch installiert, aber auch festgestellt, dass es bei den meisten Bildern gar nicht funktioniert.

Eine weitere wichtige Quelle für hohe Datenmengen bieten die WordPress-Smileys. In einem Artikel in meinem Blog hatte ich einmal über 250 Kommentare von Lesern und zahlreiche Leser posteten auch Smileys :). Die Ladezeit dieses Artikels stieg auf über 10 Sekunden und die Datenmenge lag bei einigen MB. Irgendwann habe ich festgestellt, dass das meiste davon durch Smileys verursacht wurde.

Im Backend von WordPress kann man unter “Einstellungen – > Schreiben” bei folgendem Punkt ein Häkchen setzen bzw. dieses entfernen:

  • Wandle Emoticons wie :-) und :-P in Grafiken um.

Nachdem ich das Häkchen dort entfernt hatte, sank die Dateigröße um mehrere Megabyte und damit auch die Ladezeit.

Scripte und WordPress-Plugins

Weitere Faktoren für stark überhöhte Ladezeiten sind die Plugins und Scripte. Je mehr Plugins im Hintergrund laufen, desto mehr Scripte und Dateien müssen geladen werden. Aus diesem Grund sollte man seine Plugins durchgehen und alle deaktivieren, die man nicht unbedingt benötigt.

Um die Scripte automatisch komprimieren zu lassen und außerdem auch noch eine zusätzliche Verbesserung der Performance hinzubekommen sollte man sich auf jeden Fall das Plugin “W3 Total Cache” installieren. Durch das Caching wird die Ladezeit natürlich ebenfalls gesenkt und das Plugin hat sehr viele zusätzliche Features zur Beschleunigung der Webseite.

MySQL-Datenbank regelmäßig optimieren

WordPress arbeitet bekannterweise mit MySQL Datenbanken und in den Datenbanken wird mit der Zeit immer mehr Information abgespeichert. Ab und zu sollte man seine Datenbanken optimieren, damit diese schneller durchsucht und geladen werden können.  Dabei kann man die Datenbank entweder selbst optimieren oder ein automatisches Plugin wie “WP Optimize” nutzen.

Noch ein Tipp: Mit Hilfe von Google – Pagespeed kann man seine Webseite online testen und man bekommt zahlreiche Optimierungstipps für die Ladezeit und die Performance der Seite.

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